Forum: Reise
BGH-Urteil: Reiseveranstalter dürfen mehr als 20 Prozent Anzahlung verlangen
DPA

Wer eine Pauschalreise bucht, muss mit üppigen Vorauszahlungen rechnen. Der Bundesgerichtshof hat Reiseveranstaltern erleichtert, hohe Anzahlungen für Pauschalreisen zu verlangen.

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sven2016 25.07.2017, 17:46
1.

Weshalb sind diese hohen Vorauszahlungen der Reisevermittler an die ausführenden Partner plötzlich üblich?

Jahrzehntelang scheint das anders gewesen zu sein oder irre ich?

Bin gespannt, ob man den Sicherungsschein auf die Vorauszahlung erhält oder ob damit ein Teil desVertragsrisikos wieder an den Kunden zurückgegeben wird. - Hotel pleite, Anzahlung zum Teil weg?

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toll_er 25.07.2017, 18:05
2. verbraucherunfreundlich

Die letzen Rechtsprechungen sind erschreckend verbraucherunfreundlich. Bis zu 40% Vorauszahlung sind ein Hammer. Die Reiseveranstalter sind dermaßen gut mit Ausfallversicherungen ausgestattet, dass eine derart hohe Anzahlung ein Hohn ist. Und auch noch das SMS-Urteil... Banken dürfen 10 Cent pro TAN-SMS berechnen!! Und die lächerliche Einschränkung: Nur, wenn die auch benutzt wird... das ist schon Satire pur. Ziehen wir uns mal in Zukunft warm an als Verbraucher.

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d.Rentier 25.07.2017, 18:09
3.

Seit wann bekommen Reisebüros die Provisionen vor dem Antritt der Reise des Kunden?
Üblich ist doch, das die Provisionen vom Veranstalter erst nach dem Reiseantitt des Kunden gezahlt wird.

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wolke:sieben 25.07.2017, 19:36
4. Wenn ich eine Reise

......machen will ist mir die Höhe der Anzahlung egal!

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meine_foren 25.07.2017, 19:58
5.

Zitat von wolke:sieben
......machen will ist mir die Höhe der Anzahlung egal!
Mir auch, aber es gibt bestimt Kunden, die sich die Restsumme der Reise erst noch nach der Buchung ansparen müssen. Ich kaufe/buche nur etwas, was ich mir auch sofort leisten kann. :-)

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Subco1979 25.07.2017, 21:09
6. Etwas naiv

wie einige frühe Poster hier geschrieben habwen: "Mir ist die Höhe der Anzahlung egal". Vermutlich haben diese Personen meine Erfahrungen noch nicht gemacht. Und das sind folgende: 1.) Sobald der Kunde alles oder fast alles gezahlt hat, ist er vor allem eines: Ein nicht (mehr) zahlender Kunde. Sondern Bittsteller, der darum bittet, die bereits bezahlte Leistung auch noch irgendwie irgendwann zu erhalten. Der Kunde ist nicht mehr König - spätenstens mit Begleichung der Rechnung. 2.) Wenn irgendetwas passiert (Naturkatastrophe, Pleite eines Partners, Sub-Sub-Co-Unternehmers oder auch des Hauptgeschäftspartners), ist das Geld vor allem weg. Ob es überhaupt Reste nach Rechtsprechung zurück geben kann, hängt vom Einzelfall ab. Vorher klar ist: Man muss den Anwalt bezahlen, der das Recht einklagen soll und man muss Glück haben, dass die Anwaltskosten nicht höher sind als die Rückzahlung bzw. Teil(!)-Rückzahlung. Mit Gerichtsgebühren etc. pp. geht das schnell. Ich habe meine teure Lektion gelernt.

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50674_köln 26.07.2017, 01:35
7. finde ich gut.

Nicht für die großen wie TUI und ALDI, aber für die kleinen feinen Reiseveranstalter.
Der Urlaub fängt ja schon mit der Vorfreude an. Viele haben eine Reise reserviert, freuen sich, bereiten sich vor und dann, nach Monaten, kurz vor der Reise, gibts Migräne, privaten oder beruflichen Stress oder schlechtes Wetter und die Reise wird kurzfristig storniert. Ohne Rücksicht darauf, dass die Plätze reserviert und für den Kunden freigehalten wurden. Das kommt viel zu oft vor, gerade mit dem lapidaren Spruch: die Reiseveranstalter sind ja gut versichert.

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Creedo! 26.07.2017, 08:24
8.

Wen eine hohe Anzahlung stört, sollte halt bei einem Veranstalter buchen, der nur eine kleine oder gar keine Anzahlung verlangt. Oder man bucht seinen Urlaub gleich komplett individuell. Das macht zwar mehr Mühe, spart dafür aber oft Geld.

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rocketsquirrel 26.07.2017, 08:29
9. Stornokosten

...umd genau für diesen Fall werden zum Teil horrende Stornokosten fällig, wenn kurzfristig storniert wird.
Was hier nicht so klar hervorgeht ist, dass üblicherweise nach wie vor 20 % zu zahlen sind. Darüber hinaus ist bei nun bei maximal 40 % Prozent Schluss und das nur nach guter Begründung. Teilweise waren vorher noch mehr üblich.
Etwas schade finde ich, dass die Rechtssprechung dies nur auf Pauschalreisen anwendet und damit die Rechtssprechung zur Flugkosten noch einmal bestätigt hat, dass diese bei Buchung vollständig beglichen werden müssen anstatt zunächst eine Anzahlung zu erheben.

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