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Cornwall-Bilder von Joakim Eskildsen: "Ich liebe schlechtes Wetter"
Joakim Eskildsen/ mare

Dem Fotografen Joakim Eskildsen sind melancholische Impressionen von Cornwall gelungen. Klischees der englischen Region zeigt er nicht, auch den Touristenansturm blendet er aus.

rainer60 16.11.2018, 16:07
1. vorsicht

bitte nicht soviel von cornwall schwärmenl. ich finde das schon mehr als genug deutsche touristen auf den spuren pilcher da rumdackeln.
in st.ives hört man im sommer alle deutschen dialekte .

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Sportzigarette 16.11.2018, 16:50
2.

Zitat von rainer60
bitte nicht soviel von cornwall schwärmenl. ich finde das schon mehr als genug deutsche touristen auf den spuren pilcher da rumdackeln. in st.ives hört man im sommer alle deutschen dialekte .
Doch, kann man, muß man, weil es wunderschön dort ist. Und auch ich mag die grauen, windigen Tage am liebsten, aber Cornwall und auch die angrenzenden Grafschaften sind bei jedem Wetter ein Genuss. Die vielen Touristen stören natürlich aber da ich dort auch einer bin, will ich mich nicht beklagen.

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Papazaca 16.11.2018, 21:09
3. Zu mir sagen die Fotos: Fahr ja nicht hin!

Wenn ich die Fotos sehe, denke ich, der Fotograf will mich offensichtlich davon abhalten, nach Cornwall zu fahren. Wenn es da so so schön ist, kann ich das verstehen. Nur auf den Fotos erschließt sich mir das kaum.

Warum sich nicht auch mit der touristischen Realität auseinander setzen? Das erinnert mich an den großen
Landschaftsfotografen Ansel Adams. Der räumte vor seinen Aufnahmen immer die rumliegenden Cola-Dosen weg. Eigentlich sind Fotos, die die Realität unterschlagen, Fälschungen. Na gut!

Ist das jetzt wirklich Cornwall? Ich kann es nicht glauben, der Fotograf verkohlt mich, um nicht ein anderes Wort zu benutzen. Gut, ich muß sagen, ich bin eher für Sonne und überlasse dieses Paradies lieber den eher tiefgründigen Seelen. Der heiße und oft bekloppte Süden ist mir lieber!

Und wie komme ich auf BREXIT, Nachdenklichkeit und eine einsam durch Cornwall wandernde Theresa May?
Muß mich in der Rubrik vertan haben.

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altais 17.11.2018, 00:38
4.

Habe heute Bilder aus dem Umland der Brände in California gesehen, die hatten einen ähnlichen Farbstich. Eine aktuell gern genutzte Methode eigentlich nichtssagenden Fotos einen Hauch von Spannung zu verleihen. Ein Hauch von Katastrophe liegt über den Bildern. Will der Fotograf weitere Touristen von Besuchen in dieser Gegend abhalten?
Sieht man inzwischen auch häufiger bei Filmemachern. Wenig Story, uninteressante Bilder, schwache Figuren, aber ein hipper Fotostil?

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Annettevon Seydlitz-Kurzb 17.11.2018, 10:00
5.

Soviel schlechtes Wetter ist da aber nicht fotografiert worden; er hat scheinbar extrem viel mit Filtern und Nachbearbeitung hantiert. Finde sie auch ein bisschen belanglos, die abgebildeten Fotos. Cornwall ist aber so oder so ein Traum für mich.

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pfzt 17.11.2018, 10:26
6.

Zitat von Annettevon Seydlitz-Kurzb
Finde sie auch ein bisschen belanglos, die abgebildeten Fotos.
Das erste Bild mit der Übersicht vom Hafen von Polperro ist herausragend aber ansonsten stimme ich ihnen zu. Landschaftsfotografie ist allerdings in Zeiten von Instagram etc wirklich schwierig geworden, denn alle schönen und interessanten Orte der Welt sind inzwischen abgegrast und aus allen Winkeln und Höhen fotografiert und dann in der Nachbearbeitung mit allen nur möglichen Filtern und Bearbeitungsstilen versehen worden. In dem Bereich noch zu glänzen ist schwieriger geworden als vor 20 Jahren. Das hier gebotene Mittelmaß wäre damals ungleich anders aufgenommen worden.

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nadennmallos 17.11.2018, 16:10
7. Ich weiß ja, dass der Mann fotografieren kann, aber ...

... diese Serie ist, bis auf eventuell Nr. 3, weitestgehend nichtssagend und fad. Schade. Naja, vielleicht bin ich ja aus der Zeit gefallen, aber Ansel Adams (Er wurde ja schon erwähnt) setzt da einfach ganz andere Maßstäbe.

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at.engel 18.11.2018, 23:48
8.

Ansel Adams ging es ja eigentlich noch einmal um etwas ganz anderes... aber es reicht Bilder Luigi Ghirri, Harry Gruyaert oder vielleicht auch von Stephen Shore oder Ed Freeman anzusehen, um zu erahnen, dass da mehr machbar sein muss.
Die Frage ist ja letztendlich immmer die, was man eigentlich zeigen will. Nur ein bisschen herumfiltern, wird schnell zu einer Art Maniersmus. Und allein mit dem Begriff "authentisch" kommt man heute nicht weit: Authentisch ist ein "Aldi in Iserlohn" auch... vielleicht sogar "authentischer".

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koech 18.11.2018, 08:01
9. Liegt der Süden Englands in den Subtropen?

Zitat von nadennmallos
... im subtropischen Klima Cornwalls ... (Bild 4)
Welcher Kartenprojektion ist denn der Autor hier aufgesessen?
Dementsprechend lägen fast ganz Frankreich und halb Deutschland in den Subtropen...

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