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Arktis-Crashkurs in Norwegen: Greenhorn im Zuggeschirr
Jürgen Hohmuth / zeitort.de

Stürme mit drei Meter Sicht, extreme Minusgrade: Wer sich auf eine Arktis-Expedition vorbereitet, findet in Norwegens Hardangervidda ein perfektes Trainingsrevier. Frustrierend ist nur, wenn man als Anfänger mit Spitzensportlern loszieht - und den Schlitten mit Eigenbau-Gurt ziehen muss.

shoper34 25.04.2013, 08:01
1. Frühling

Selbst schuld , Herr Orth ...
Was sollen wir in der Arktis?
Wir sind froh, dass der Frühling endlich da ist ......!

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adigua 25.04.2013, 08:03
2. optional

Na, wenn Ihnen nach einer Tour in der Hardangervidda hauptsächlich die Strapazen und Unannehmlichkeiten in Erinnerung geblieben sind, waren Sie vielleicht mit den falschen Leuten unterwegs. Oder wollten Sie sich hauptsächlich etwas beweisen?
Hardangervidda im Winter ist z.B. absolute Schönheit im Kargen. Da ist nichts, alles weiß, selbst Geräusche sind spärlich - und man ist trotzdem ergriffen oft überwältigt von einer Schönheit, von der man nichtmal weiss wo die eigentlich herkommt.

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rentier75 25.04.2013, 18:21
3. Komisch

... die Mehrheit der Norweger die ich kenne würden lieber "Survival"- Crashkurs auf den Malediven oder "Strandligging with Bardrikking" in Thailand bevorzugen.

Im Winter über die Vidda wird wohl auch nur einer selbstauserlesenen Minderheit vorbehalten bleiben.

Sicher ist das sportlich gesehen Hochleistung, aber "Schön" ist im Allgemeinen etwas anderes. Ich hoffe nur das sich aufgrund dieses Artikels nächstes Jahr kein selbsternannter Surviver auf den Weg macht und das alleine schaffen will. Vor ein paar Jahren sind mehrere Deutsche wenige hundert Meter vor einer rettenden Hütte erfroren.

Viele Menschen würden trotzdem enttäuscht werden, schöne Natur gibt es in Deutschland an jeder Ecke, ob nun eine schneeweisse Nichts-Vidda besser ist, liegt zwar trotzdem im Auge des Betrachters, aber allgemein gültige internationale Regeln sagen das so etwas als "lebensfeindlich" einzustufen ist. Fahren Sie im Hochsommer dahin ist wirklich etwas fürs leben, aber überdimensionierte Schneehaufen kann man sich auch im Photoshop kreieren.

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borgefjell 25.04.2013, 20:11
4. Ueber Ostern...

... sind dort sogar kleine Kinder unterwegs. Mit den Eltern geht es von Huette zu Huette - das Zelten sparen sich die Norweger, dafuer haben sie dann aber auch nur 15 kg auf dem Ruecken ;)

Die Gegend ist auf jeden Fall wunderschoen, sowhl im Herbst, als (bzw. gerade) auch im Winter.

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Hamberliner 25.04.2013, 20:48
5. Sportler ./. Profis

Zitat von sysop
Stürme mit drei Meter Sicht, extreme Minusgrade: Wer sich auf eine Arktis-Expedition vorbereitet, findet in Norwegens Hardangervidda ein perfektes Trainingsrevier. Frustrierend ist nur, wenn man als Anfänger mit Spitzensportlern loszieht - und den Schlitten mit Eigenbau-Gurt ziehen muss.
Nichts gegen diese sportliche Herausforderung. Die Arktis-Profis, die ich kenne, bewegen sich allerdings eher mit Motorschlitten, z.B. einem Eisbrecher vorausfahrend, wobei sie regelmäßig absteigen und mit zwei Mann einen großen motorbetriebenen Eisbohrer anschmeißen, um in dem Loch die Eisdicke zu messen. Immer mit einem Gewehr dabei für den Fall dass der Eisbär kommt. Man hört interessante Geschichten von denen, deren Wahrheitsgehalt man nicht überprüfen kann, z.B. dass es kein Problem sei, auch ein Stück über offenes Wasser zu fahren ohne unterzugehen, wenn man nur ordentlich Vollgas gibt.

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