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Angebot für Fernreisende: Bahn will offenbar City-Ticket ausweiten
DPA

Bislang galt das City-Ticket nur für Bahncard-Nutzer: Die Deutsche Bahn will laut einem Zeitungsbericht nun auch andere Fernreisende den Nahverkehr am Start- und Zielbahnhof kostenlos nutzen lassen.

marc.koch 28.05.2018, 07:09
1. Im Preis enthalten, ...

... aber nicht kostenlos.

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Strangelove 28.05.2018, 07:50
2. und was ist mit Wochen-, Monats- oder Jahreskarten?

das wäre ein wegweisender Schritt auch wenn ich nicht daran glaube, dass das kommt, denn dann muss man sich was einfallen lassen wie man zwischen der Nutzung des Nahverkehrs und im Zusammenhang mit der tatsächlichen Fernreise unterscheidet. Für Pendler, denen zwei weitere Abos für den Nahverkehr dann doch zu teuer sind, wäre das ein Segen.

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BassErstaunt 28.05.2018, 07:56
3. Und tschüss, BahnCard

Die Strategie der Bahn scheint zu sein: Reguläre Kunden mit Hochpreisen vergraulen, Stammkunden loswerfen, indem man Bahncard-Vorteile schleift und dafür die Züge mit Billigreisenden auslasten. Kann man machen, erhöht die Reisenden-Zahlen... aber senkt sicher den Gewinn.

Bahnreisen in der ersten Klasse sind jedenfalls schon in den letzten Jahren deutlich unattraktiver geworden, seit Kegelclubs und Aida-Reisende in Gruppen die Großraumabteile zu Discountpreisen stürmen. Wo man früher spontan fahren und in Ruhe arbeiten konnte, herrscht heute Enge und hohe Sitzplatzbuchungsdichte (viele verfallen, waren ja eh kostenlos, man weiß aber nie, wo man bei spontanen Reisen sitzen kann). Der Kegelclub nebenan kniffelt, die Fußballtruppe 3m weiter trinkt sich warm und freut sich lautstark, dass der Sparpreis 1. Klasse billiger als die 2.-Klasse-Tickets war, die es nur noch zum Normalpreis gab.

Ich habe da keine Berührungsängste - aber so eine Fahrt ist mir halt nicht mehr den Flexpreis 1. Klasse oder gar die BC100 wert. Dass ist Transport statt Reise - und die Bahn damit ein Billigprodukt. Dazu passen dann auch IC2 und ICE4 mit ihrem reduzierten Sitzkomfort auf Nahverkehrs-Niveau.

Interessante Strategie, der Bahn-Experten und Restpolitiker.

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keksguru 28.05.2018, 08:25
4. ist ein löchriges System

für Bahncard als auch Firmenkunden gibt es das zwar schon lange, aber wer ein Fahrtziel außerhalb einer Großstadt hat trifft immer wieder auf lokale Verkehrsunternehmen, die diese Regelung ignorieren oder wo die Busfahrer nichts wissen, dann per Funk nachfragen, und dann noch frotzelinge Antworten kommen "so nun haben sie ihre Freifahrt aber wir fahren 10 Minuten zu spät los".

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cabotine 28.05.2018, 08:28
5. es geht nicht um Gewinn

Zitat von BassErstaunt
Die Strategie der Bahn scheint zu sein: Reguläre Kunden mit Hochpreisen vergraulen, Stammkunden loswerfen, indem man Bahncard-Vorteile schleift und dafür die Züge mit Billigreisenden auslasten. Kann man machen, erhöht die Reisenden-Zahlen... aber senkt sicher den Gewinn. Bahnreisen in der ersten Klasse sind jedenfalls schon in den letzten Jahren deutlich unattraktiver geworden, seit Kegelclubs und Aida-Reisende in Gruppen die Großraumabteile zu Discountpreisen stürmen. Wo man früher spontan fahren und in Ruhe arbeiten konnte, herrscht heute Enge und hohe Sitzplatzbuchungsdichte (viele verfallen, waren ja eh kostenlos, man weiß aber nie, wo man bei spontanen Reisen sitzen kann). Der Kegelclub nebenan kniffelt, die Fußballtruppe 3m weiter trinkt sich warm und freut sich lautstark, dass der Sparpreis 1. Klasse billiger als die 2.-Klasse-Tickets war, die es nur noch zum Normalpreis gab. Ich habe da keine Berührungsängste - aber so eine Fahrt ist mir halt nicht mehr den Flexpreis 1. Klasse oder gar die BC100 wert. Dass ist Transport statt Reise - und die Bahn damit ein Billigprodukt. Dazu passen dann auch IC2 und ICE4 mit ihrem reduzierten Sitzkomfort auf Nahverkehrs-Niveau. Interessante Strategie, der Bahn-Experten und Restpolitiker.
Es mag sie überraschen: es geht nicht um Gewinn, sondern darum so viele Menschen wie möglich aus dem Individualverkehr zu gewinnen. Leere 1.Klasse-Abteile sind dabei eher hinderlich, auch wenn "reguläre" Kund/-innen, wie Sie vielleicht vergrault werden. Ich bin auch kein Fan von Menschen, die sich nicht so zu verhalten wissen, dass sie andere nicht belästigen. Aber das tun auch "reguläre" Kund/-innen, die lautstark Arbeitsgespräche führen.
Auch wenn es Ihrem Verständnis von elitärem Reisen nicht entsprechen mag, volkswirtschaftlich sinnvoll ist es sicher.

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heineken1 28.05.2018, 12:55
6.

Zitat von cabotine
Es mag sie überraschen: es geht nicht um Gewinn, sondern darum so viele Menschen wie möglich aus dem Individualverkehr zu gewinnen. Leere 1.Klasse-Abteile sind dabei eher hinderlich, auch wenn "reguläre" Kund/-innen, wie Sie vielleicht vergrault werden. Ich bin auch kein Fan von Menschen, die sich nicht so zu verhalten .....
Volkswirtschaftlich sinnvoll mögen die Reisen der Kegelclubs und Fußballfreunde sein. Ökologisch sinnvoll sind sie es auch mit der Bahn als Verkehrsträger nicht. Da wäre es viel besser, viel mehr Unternehmungen per Pedes und Velo zu machen.

Aber ich stimme Ihrem Vorschreiber zu: Die Qualität der 1. Klasse hat spürbar nachgelassen. Und das liegt im Wesentlichen an der Qualität der Besetzung derselben …

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Skeptiker99 28.05.2018, 13:15
7. warum immer nur am Abfahrtsbahnhof?

was ich bei der +city Regelung nicht verstehe, ist, warum ich immer nur den Nahverkehr zum Abfahrtsbahnhof nutzen kann. In meiner Heimatstadt habe ich eh eine Monatskarte für Bus und Bahn. Viel sinnvoller wäre ein Ticket für den Bus am Zielort.

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metastabil 28.05.2018, 16:02
8.

Zitat von Skeptiker99
was ich bei der +city Regelung nicht verstehe, ist, warum ich immer nur den Nahverkehr zum Abfahrtsbahnhof nutzen kann. In meiner Heimatstadt habe ich eh eine Monatskarte für Bus und Bahn. Viel sinnvoller wäre ein Ticket für den Bus am Zielort.
Bis Ende 2012 galt die City-Regelung nur am Zielbahnhof, die Anfahrt zum Abfahrtsbahnhof war nicht eingeschlossen. Begründung war, dass die Fahrgäste oft ohnehin schon eine Zeitkarte für die Anfahrt zum Bahnhof besäßen.
Seit 2013 gilt die City-Regelung jedoch sowohl am Start- als auch am Zielbahnhof. Das bedingt aber, dass beide Städte auch an der City-Regelung teilnehmen - bei kleineren Käffern ist das zumeist nicht der Fall. Für die Städte, in denen es keine City-Regelung gibt, bekommen sie auch kein City-Ticket.

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