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EuGH stärkt Verbraucherrechte: Mehr Transparenz bei Flugnebenkosten
REUTERS

Wer seinen Flug nicht antreten kann, hat oft auch finanziellen Schaden. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat ein Grundsatzurteil zu Gebühren und Bedingungen bei Rückerstattungen gefällt.

Zäld 06.07.2017, 12:08
1. Stornogebühren sind schon ok

Meiner Meinung nach sind Stornogebühren in Ordnung, schließlich hat das Flugunternehmen einen gewissen Aufwand bei der Stornierung.

Gegenrechnen muß man dann allerdings den verminderten Aufwand für die Abfertigung des Passagiers am Flughafen und die Einnahmen bei Wiederverkauf des stornierten Platzes.

Wenn der Fluggast beispielsweise für 50 Euro den Flug bucht und es kommen noch 20 Euro Flughafengebühren etc. hinzu, und der Fluggast storniert, dann soll das Unternehmen durchaus 25 Euro in Rechnung stellen dürfen, sodaß zuerst einmal der Fluggast nur die Gebühren von 20 Euro wiederbekommt und damit insgesamt 5 Euro draufzahlt. Der verminderte Flughafenaufwand ist hierbei nicht berücksichtigt.

Wenn das Unternehmen den Platz aber nun für 100 Euro verkauft bekommt, dann sollten auch 50 Euro für den Platz zurückgezahlt werden.

So wäre es meiner Meinung nach fair.

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fmerbitz 06.07.2017, 13:10
2. Die Airline behält ja schon den Ticketpreis

und kann dann den Platz auch noch weiterverkaufen, das sollte genug sein. Steuern und Gebühren die gar nicht anfallen weil man nicht geflogen ist muss man komplett zurückbekommen - wenn der Platz weiterverkauft wird macht die Airline einen tollen Schnitt, wenn nicht verliert sie nicht viel..

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7eggert 06.07.2017, 13:12
3.

Zitat von Zäld
Meiner Meinung nach sind Stornogebühren in Ordnung, schließlich hat das Flugunternehmen einen gewissen Aufwand bei der Stornierung. Gegenrechnen muß man dann allerdings den verminderten Aufwand für die Abfertigung des Passagiers am Flughafen und die Einnahmen bei Wiederverkauf des stornierten Platzes. Wenn der Fluggast beispielsweise für 50 Euro den Flug bucht und es kommen noch 20 Euro Flughafengebühren etc. hinzu, und der Fluggast storniert, dann soll das Unternehmen durchaus 25 Euro in Rechnung stellen dürfen, sodaß zuerst einmal der Fluggast nur die Gebühren von 20 Euro wiederbekommt und damit insgesamt 5 Euro draufzahlt. Der verminderte Flughafenaufwand ist hierbei nicht berücksichtigt. Wenn das Unternehmen den Platz aber nun für 100 Euro verkauft bekommt, dann sollten auch 50 Euro für den Platz zurückgezahlt werden. So wäre es meiner Meinung nach fair.
Wenn die 25 € dafür anfielen, das Ticket auszudrucken oder per Mail zuzustellen, ja ...

Nach Treu und Glauben wird eine für die geleistete Arbeit angemessene Gebühr fällig, und es darf natürlich auch drin sein, daß eventuell der Sitz so nicht verkauft werden kann. Nor more nor less.

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raoul2 06.07.2017, 13:31
4. Gerade airberlin fällt schon seit Jahren auf

Kaum eine Airline, die sich zu den "richtigen" Fluglinien zählt, ist derart "kreativ" bei den Strategien, dem Kunden die ihm zustehenden Steuern & Gebühren vorzuenthalten. Das hat sich bei den Entschädigungen bei Flugausfällen zwar glücklicherweise etwas gebessert, aber es wurde allerhöchste Zeit, daß auch bei der S&G-Erstattung ein Umdenken erzwungen wird.

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Zäld 06.07.2017, 13:40
5.

Zitat von 7eggert
Nach Treu und Glauben wird eine für die geleistete Arbeit angemessene Gebühr fällig, und es darf natürlich auch drin sein, daß eventuell der Sitz so nicht verkauft werden kann.
Wenn man sein Ticket storniert, fällt ja auch Arbeit an. Beispielsweise bei telefonischer Stornierung, da muß ja jemand am Telefon sitzen und den Computer bedienen. Aus diesem Grund halte ich eine Stornogebühr schon für legitim.

Wenn die Stornierung darin besteht, daß man selber online mit einem Klick storniert, sind 25 Euro allerdings viel zu hoch.

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karl-der-gaul 06.07.2017, 18:59
6.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Fluglinien und Airlines. Da wird immer gemischt im SPON geschrieben, warum?

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DMenakker 08.08.2017, 14:03
7.

Zitat von Zäld
Wenn die Stornierung darin besteht, daß man selber online mit einem Klick storniert, sind 25 Euro allerdings viel zu hoch.
Das sind wieder die Lieschen Müller Vorstellungen vom Ablauf einer Stornierung. Die gesamten Ticketstockcontroll Proceduren und notwendigen manuellen Nacharbeiten sind mit 25 EUR bei weitem nicht kosendeckend bezahlt. Gilt vor allem, wenn deutsche Superschlauberger bereits angeflogene Tickets im Zielort stornieren und dann meinen, die zweite Hälfte der Flug- und Nebenkosten erstattet zu bekommen.

Nein, ein nicht refundable Ticket mus von vorn herein so ausgewiesen sein und nonref ist dann eben noref.
Wem ds nicht passt, soll sich eben ein teureres Ticket mit anderen Konitionen kaufen.

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Hans58 18.08.2017, 15:47
8.

Zitat von DMenakker
... Nein, ein nicht refundable Ticket mus von vorn herein so ausgewiesen sein und nonref ist dann eben noref. Wem ds nicht passt, soll sich eben ein teureres Ticket mit anderen Konitionen kaufen.
Ob das Ticket ein nonref Ticket war, darüber lässt sich der Artikel nicht aus.

Im Übrigen wird beim Storno eines nonref Tickets (die meisten Passagiere wissen überhaupt nicht, was der Aufdruck auf dem Ticket oder der Buchungsbestätigung bedeutet) der Anteil erstattet, der nicht mit dem reinen Flugpreis zusammenhängt.
Schon von daher ist es seit einigen Jahren üblich, Flugpreis, Steuern, Gebühren gesondert auszuweisen.

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