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Anspruchsvolle Bergtouren: "Kinder mögen keine Monotonie"
Ralf Gantzhorn

Was kann man Kindern in den Bergen zumuten - und wovon sollte man sie lieber abhalten? Eine Expertin gibt Tipps.

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freier57 04.06.2018, 07:57
1. Ich erinnere

mich an so einige Klettersteig-Passagen in den Dolomiten, wo das Drahtseil an irgendeiner Stelle schon zusammengerollt zur Installation bereit lag, aber tja, halt nicht fertig das Ganze. Sagt einem keiner vorher. Ich würde da die Verantwortung nur für mich selbst übernehmen wollen, weiter zu gehen (umkehren nicht immer eine Alternative). Und schon gar nicht für meine Kinder.

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stefan.albrecht@virgilio. 04.06.2018, 08:26
2. Immer gleich und unvollständig

Die Tipps sind imer die gleichen: "nicht langweilen, langsam heranführen, blablabla". Aber eine wichtige Tatsache wird auch hier nicht genannt. Kinder müssen zwischendurch oft essen, aber nicht, weil sie es so schön finden zu essen, sondern weil ihr Körper noch nicht in der Lage ist, Vorräte in der Leber bereitzuhalten. Ihnen kann deshalb von einer Minute auf die andere ein Hungerast passieren, der eine echte Physische und auch Psychische Krise auslösen kann, weil Muskeln und Gehirn der Stoff, Zucker, ausgeht. Die Leber entwickelt sich erst in der Pubertät zu einem effektiven Speicher. Deshalb: Pausen machen, essen und trinken, bevor das Kind eine Krise kriegt.

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gatoalforno 04.06.2018, 11:59
3. Besonders kleine Kinder

sind ein echtes Problem an den meist leichten bis mittelschweren Klettersteigen, weil sie zwangsläufig zum Stau führen und damit die nachsteigenden in Gefahr bringen. Nicht selten habe ich Kinder auch schon blockiert am Fels erlebt, die nicht mehr vor und zurück kamen. Klettersteige sind zu einem Massen-Gaudi verkommen. Am sichersten sind Klettersteige mit mehreren 100m Zustieg. Dazu sind die meisten zu faul!

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Shelly 04.06.2018, 12:19
4. Ich weiß nur eins

dass ich mir als Kind geschworen habe, wenn ich mal selbst über mich bestimmen darf, gehe ich freiwillig nie mehr wieder einen Berg hoch - und ich hab den Schwur gehalten.

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freeride4ever 04.06.2018, 12:22
5.

Zitat von gatoalforno
sind ein echtes Problem an den meist leichten bis mittelschweren Klettersteigen, weil sie zwangsläufig zum Stau führen und damit die nachsteigenden in Gefahr bringen. Nicht selten habe ich Kinder auch schon blockiert am Fels erlebt, die nicht mehr vor und zurück kamen. Klettersteige sind zu einem Massen-Gaudi verkommen. Am sichersten sind Klettersteige mit mehreren 100m Zustieg. Dazu sind die meisten zu faul!
*hust* Klettersteige sind schon immer eine Massen-Gaudi gewesen und ausschliesslich für Touristen ohne ernsthafte Bergerfahrung. jetzt beschweren sich halt diejenigen die nichts können über die die noch weniger können. So ist der Lauf der Zeit. Baut doch einfach diese hässlichen Dinger wieder ab, nehmt ein Seil und mobiles Sicherungsgerät und erlebt den Berg wie er wirklich ist. Wild und schön!

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fvaderno 04.06.2018, 12:29
6. Die Qualifikation der Interviewpartnerin Nötzold ...

ist dem Artikel zufolge ihre Anstellung beim Alpenverein. Leider erfahren wir nicht mehr. Vielleicht wurde sie dort wegen ihrer Ausbildung als Pädagogin ausgewählt, vielleicht hat sie sogar eine bergsteigerische Qualifikation als Bergführer. Es wäre schön, wenn man darüber in der kurzen Vitae auch lesen könnte.

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neutron76 04.06.2018, 13:19
7. Wünsche und Bedürfnisse der Kinder

Als Außenstehender hat man oft den Eindruck, dass bei solchen Dialogen Kinder überfordert sind.
Solange alles Standard ist, ist ein Klettersteig kein Problem, aber was ist, wenn man mit einer Situation außerhalb der Norm konfrontiert wird? Das passiert im Gebirge häufiger. Kinder sind sicher nicht aus Zucker, aber ich halte es für falsch mit Artikeln wie diesem auch noch andere Eltern zu ermutigen.

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upalatus 04.06.2018, 14:08
8.

Wenn die Kinder das Kraxeln im Kirschbaum können und sich auch sonst nicht als körperlich ungeschickt zeigen, warum nicht dann auch mal leichte Klettertouren mit Steigerung nach oben. Trotz allem muss man sich dabei ständig den vielfältigen Gefahren bewusst sein; heisst, wie ein Schieshund aufpassen auf den Nachwuchs, Situation etc. . Und das strengt an..... .

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matteo51 04.06.2018, 14:42
9.

Zitat von neutron76
Als Außenstehender hat man oft den Eindruck, dass bei solchen Dialogen Kinder überfordert sind. Solange alles Standard ist, ist ein Klettersteig kein Problem, aber was ist, wenn man mit einer Situation außerhalb der Norm konfrontiert wird? Das passiert im Gebirge häufiger. Kinder sind sicher nicht aus Zucker, aber ich halte es für falsch mit Artikeln wie diesem auch noch andere Eltern zu ermutigen.
das sehe ich genau so. Ich bin oft in den Bergen unterwegs und bekomme oft Situationen mit, in denen (über)ehrgeizige (und dann, wenn geschafft, stolze,) Eltern ihre Kinder überfordern. Die Kinder, wenn sie fit sind, passen sich an, schließlich gibt es Lob, aber gesund finde ich das nicht. Abenteuerspielplätze müssen nicht auf 3000 m Höhe sein oder auch keine C und D-Klettersteige...…..riecht auch irgendwie nach Leistungs-Trimmen...ausserdem: was sollen diese Kinder dann als Erwachsene gehen?

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