Forum: Reise
Auf der Suche nach der großen Freiheit: "Man hat nur dieses eine Leben"
Ramona Goldstein/ Knesebeck Verl

Wie muss man leben, um am Ende sagen zu können "Es war großartig"? Für den Abenteurer Mario Goldstein ist die Antwort klar: Frei sein und seinen Sehnsüchten folgen - in der Wildnis Kanadas und Alaskas.

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_gimli_ 10.05.2018, 07:50
1.

Der Typ ist ganz einfach verantwortungslos und egoistisch. Die Kinder haben halt Pech gehabt, woher die Versorgung im Alter kommt ist egal usw. Ich habe ein langes Interview mit ihm gehört. Prädikat: gesellschaftlich wertlos.

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112211 10.05.2018, 07:50
2. Chips

Tja, und viele andere bleiben bei Chips, Bier, Cola & Kippen hängen, glauben, dass der all-inclusive Urlaub ein Segen sei, und unter einer 4**** Unterkunft sowieso nichts zählt. Gut so, sonst wären die wirklich schönen Ziele dieser Erde dicht.

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großwolke 10.05.2018, 08:17
3. Bei sich sein oder das Glück jagen?

Warum wird das Aussteigertum eigentlich immer so zelebriert? Zufriedenheit beginnt damit, zufrieden sein zu WOLLEN. Das Schöne in dem zu sehen was man jeden Tag hat. Mein Leben zum Beispiel ist wirklich nicht besonders spektakulär: normaler Job, normales Gehalt, normale Wohnung in spießigem Schlafdorf. Aber ein Blick in die Nachrichten reicht aus um zu erkennen, wie fantastisch es ist, jeden Tag einfach nur dieses Langweiler-Leben zu leben. Kein Hunger, keine echten Sorgen, jedenfalls nicht von der lebensbedrohlichen Sorte. Leben in einem Land, in dem Wasser einfach vom Himmel fällt und man die Natur aktiv bekämpfen muss, damit sie nicht in zwei Jahren alles komplett überwuchert, anstatt Angst haben zu müssen, dass die einzige Ziege die Dürrezeit nicht übersteht. Leben in einer Zeit, in der Nahrung für die ganze Woche in einer Stunde aus dem Supermarkt in den Kühlschrank geschafft ist, in der Wäsche waschen bedeutet, ein paar Knöpfe zu drücken und dann zwei Stunden lang einfach nur zu warten darauf, dass es passiert ist. Die Übersättigung lässt viele gar nicht mehr sehen, wie fantastisch, wie nahezu unglaublich dieses satte, bequeme Leben eigentlich ist. Und so jagen sie den Kick am anderen Ende der Welt, bringen sich in Lebensgefahr für ein "freies" Leben, das sofort endet, wenn das Geld alle ist. Ich singe lieber ein Loblied auf das Mittelmaß. Weil das nämlich, historisch wie global, alles andere als mittelmäßig ist, sondern geradezu prächtig.

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Pelao 10.05.2018, 08:20
4. Es gibt die große Freiheit nicht ...

... egal wohin Du auch hinfährst. ... Du selbst begleitest Dich ... wo Du auch bist ... die Enge in den Städten ist ein schützender Kokon vor Dir selber ... ich selbst war für meine Diss einmal 14 Tage allein in den Weiten Patagoniens ... nur ich, ein Pickup, ein Transistorradio und ein junger Hund ... ich bin dankbar für den Hund und die Deutsche Welle, die ich damal über Kurzwelle Nacht für Nacht und Morgen für Morgen empfangen konnte ... die Freiheit fand ich nicht ... weil ich selbst zwischen mir und der Freiheit stand ... und die einzigen Freunde die ich zwischen mir und meiner selbst hatte, waren mein Hund und die Deutsche Welle ... ¿was lernen wir daraus? ... die Freiheit wartet auf Dich nicht in irgendeinem Winkel der Welt ... wenn Du sie nicht selbt in Dir hast ... und wenn, dannn hast Du sie ... egal wo Du Dich gerade befindest ... (dies ist eine wahre Geschichte und fand statt zu Zeit des Golfkrieges im Januar 1991).

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huz6789 10.05.2018, 08:23
5. Winter

Nordkanada bedeutet einen laaaangen, sehr, sehr harten und sehr dunklen Winter. Bücher, Fotos und Beiträge zeigen fast immer nur die Sommersonnenseite. Wie geht es den Aussteigern in dieser Zeit ? Oder wird diese Zeit urlaubhaft ausgelassen, damit alle geschmeidig und unrealistisch weiterträumen dürfen ?

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Flying Rain 10.05.2018, 08:39
6. Naja

Man muss wohl aber auch erst Unternehmer werden um für so viele Jahre einfach auszusteigen und zu reisen..... aber alles in allem wünsche ich ihm viel Glück und Gesundheit auf seinen Reisen!

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ackermart 10.05.2018, 08:50
7. Gegen den protestierenden Geist von Trauernden...

im eben sagen - "er (, sie oder explizit das Menschenkind) hatte doch nur ein Leben" - setzte man den Trost entgegen: Das (im Sinne von dessen...) Leben geht weiter, im Neben vorerst dann eben para dieser Welt! Seltsamer "Weise", nur nicht so weise, hat sich beides in Redensart erhalten. Also "man lebe ja nur einmal" und "das Leben geht weiter" sagend, nur eben nicht letzteres im Sinne eines Widersprechens ersterer Aussage. Dafür aber im Widerspruch zu echtem Mitleid mit dem nur von sich - im Leib - Gegangenen EX SITU im Alias von"EXITUS".

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upalatus 10.05.2018, 09:04
8. Es gibt einen Königsweg?

Es macht doch jeder exakt das, was er bereit ist zu tun oder was er als Erfüllung, Interessant oder gar Sinnhaftigkeit meint tun zu müssen.So hockt der eine Kollege neun Stunden nur rum in der gutbezahlten Arbeitsstelle und lebt sich in den real-life-Sequenzen dazwischen hemmungslos als am Fischgewässer noch stiller rumhockender Fischersmann aus, und der andere next door macht eigenknochenbrechende Freizeitaktivitäten, hungert nach körperlicher und mentaler Bewegung, und ist nach 127 Minuten Leerlauf auf Arbeit dem Langeweiletod nahe.

Sich dabei vorm großen und wohl von vielen gefürchteten finalen Abschlussrapport (da ohne Nachbesserungsklausel) gegenüber sich selber (oder vielleicht gibts ja doch eine Institution, die einem Versäumnisse/schlichte Faulheit unter die Nase reibt...) zu fürchten, bringt für keinen zu Lebzeiten was. Die Erkenntnis 'Ich hab mich halt exakt so entschieden' reicht doch.

Ich geh jetzt feiertagskuchenvoll 'Schätze' suchen.

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Orthoklas 10.05.2018, 09:04
9. Wow

Ich finde es unglaublich mutig, in dieser durchorganisierten Welt, eine solche Reise zu wagen. Fantastische Bilder! Absolut genial - und beneidenswert!

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