Forum: Reise
BGH-Urteil: Ersatzflug darf keine große Verspätung bedeuten
DPA

Wenn eine Airline einen ihrer Flüge streicht, muss sie den Passagieren einen Ersatzflug organisieren. Doch wie sehr dürfen die Flugzeiten abweichen? Der Bundesgerichtshof hat eine verbraucherfreundliche Entscheidung gefällt.

theodtiger 10.10.2017, 18:21
1. positives Urteil dank EU Fluggastrechte Verordnung

Diese Urteil ist zu begrüßen. Ohne die EU Fluggastrechte - Verordnung hätte der Kunde hier gar nichts gekriegt. So etwas lässt sich auch nur supranational regeln, denn kein einzelnes Land allein würde dieses - mit Rücksicht auf die heimischen Fluggesellschaften - so verbraucherfreundlich regeln.

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george2013 10.10.2017, 18:22
2. Ohne juristische Hilfe wird auch das nichts

Die meisten Fuggesellschaften werden - selbst auf Einschreibebriefe - in solchen Fällen weiterhin nicht reagieren. Das ist Standard. Und deshalb wird auch künftig auf Kundenseite ein langer Atem notwendig sein. Airberlin beispielsweise - ruhe in Frieden - hatte mir einst in Berlin-Tegel bei einer dreieinhalbstündigen Verspätung mitgeteilt, das vorgesehene Flugzeug habe wegen "lang anhaltender Gewitter in Stuttgart" dort nicht in Richtung Berlin abheben können. Stuttgart hatte am betreffenden Tag dauerhaft blauen Himmel.

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sir wilfried 10.10.2017, 22:04
3. Eine Hintertür groß wie ein Scheunentor

Nur in den wenigsten Fällen greifen die so hochgelobten Fluggastrechte. Kann sich nämlich die Fluggesellschaft auf außergewöhnliche Umstände berufen, hat der Fluggast Pech. Außergewöhnliche Umstände können Streik, Schlechtes Wetter, unerwartete technische Probleme, kurzum fast alles sein, was zu Flugausfällen führt.
Da hat die entsprechende Lobby wohl wieder mal gute Gesetzestexte (und vermutlich die dicken Umschläge mit den wichtigen Unterlagen) geliefert.

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kalim.karemi 10.10.2017, 23:18
4.

Zitat von sir wilfried
Nur in den wenigsten Fällen greifen die so hochgelobten Fluggastrechte. Kann sich nämlich die Fluggesellschaft auf außergewöhnliche Umstände berufen, hat der Fluggast Pech. Außergewöhnliche Umstände können Streik, Schlechtes Wetter, unerwartete technische Probleme, kurzum fast alles sein, was zu Flugausfällen führt. Da hat die entsprechende Lobby wohl wieder mal gute Gesetzestexte (und vermutlich die dicken Umschläge mit den wichtigen Unterlagen) geliefert.
Ein Flugausfall wegen Sturm wie am vergangenen Donnerstag kann man sich schlecht ausdenken und liegt nicht im Ermessen einer Fluggesellschaft. In diesem Fall bekommen Sie Hotelzimmer. Essengutschein und einen Flug am folgenden Tag. Geht der Flieger kaputt und es wird in angemessener Zeit kein Ersatz zur Verfügung gestellt, liegt das an der Unfähigkeit der Fluggesellschaft, in dem Fall gibt es zu obigem noch 300€ und zwar recht problemlos und ohne Anwalt. Bei schlechtem Wetter auch noch eine Entschädigung zu verlangen, ist schon dreist.

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larry_lustig 11.10.2017, 07:44
5.

Zitat von kalim.karemi
. Geht der Flieger kaputt und es wird in angemessener Zeit kein Ersatz zur Verfügung gestellt, liegt das an der Unfähigkeit der Fluggesellschaft, in dem Fall gibt es zu obigem noch 300€ und zwar recht problemlos und ohne Anwalt. Bei schlechtem Wetter auch noch eine Entschädigung zu verlangen, ist schon dreist.
Ohne Anwalt?
Sicher nicht......und schon gar nicht immer....

Es gibt Airlines die zahlen erst dann, wenn der Gerichtsvollzieher kurz davor ist einen Flieger zu pfänden....(z.B. Bulgaria Air in Wien)

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fatherted98 11.10.2017, 07:46
6. Gut zu wissen...

...fliege Anfang nächstes Jahr mit Air China...die sind dafür bekannt mal eben so Flüge zu streichen....mal sehen was passiert und was man im Ernstfall "rausholen kann".

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midnightswim 11.10.2017, 11:04
7. Ohne Anwalt? Schon!

Es geht ohne Anwalt. Bei meinen drei Fällen war das sicherlich nicht problemlos, aber es kommt erstens auf die Fluggesellschaft an (bei ryanair und Konsorten geht das nicht) und zweitens auf die Hartnäckigkeit. Dann geht das.

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susybntp11-spiegel 11.10.2017, 13:49
8. Habe ich...

...schon vor 8 Jahren bei KLM erstritten, 10 Stündige Verspätung von Lima nach Köln/Bonn. Wenn man alles hinnimmt wie es ist, braucht sich auch keiner beschweren. Wenn man aber stinkesauer ist und mal ein wenig und inrtelligent googelt, bekommt das was man sucht und pro Nase 600 Euro zurück, so geht das.

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