Forum: Reise
Griechenland: Dicke Touristen dürfen keine Esel mehr reiten
Getty Images

Eselreiten gilt auf Inseln wie Santorin als das "original griechische Erlebnis". Doch Tierschützer kritisieren die quälenden Bedingungen für die Tiere. Nun hat die Regierung eine Gewichtsgrenze für eingeführtTouristen eingeführt.

oneworldnow 11.10.2018, 10:06
1. Als ich vor

6 Jahren das erste Mal die Stadt Lindos auf Rhodos besuchte,nahmen fast alle,die mit mir im Boot dort ankamen einen der Esel,die dort einzeln oder zu zweit von einem Führer in sengender Hitze gehalten warteten,um hoch auf die Burg zu kommen.Ich setzte mich vor eines der dort geöffneten Lokale und beobachtete die Szenerie eine Weile,erfrischte mich mit einem wunderbaren Drink und entschied,trotz meines zu dieser Zeit mittleren Gewichts von 74 kg,zufuß den Weg zurück zu legen.Das mochten die Eseltreiber aber überhaupt nicht,Fußgänger in den engen Gassen hochwärts,und verhielten sich entsprechend.Ich stieg dann hinter dem Dorf weiter bis zur Burg hoch,aber auch da entkam ich ihnen nicht,denn sie nutzten den sehr steilen Weg,der eigentlich keiner war um blitzschnell mit den bedauernswerten Geschöpfen wieder runter,auf von Hufen blankpoliertem Gestein zu rasen.Denn dort warteten schon die nächsten Kunden.Und da die allgemeine Verdickung auch an Lindosbesuchern nicht spurlos vorübergegangen ist,sehe ich für die gequälten Tiere auch von dieser Seite keine Erleichterung.Ich werde Griechenland erst wieder besuchen,wenn das vernünftig geregelt wird.Ein Land kann noch so schön sein,aber ich will mir durch solche Tierquälerei nicht meine wertvolle Urlaubszeit vermiesen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flohzirkusdirektor 11.10.2018, 13:23
2. Bei aller Rücksicht den Eseln gegenüber:

Zitat von oneworldnow
6 Jahren das erste Mal die Stadt Lindos auf Rhodos besuchte,nahmen fast alle,die mit mir im Boot dort ankamen einen der Esel,die dort einzeln oder zu zweit von einem Führer in sengender Hitze gehalten warteten,um hoch auf die Burg zu kommen.Ich setzte mich vor eines der dort geöffneten Lokale und beobachtete die Szenerie eine Weile,erfrischte mich mit einem wunderbaren Drink und entschied,trotz meines zu dieser Zeit mittleren Gewichts von 74 kg,zufuß den Weg zurück zu legen.Das mochten die Eseltreiber aber überhaupt nicht,Fußgänger in den engen Gassen hochwärts,und verhielten sich entsprechend.Ich stieg dann hinter dem Dorf weiter bis zur Burg hoch,aber auch da entkam ich ihnen nicht,denn sie nutzten den sehr steilen Weg,der eigentlich keiner war um blitzschnell mit den bedauernswerten Geschöpfen wieder runter,auf von Hufen blankpoliertem Gestein zu rasen.Denn dort warteten schon die nächsten Kunden.Und da die allgemeine Verdickung auch an Lindosbesuchern nicht spurlos vorübergegangen ist,sehe ich für die gequälten Tiere auch von dieser Seite keine Erleichterung.Ich werde Griechenland erst wieder besuchen,wenn das vernünftig geregelt wird.Ein Land kann noch so schön sein,aber ich will mir durch solche Tierquälerei nicht meine wertvolle Urlaubszeit vermiesen lassen.
Aber kam Ihnen schon ein einziges Mal in den Kopf, dass dieser Esel vielleicht die einzige Verdienstmöglichkeit einer Familie darstellt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hadriani 11.10.2018, 13:55
3. Esel aals Transporttiere

sind in Griechenland keine Seltenheit. Wie bereits im Kommentar #1 beschrieben ist mir dies bei wiederholten Besuchen in Lindos auf Rhodos aufgefallen. Bei den letzten Besuchen konnte ich zumindest feststellen, dass die Tiere an den jeweiligen Endstation mit ausreichend Wasser versorgt wurden. Denn die Sonne knallt auf der Strecke bis zur Akropolis. Der Unterstand in der Stadt ist zumindest sonnengeschützt. Unterhalb der Omnibushaltestelle an der Einfahrt zur Stadt Lindos ist auch ein umzäuntes Gelände in dem die Tiere sich ausruhen konnten mit höhlenartigen Unterständen. Auf der anderen Seite fiel mir auch auf, dass gerade die fettesten Touristen sich auf so ein Tier setzten um nach oben zu kommen. Innerlich entstand bei mir der Gedanke, diese Fettsäcke mal mit einer Peitsche getrieben, den Weg nach ob zu laufen. Grundsätzlich sah ich dort doofe Touristen die auf diesen Wegen mit fragwürdigem Schuhwerk unterwegs waren. Wer einmal in Lindos war, der/die kennt den Weg bergab durch die Altstadt. Und die dürfte im seltenen Fall von Regen eine wahre Rutschbahn sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flohzirkusdirektor 11.10.2018, 20:50
4. Ja.

Zitat von hadriani
[...] Bei den letzten Besuchen konnte ich zumindest feststellen, dass die Tiere an den jeweiligen Endstation mit ausreichend Wasser versorgt wurden. Denn die Sonne knallt auf der Strecke bis zur Akropolis. Der Unterstand in der Stadt ist zumindest sonnengeschützt. Unterhalb der Omnibushaltestelle an der Einfahrt zur Stadt Lindos ist auch ein umzäuntes Gelände in dem die Tiere sich ausruhen konnten mit höhlenartigen Unterständen [...]
Schön, das lesen zu können.

Zitat von
[...] . Auf der anderen Seite fiel mir auch auf, dass gerade die fettesten Touristen sich auf so ein Tier setzten um nach oben zu kommen [...]
Ja, das ist ein Problem. Als ich noch als Schüler Reiten ging, meinte der Besitzer "meines" Pferdes, ich - ich bin recht gross und breit - wäre vom Gewicht her gerade mal noch kompatibel für den jungen Hengst und der war immerhin immerhin ein grosses Englisches Vollblut.

Mein (dieses Mal ohne Anführungszeichen) Ägyptisches Araberhengstchen ist unreitbar, er ist sehr klein und auch recht zierlich gebaut, insbesondere im Vergleich zu seinem Halbbruder. Eigentlich ist er eher eine Art grosser Hund. Dennoch, trotzdem ist er wegen seines guten Stammbaumes und seiner Optik - er ist ein ausgemacht schöner Araberfuchs - ein begehrter Zuchthengst. Dinge wie Grösse oder Fellfarbe kommen ohnehin eher nach der Mutterstute

Zitat von
[...] Grundsätzlich sah ich dort doofe Touristen die auf diesen Wegen mit fragwürdigem Schuhwerk unterwegs waren [...]
Kenne ich gut von Freiburgs "Schauinsland"! Für die Seilbahn taugt das Schuhwerk ja noch, aber oben an der Bergstation angekommen? Da gibt es keine asphalterten Wege ausser der Strasse über diesen Berg ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frenchie3 11.10.2018, 22:29
5. @2 "...die einzige Verdienstmöglichkeit*..."

Ach, und damit ist Tierquälerei in Ordnung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren