Forum: Reise
Gokyo-Trek im Himalaya: Umringt von Achttausendern
Claus Hecking

Der Trek zum berühmten Everest Base Camp ist zur Hochsaison heillos überlaufen. Sehr viel einsamer und schöner dagegen ist der Weg nach Gokyo - bessere Aussichten auf die Achttausender bietet er allemal.

duhm0815 01.12.2017, 07:41
1. Three Passes als Alternative

Warum nicht einfach beides miteinander verbinden und den Three Passes Trek machen? Ab Dingboche deutlich ruhiger als der EBC und man hat zusätzlich noch den Kongma La, Cho La, Renjo La und falls gewollt Chhukung Ri als wundervolle Aussichtspunkte.

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acon98 01.12.2017, 08:51
2. Die Loop

Schöner Artikel, da werden sofort Erinnerungen wach. Ich Frage mich nur, warum der Autor erst ganz am Schluss und eher nebenbei die Möglichkeit der Verbindungsmöglichkeit zum EBC Trek erwähnt. Er selbst ist sie ja auch gegangen, das Titelfoto ist nämlich beim Abstieg vom Cho La runter ins Khumbu Valley gemacht worden. Die Vorteile der Verbindung liegen auf der Hand: Die Höhenstufen im Gokyo sind sehr viel gemächlicher als im Khumbu u d man läuft nicht hin und zurück den selben Weg. Eine Ausführliche Beschreibung des gesamten Treks könnt Ihr hier lesen: http://www.aconcagua.de/everest-trek-nepal/

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nyzzle 01.12.2017, 09:59
3. Fragwürdige Aussagen

Nach mittlerweile zehn Nepal-Reisen halte ich mehrere Dinge in diesem Artikel für fragwürdig. Zum Einen: Wie kann man eine allgemeine Aussage darüber treffen, welcher Trek schöner ist? Das ist vollkommen subjektiv. Ich war mittlerweile drei Mal im Khumbu und würde mir nicht anmaßen sagen zu können, welches der beiden im Artikel genannten Täler schöner ist. Beide haben ihren Reiz, sowohl landschaftlich, als auch kulturell. Ganz nebenbei: Auch zur Hauptsaison kann man in einigen Lodges durchaus noch immer alleine sein. Man sollte halt nur die neu aus dem Boden gestampften Bettenburgen meiden und sich von einem guten Guide in die kleinen, feinen Lodges führen lassen. Fertig.

Zum Anderen: Wer sagt, dass der Kala Patthar auf keinen "Abhaklisten" steht? Jeder, der sich im Vorfeld seiner Reise halbwegs mit der klassischen EBC-Tour auseinandersetzt und den Everest möglichst gut sehen möchte, plant einen Extra-Tag für den Kala Patthar ein, denn vom EBC aus sieht man den höchsten Berg der Welt ja nicht mal.

Ich schätze, dass die junge Britin Elaine sinnbildlich für die Instagram-Generation steht, die nur "Dinge abhaken" und schnellstmöglich posten möchte. Wenn ich lese, dass Menschen wie Elaine enttäuscht sind, im Oktober am Everest Base Camp keine Zelte stehen zu sehen, kann ich nur mit heftig dem Kopf schütteln. Aber ich schätze, so ist es halt, wenn man nur "Dinge von seiner Liste streichen" möchte. Dann muss man sich nicht großartig mit Gepflogenheiten, Land und Leuten auseinandersetzen, sondern nur #awesome unter seine quietschbunten Selfies auf Instagram setzen und die Welt ist gut.

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AlexanderS 02.12.2017, 06:04
4. Guter Artikel

Meine Frau und ich waren zeitgleich mit dem Autor auf dem EBC-Trek unterwegs. Den Autor haben wir am Everest View Hotel in Namche getroffen und ein paar Worte mit ihm gewechselt. Unsere Eindrücke stimmen vollkommen mit denen des Autors überein, auch die Zahlen am Checkpoint in Monjo bestätigen, dass in diesem Jahr so viele Trekker wie noch nie in dem Nationalpark waren.
Als erfahrene Bergsteiger, hatten wir auch das Gefühl, dass dieser Trek mittlerweile auf vielen Listen steht, auch von Menschen die sonst noch nie in den unterwegs Bergen waren.
Leider wirkt sich der große Andrang auch auf die Preise in den Lodges aus. Teilweise sind die Preise, welche man für Essen und Tee zahlt übertrieben im Vergleich zu anderen Regionen in Nepal.
Dennoch war es eine schöne Reise mit unvergleichlichen Bergpanoramen. Der Hacken auf unserer Liste ist gesetzt ;-)
Liebe Grüße von den zwei Südtirolern die akzentfrei deutsch sprechen.

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halverhahn 03.12.2017, 23:04
5. Ist schon ein alter Hut!

Wir haben uns bereits 2008 für ne noch andere Route entschieden. Weil fast alle trekker zum EBC hinwollen, sind wir damals schon ganz bewusst ne andere Route gegangen. Und hinter Namche Bazaar links das Tal rauf über Thame. Da bis Lungden hoch und über den Renjo La Pass rüber nach Gokyo. Und dieses „mittlere (Gokyo)Tal“wieder runter. Und haben es damals schon nicht bereut. In regelrechten „Menschen Prozessionen“ zum EBC braucht eigentlich niemand!

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Wickal 03.12.2017, 09:16
6. Ich habe keine Ahnung von Nepal/Everest

habe schon Schwierigkeiten mit ner Kiste Bier in den 2.Stock zu kommen.
Aber ich denke Oktober ist nicht die beste Reisezeit für die Gegend.
Da braucht sich wohl keiner wundern, dass " im Oktober am Everest Base Camp keine Zelte stehen". Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Wer hat die Elaine da überhaupt so weit hoch gebracht oder was macht sie da.

Ist aber schön die Kommentare zu lesen, von Leuten sie scheinbar wirklich Ahnung von der Gegend haben...

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#jm2c 06.12.2017, 09:58
7.

Ich muss nyzzle Voll und Ganz zustimmen. Ich bin über Gokyo gegangen und im Oktober war mein Ziel nie das EBC, sondern neben dem Gokyo RI und dem Cho La eben der Kalar Patthar. Aber insgesamt ging es mir v.a. um die Menschen und die beeindruckende Landschaft. Leider ist mein Panoramafoto, das ich für mein Wohnzimmer gemacht habe, leider nichts geworden, das werde ich noch nachholen.

@Wickal: Oktober/November ist wie April/Mai die beste Reisezeit in Nepal. Im Frühjahr sind die Bediungungen für Expeditionen noch ein bisschen besser und stabiler, weshalb hauptsächlich zu dieser Zeit etwas in den ganzen Basislagern los ist.

Ich bin Niemand, der anderen sagen, sie sollen nicht die direkte EBC-Route laufen. Ja, es ist mitunter recht voll, auch wenn es sich nach Namche eigentlich ganz gut entzerrt, aber es ist eben trotzdem ein Erlebnis. Viele können sich eben nicht den Jährlichen Nepal-Besuch leisten und für viele wird es eine einmalige Erfahrung bleiben. Ich persönlich werde übernächstes Jahr ein bisschen östlicher in Richtung Gorak Shep starten und über das Makalu BC und den Sherpani Col einen Teil des Great Himalayan Trail ins Khumbu-Gebiet gehen. Übernachtung im Zelt, Lodges gibt es nicht und Selbstversorgung ist die Devise. Ziel wäre dann der Imja Tse (oder Island Peak).

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