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Bahn-Konkurrenz RDC: Neuer Sylt-Autozug nimmt Betrieb auf
DPA

Monatelang war der Start verschoben worden: Jetzt hat der Bahn-Konkurrent RDC seinen ersten regulären Autozug über den Hindenburgdamm nach Sylt geschickt. Er soll bald 14-mal täglich pendeln.

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ace.of.spades 18.10.2016, 19:03
1. Fragen!

Die deutsche Bahn überlässt den Großteil der Sylt-Verbindungen sowie alle Nachtverbindungen und Autoreisezugangebote anderen Gesellschaften, weil die Angebote angeblich nicht rentabel sein sollen.

Diese anderen Bahngesellschaften nehmen diese Angebote aber auf und erweitern diese sogar. Neben einem sicherlich garantiert besseren Service bezahlen diese aber zusätzlich auch für die Benutzung der Trassen. Diese Bahngesellschaften tun das alles ja nicht aus karitativen Gründen, sondern werden damit Geld verdienen. Es rechnet sich also!

Warum funktioniert das dann bei der DB nicht? Liegt es also daran, daß das gesamte Management der DB tatsächlich völlig inkompetent ist? Oder liegt es an den Vorgaben des Staates, der Hauptaktionär ist und vertreten wird von einem notorisch vollkommen inkompetenten Verkehrsminister? Oder beides?

Kann mir mal jemand die Widersprüche erklären?

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Stäffelesrutscher 18.10.2016, 23:02
2.

Fragen Sie Herrn Pofalla. Der wird dafür bezahlt.

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pepe-b 19.10.2016, 07:13
3. @ace.of.spades

Fragen Sie doch mal ganz unideologisch und nicht reflexhaft nicht nach dem Management. Oder glauben Sie das Management bei Privatunternehmen ist wirklich besser? Fragen Sie doch auch mal nach der Historie der DB und welchen Ballast sie rumschleppen muss - genau wie Post, Telekom usw. Fragen Sie mal, zu welchen Konditionen Mitarbeiter bei der DB und bei der RDC arbeiten. Fragen Sie, wieviele Beamte die DB noch versorgen muss und wieviele die Konkurrenz. Ich weiß gar nicht, wo ich aufhören soll...

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nolabel 19.10.2016, 09:48
4. Es war einmal

eine traumschöne Insel... Für Sylt wären nicht neue sondern weniger Autozüge gut. Ich habe seit langen Jahren das Interesse am "größten Parkplatz Deutschlands" aufgegeben.

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Robert_Rostock 20.10.2016, 14:40
5.

Zitat von ace.of.spades
Die deutsche Bahn überlässt den Großteil der Sylt-Verbindungen sowie alle Nachtverbindungen und Autoreisezugangebote anderen Gesellschaften, weil die Angebote angeblich nicht rentabel sein sollen. Diese anderen Bahngesellschaften nehmen diese Angebote aber auf und erweitern diese sogar. Neben einem sicherlich garantiert besseren Service bezahlen diese aber zusätzlich auch für die Benutzung der Trassen. Diese Bahngesellschaften tun das alles ja nicht aus karitativen Gründen, sondern werden damit Geld verdienen. Es rechnet sich also! Warum funktioniert das dann bei der DB nicht? Liegt es also daran, daß das gesamte Management der DB tatsächlich völlig inkompetent ist? Oder liegt es an den Vorgaben des Staates, der Hauptaktionär ist und vertreten wird von einem notorisch vollkommen inkompetenten Verkehrsminister? Oder beides? Kann mir mal jemand die Widersprüche erklären?
Da geht meiner Meinung nach einiges durcheinander.

Ich weiß nicht, welche Sylt-Verbindungen Sie konkret meinen, welche die Bahn anderen Gesellschaften überlässt. Falls Sie die Regionalzüge meinen, die momentan von der NOB gefahren werden:
Diese Leistungen wurden, wie alle Nahverkehrszüge, vom Bundesland bestellt und ausgeschrieben. Und bei dieser Ausschreibung hat sich die NOB durchgesetzt. Die Deutsche Bahn hätte die Züge sicher gern weiter selber betrieben.

Selbstverständlich bezahlen auch die Züge der DB Trassengebühren.

Wo ich Ihnen Recht gebe, was ich auch nicht verstehe, ist die Frage der Nachtzüge. Da scheint bei der DB wirklich Desinteresse vorzuherrschen, es gibt auch begründete Meinungen, dass die Rentabilität der Nachtzüge künstlich schlechtgerechnet wurde.

Man darf aber nicht vergessen, dass die Nachtzüge von der Österreichischen Bundesbahn, also einem Staatsunternehmen, übernommen wurden.

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dickebank 20.10.2016, 15:33
6. öbb

Zitat von Robert_Rostock
Da geht meiner Meinung nach einiges durcheinander. Ich weiß nicht, welche Sylt-Verbindungen Sie konkret meinen, welche die Bahn anderen Gesellschaften überlässt. Falls Sie die Regionalzüge meinen, die momentan von der NOB gefahren werden: Diese Leistungen wurden, wie alle Nahverkehrszüge, vom Bundesland bestellt und ausgeschrieben. Und bei dieser Ausschreibung hat sich die NOB durchgesetzt. Die Deutsche Bahn hätte die Züge sicher gern weiter selber betrieben. Selbstverständlich bezahlen auch die Züge der DB Trassengebühren. Wo ich Ihnen Recht gebe, was ich auch nicht verstehe, ist die Frage der Nachtzüge. Da scheint bei der DB wirklich Desinteresse vorzuherrschen, es gibt auch begründete Meinungen, dass die Rentabilität der Nachtzüge künstlich schlechtgerechnet wurde. Man darf aber nicht vergessen, dass die Nachtzüge von der Österreichischen Bundesbahn, also einem Staatsunternehmen, übernommen wurden.
Gibt es in Österreich ernstzunehmende Konkurrenz im Güterverkehr speziell bei Massengütern außer auf der Donau ernstzunehmende Konkurrenz zur Bahn durch Binnenschiffe? Stellt das vorhandene Fernstraßennetz in Österreich eine echte Alternative zum Schienennetz beim Güterverkehr per LKW dar?

In Deutschland hat die DB AG sowohl im Güter- als auch im Personenfernverkehr zu viele leistungsstarke Konkurrenten. Neben dem Schienennetz gibt es für Massengüter ein gut ausgebautes Wasserstraßennetz.
Im Fernverkehr konkurriert die Bahn mit innerdeutschen Flug- und Busverbindungen.
Und die Cachcow jeder Bahnorganisation - der schienengebundene Nahverkehr - liegt nicht in der Hand der DB AG als bundeseigenem Unternehmen sondern ist aus politischem Kalkül in die Hände der Länder gelegt, die ihre Streckennetze ausschreiben. Dabei sind die meisten Bahnkonkurrenten Töchter ausländischer Staatsbahnen, die ein Stück vom Verkehraufkommen in Deutschland abheben möchten, da hierzulande mehr Menschen tagtäglich transportiert werden als im Gesamten Zugbetrieb der jeweiligen Heimatländer.

Dass die DB AG Zuschussgeschäfte wie den Betrieb der Autoreise- und Nachtzüge mit Schlafwagen eingestellt hat, ist nicht verwunderlich und aus Sicht des Steuerzahlers folgerichtig.
Die ÖBB kann auch anders als die DB AG die Zahl der Haltepunkte für die Nachtzüge stärker begrenzen. Die deutschen Provinzfürsten, die ICE-Haltepunkte wie Wolfsburg, Montabauer und Siegburg für unverzichtbar halten, haben da keine Möglichkeit rein zu grätschen. Wenn so ein Nachtzug in HH startet noch einen Zwischenhalt in H macht und dann das erste Mal wieder in Wels auf österreichischem Boden hält, ist das okay. Blöd für die Nutzer, die erst nach HH oder H reisen müssen, um nach Wien zu kommen. Für den Westen gibt es dann immer noch die Möglichkeit ab D per Nachtzug nach Österreich zu reisen.

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dickebank 20.10.2016, 17:38
7. ???

Zitat von premstar_pill
Ich hoffe das kommt jetzt nicht wie das typische Bahnbashing 'rüber; aber ich frage mich wiklich und ernsthaft wer sich die Fahrt von Hamburg nach Wien in einem Nachtzug antut obwohl man von Hamburg nach Wien in knapp zwei Stunden fliegen kann. Ich verstehe das einfach nicht. Vor allem weil der Nachtzug noch nicht mal biliger ist als der Flug. Was treibt jemanden in einen Nachtzug wenn man die selbe Strecke bequem mit dem Flugzeug fliegen kann und der Flug sogar noch wesentlich günstiger ist? Wenn man geschickt bucht ist soger der Flug plus eine Hotelübernachtung zum Preis einer Nachtzugfahrt drin. Und das jemand ernsthaft lieber in einem fahrenden Zug schläft als in einem Hotelbett kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.
Ich weiß das auch nicht; aber es gibt doch genügend, die rumnölen, dass die DB AG das unternehmenseigene Angebot vom Markt genommen hat.

Dasselbe gilt für Autozüge - ans Ziel fliegen und dort ein Auto mieten. Warum also das eigene mitschleppen?

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premstar_pill 20.10.2016, 20:25
8.

Zitat von dickebank
Dasselbe gilt für Autozüge - ans Ziel fliegen und dort ein Auto mieten. Warum also das eigene mitschleppen?
Was daran erstrebenswert sein soll die Nachteile des Autos mit den Nachteilen der Bahn zu verbinden ist mir auch schon immer ein Rätsel.

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dickebank 21.10.2016, 05:47
9. Fliegen?

Zitat von premstar_pill
Was daran erstrebenswert sein soll die Nachteile des Autos mit den Nachteilen der Bahn zu verbinden ist mir auch schon immer ein Rätsel.
Nur wo ist außer bei Langstreckenflügen der Vorteil des Fliegens? In den meisten Fällen ist man länger unterwegs, um zum Flughafen zu kommen und dort einzuchecken, auszuchecken und zum Zielort zu gelangen als man fliegt. Innerdeutsch sehe ich da keinen Vorteil für das Flugzeug gegenüber der Bahn.

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