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Ausfälle am Flughafen Frankfurt: Computerpanne behindert Flugverkehr
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Mehr als acht Stunden ist das IT-System des Flughafenbetreibers Fraport am Frankfurter Flughafen ausgefallen. Dutzende Flüge wurden gestrichen, das Personal musste per Funk und Telefon koordiniert werden.

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j.vantast 16.05.2018, 17:58
1. Die Geister die ich rief

In Frankfurt fallen die Computer aus, das O²-Netz steigt fast einen ganzen Tag aus und in Brandenburg und Lübeck Stromausfälle. Wir sollten uns immer bewusst sein dass die ganzen Systeme mal ausfallen können. Mal wegen Systemfehlern, mal wegen Stromausfällen. Heute hängt (fast) alles vernetzt zusammen. Das ist komfortabel solange es funktioniert, aber wenn nicht......

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gersois 16.05.2018, 18:20
2. Kosten sparen?

Redundante Auslegung zentraler IT-Systeme sowie gespiegelte Datenbestände und -banken sollten doch seit langem eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso unterbrechungsfreie Stromversorgung. Oder muss heute wieder alles billig sein? Es wird ja schon nichts passieren! Murphy's law gilt immer noch.

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uhrentoaster 16.05.2018, 18:33
3. Ruhe

"Mehr als acht Stunden ist das IT-System des Flughafenbetreibers Fraport am Frankfurter Flughafen ausgefallen."
Das war möglicherweise angenehm für die Leute, die vom Fluglärm betroffen sind. Wenn schon kein Vulkan für Ausfälle sorgt, dann wenigstens eine Computerpanne.

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peterka60 16.05.2018, 18:59
4. Glauben Sie wirklich

Zitat von gersois
Redundante Auslegung zentraler IT-Systeme sowie gespiegelte Datenbestände und -banken sollten doch seit langem eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso unterbrechungsfreie Stromversorgung. Oder muss heute wieder alles billig sein? Es wird ja schon nichts passieren! Murphy's law gilt immer noch.
Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes Willen haben Sie Ihr "Fachwissen" her?
Und dass solche Systeme auch einmal ausfallen können, ist für Fachleute völlig normal, auch wenn 8 Stunden ein bisschen lang sein mögen. Ueberlegen Sie einmal, wie viele Flüge schon ausgefallen sind wegen Schnee, Unwetter und anderen Geschehnissen.

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gersois 16.05.2018, 19:56
5.

Zitat von peterka60
Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes Willen haben Sie Ihr "Fachwissen" her? Und dass solche Systeme auch einmal ausfallen können, ist für Fachleute völlig normal, auch wenn 8 Stunden ein bisschen lang sein mögen. Ueberlegen Sie einmal, wie viele Flüge schon ausgefallen sind wegen Schnee, Unwetter und anderen Geschehnissen.
Woher haben Sie denn Ihr Fachwissen, dass das völlig normal sein soll? Von PCs? Eine wichtige Datenbank darf nicht ausfallen. Daran haben wir schon vor 20 Jahren erfolgreich gearbeitet!

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ghdstz 16.05.2018, 20:05
6. Leider "normal", aber das müßte nicht so sein ...

Zitat von peterka60
Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes Willen haben Sie Ihr "Fachwissen" her? Und dass solche Systeme auch einmal ausfallen können, ist für Fachleute völlig normal, auch wenn 8 Stunden ein bisschen lang sein mögen.
Der Forist Peterka60 hat sicher recht, aus ihrer (derzeitigen) Sicht haben die IT - Verantwortlichen von Fraport sicher alles unternommen, was mit dem heutzutage so üblichen IT-Einheitbrei machbar ist. Dieser basiert aber auf billiger PC-Technologie die mittlerweile ins Übermaß aufgeblasen und hoffnungslos verkompliziert wurde, als Beispiel nur die Stichworte Virtualisierung und Cloud Computing. Dieser Einheitsbrei ist durchaus "gut genug" für eher unkritische Massenanwendungen a la Facebook, kann aber auf Grund zu hoher Komplexität nicht jene Zuverlässigkeit bieten die für kritische Systeme eigentlich erforderlich ist. Die Folge: Man enpfindet es als "ganz normal" dass wichtige Anwendungen ausfallen können oder häufiger noch, wegen Überlastung unakzeptables Antwortverhaltung zu Tage legen.

Das muss aber nicht sein, denn es gibt neben dem Einheitsbrei auch andere Systeme die teilweise sogar selbstheilend (fehlertolerant) sind und vor allem wesentlich deterministischeres und damit zuverlässigeres Betriebsverhalten bieten. Diese Systeme sind wesentlich weniger komplex und damit deutlich zuverlässiger und dazu auch noch einfacher und damit kostengünstiger zu betreiben. Das Antwortzeitverhalten solcher Systeme ist darüber hinaus auch wesentlich besser vorhersagbar. Dummerweise wissen aber vor allem jüngere IT-Experten nur noch in den seltensten Fällen von der Existenz solcher zuverlässigen Systeme - die übrigens vor etlichen Jahren bei Fraport noch für genau diese Appliation im Einsatz waren. Derartige stundenlange Ausfälle gab es damals nicht ... (;-))

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ghdstz 16.05.2018, 20:17
7. Was ist "normal" ?

Zitat von peterka60
Denken Sie wirklich, dass die IT-Systeme im Fraport nicht redundant und die Datenbestände nicht gespiegelt sind und keine Notstromversorgung vorhanden ist? Ein bisschen gar weltfremd ist das für mich schon. Von wo um Gottes Willen haben Sie Ihr "Fachwissen" her? Und dass solche Systeme auch einmal ausfallen können, ist für Fachleute völlig normal, auch wenn 8 Stunden ein bisschen lang sein mögen.
Der Forist Peterka60 hat sicher recht, aus ihrer (derzeitigen) Sicht haben die IT - Verantwortlichen von Fraport sicher alles unternommen, was mit dem heutzutage so üblichen IT-Einheitsbrei machbar ist. Dieser basiert aber auf billiger PC-Technologie die mittlerweile ins Übermaß aufgeblasen und hoffnungslos verkompliziert wurde, als Beispiel nur die Stichworte Virtualisierung und Cloud Computing. Dieser Einheitsbrei ist durchaus "gut genug" für eher unkritische Massenanwendungen a la Facebook, kann aber auf Grund zu hoher Komplexität nicht jene Zuverlässigkeit bieten die für kritische Systeme eigentlich erforderlich ist. Die Folge: Man empfindet es mittlerweile als "ganz normal" dass wichtige Anwendungen ausfallen können oder häufiger noch, wegen Überlastung unakzeptables Antwortverhaltung zu Tage legen.

Das muss aber nicht sein, denn es gibt neben dem Einheitsbrei auch andere Systeme die teilweise sogar selbstheilend (fehlertolerant) sind und vor allem wesentlich deterministischeres und damit zuverlässigeres Betriebsverhalten bieten. Diese Systeme sind wesentlich weniger komplex und damit deutlich zuverlässiger und dazu auch noch einfacher und damit kostengünstiger zu betreiben. Das Antwortzeitverhalten solcher Systeme ist darüber hinaus auch wesentlich besser vorhersagbar. Dummerweise wissen aber vor allem jüngere IT-Experten nur noch in den seltensten Fällen von der Existenz solcher zuverlässigen Systeme - die übrigens vor etlichen Jahren bei Fraport noch für genau diese Applikation im Einsatz waren. Derartige stundenlange Ausfälle gab es damals nicht ... (;-))

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A. Merkel 16.05.2018, 21:12
8. Korruption bei Fraport und der Lufthansa

Die Meldung überrascht mich überhaupt nicht. Hier in Frankfurt sind sowohl die Lufthansa als auch Fraport "in der Szene" bekannt für Korruption. Gerade im IT Bereich beider Unternehmen werden Leistung "outgesourct" an obskure Firmen, die enorme Schmiergelder (sog. "kickbacks") an Angestellter beider Firmen zahlen, die dort die Aufträge vergeben. Häufig sitzen in den IT-Firmen ehemalige Angestellte aus dem IT-Bereich der Lufthansa, die gute Kontakte zu ihren ehemaligen Chefs und Kollegen halten. Entsprechend schlecht sind die IT-Leistungen.

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sikasuu 16.05.2018, 22:26
9. Nur die die OBEN mit drin sitzen, verstehen so was noch:-)

Zitat von ghdstz
Das muss aber nicht sein, denn es gibt neben dem Einheitsbrei auch andere Systeme die teilweise sogar selbstheilend (fehlertolerant) sind und vor allem wesentlich deterministischeres und damit zuverlässigeres Betriebsverhalten bieten. Diese Systeme sind wesentlich weniger komplex und damit deutlich zuverlässiger und dazu auch noch einfacher und damit kostengünstiger zu betreiben. Das Antwortzeitverhalten solcher Systeme ist darüber hinaus auch wesentlich besser vorhersagbar. Dummerweise wissen aber vor allem jüngere IT-Experten nur noch in den seltensten Fällen von der Existenz solcher zuverlässigen Systeme - die übrigens vor etlichen Jahren bei Fraport noch für genau diese Appliation im Einsatz waren. Derartige stundenlange Ausfälle gab es damals nicht ... (;-))
Am Boden sind Optik & Controller die beherrschenden Faktoren.
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Occam's Razor und die Ableitungen daraus, sind gerade in der IT schon lange vergessen & wenn man bei den Bodensystemen die gleichen Anforderungen wie > Flughöhe Null stellen würde, ging das auch sehr gut mit viel besserer Ausfalsicherheit.
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Doch leider ist der "Kostenrahmen" allein selig machende Prämisse. Da kann man schon mal einen 8-n Std Ausfall "finanziell" besser weg stecken als ein System, das deinen Anforderungen nahe kommt:-(
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Das selbe gilt mMn auch für Schnee/Enteisung usw. da wird auf 90% "gepockert" weil 95-98 % viel zu teuer wird und nur alle Jahre wieder mal ein paar Tage vorkommen kann!
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IT im Mobilitätsbereich kann&darf nicht an den in der an stationäre unkritsiche IT üblichen Sicherheitsanforderungen gemessen werden, aber wenn man das tut/tun würde, ist das Geschäft "zu teuer" (FRA) oder einige "feuchte Träume" z.B. im PKW Segment nicht mehr rentabel:-((

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