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Hamburger-Flughafen-Chef: Stromausfall kostet Airport halbe Million Euro
DPA

Einen Tag lang ging am Hamburger Flughafen nichts mehr: Stromausfall. Von Flugstreichungen waren 30.000 Passagiere betroffen. Flughafenchef Michael Eggenschwiler hofft, den Imageschaden klein halten zu können.

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thomas.vonbroeckel 05.06.2018, 15:23
1. Bananenrepublik Deutschland

Oberpeinlich, dieser Vorfall! Deutschland zeigt immer gerne mit dem Finger auf andere Länder und versichert, dass etwas Vergleichbares in Deutschland selbstverständlich nicht vorkommen kann. Auf Bayern 3 hieß es heute Morgen, dass etwas Vergleichbares am Münchner Flughafen kaum vorkommen könne, da alles doppelt und dreifach abgesichert sei. Das Gleiche hätte der Hamburger Flughafen vorher sicher auch behauptet. Fakt ist, dass die Infrastruktur hochgradig gefährdet ist, gerade auch im Hinblick auf Hackerangriffe. Also vielleicht mal etwas mehr Selbstkritik und bessere Absicherungen...

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guayaquil 05.06.2018, 15:28
2. Techniker-Versagen!

Es kann doch nicht sein, daß in einem Land wie Deutschland, wo es höchstqualifizierte Techniker hat, wegen eines Kurzschlusses in einem 400V-Kabel der ganze Betrieb lahmgelegt wird!??
Es sollte doch nebem jedem Trafo in den einzelnen Bereichen gleich ein Notstromaggregat haben, daß die Versorgung automatisch übernimmt, damit Rollfeldbeleuchthung, Radaranlage, der Tower etc etc sowie im Hauptgebäude die Beleuchtung, Belüftung, Rolltreppen, Förderbänder, automatische Türen etc etc funktionieren.
Für die Computer sollte es doch ausserdem USV-Anlagen installiert haben, damit auch nur ein winzigkleiner Stromausfall keinen Unterbruch im System bringt und zumindestens 10-15 Minuten die PC's an den Schaltern funktionieren, bis die Notstromaggregate angelaufen sind und der Strom durchgeschaltet.
Was da in Hamburg passierte, kommt einer Konkurserklärung gleich und ist nicht Deutschland-würdig!

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nesmo 05.06.2018, 15:35
3. Tja, der ADV

kennt sich eben nicht mit der Haltbarkeit von 400-Volt-Stromkabeln in hamburger Schmuddelwetter aus. Sonst hätten sie sich wohl nicht soweit aus dem Fenster gelehnt, dass dies in Deutschland nicht möglich sei. Ich empfehle in Zukunft dort Seekabel zu verlegen, die halten dann auch bei Üerschwemmungen, die Hamburg wegen des Klimawandels ohnehin drohen

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stonki 05.06.2018, 15:44
4. typisch Hamburg

als Vielflieger aus Hamburg mit ca. 50 Flüge im jahr ab Hamburg wundert mich das erneute Versagen des Hamburger Flughafens überhaupt nicht. Wenn weder Checkin, sicherheitskontrolle noch Gepäckausgabe funktionieren. Mitarbeiter total genervt, aber eine Geschäftsführung mit über 400.000€ jahresgehalt. Solange hier keine grundsätzlichen Änderungen vorgenommen werden, wird sich die Qualität nicht verbessern..

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senapis 05.06.2018, 15:54
5. Ignoranten

Im Beitrag heißt es ganz deutlich, dass für den sicheren Betrieb des Flughafens eine redundante Spannungsversorgung vorgeschrieben ist. Wenn die Wiederinbetriebnahme des Primärsystems also nicht absehbar ist, muss der Flughafenbetreiber genau so handeln, wie er es dann auch getan hat. Unschön, ist dann aber so. Dass ein Blick auf die Frage der Möglichkeit einer Wiederholung zw. Fehlervermeidung geworfen wird, setze ich mal voraus. Und die Laien können den Blutdruck wieder runterfahren...

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scsimodo 05.06.2018, 15:55
6. Es ist tatsächlich nicht möglich

einen Flughafen mit Ersatzstromversorgungen auszurüsten (also Schwungräder, bis die Schiffsdiesel anspringen)? Really? Jedes popelige Rechenzentrum hat sowas, jedes Krankenhaus eigentlich jede Einrichtung, die Strom für den Betrieb dringend benötigt. Nur der Hanburger Flughafen hat nichts redundant ausgelegt? Nicht mal, um einen Notbetrieb aufrecht zu erhalten?. Das nenne ich mal Versagen auf ganzer Linie, die brauchen über den BER gar nicht lästern...

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Rainer Carstens 05.06.2018, 15:57
7. knapp 15? Schaden pro Passagier?

1/2 Million Schaden? Scheint mir sehr wenig? Imageschaden nicht berücksichtigt.

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velofisch 05.06.2018, 15:57
8. Kostenwahrheit?

30.000 Leute und nur 500.000 € Schaden? Da trägt der Flughafen aber nicht die Kosten, die er verursacht hat. Das waren mehr als 17€ pro Person. Ohne Kostenwahrheit wird die Redundanz auch weiterhin eingespart - selbst wenn sie volkswirtschaftlich sinnvoll wäre.
Und was macht die Politik? Sie schützt die Verursacher...

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marialeidenberg 05.06.2018, 15:58
9. Gute Ratschläge post festum sind ein Ärgernis. Dennoch:

Es scheint in einigen Bereichen das Prinzip "Alle Eier in einen Korb" das System am besten zu beschreiben. Dies ist eine verhängnisvolle Tendenz und gegenwärtig in vollem Schwange.

Das intelligente Haus, das mit tausend Gimmicks für sich und die Bewohner sorgt, mit selbst bevorratenden Kühlschrank und autonom kontrollierter Rasenpflege ist ja geradezu DER Hit. Alles zentral gesteuert und ebenso überflüssig wie kreuzgefährlich.

Eines Tages kommt dann die KI noch auf die Idee, das Haus abzufackeln, weil die Kinder aus dem Haus sind, die Bauzinsen niedrig und ein barrierefreier Flachdachbungalow sowieso besser zu den alten Leuten passt.

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