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ICE-Strecke München-Berlin: Ab durch die Mitte
Deutsche Bahn

26 Jahre hat es gedauert - nun ist es so weit: Die Schnellfahrstrecke VDE8 wird eröffnet. Die Fahrzeit des ICE auf der Strecke von München nach Berlin verkürzt sich erheblich.

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bakero 07.12.2017, 19:37
1.

Schön für die Bahn, dass sie mit vielen Milliarden Euro Steuergeldern die Infrastruktur verbessern kann. Auch gut für deren Kunden. Jedenfalls, wenn man irgendwo in der Nähe einer ICE-Strecke wohnt.

26 Jahre Bauzeit? Was soll‘s. Dass der Bau der Strecke etwas östlicher gelegen viel einfacher und günstiger gewesen wäre ... egal ... nichts im Vergleich zu dem, was gerade in Stuttgart verschwendet wird.

Die Folge ist aber leider, dass für die Nebenstrecken viel zu wenig Geld übrigbleibt und die Bahn viel zu selten eine Alternative ist.

Beispiel: Ich kann jetzt in 4 Stunden mit RE und ICE nach Berlin fahren. Oder in der gleichen Zeit mit dem Flixbus. Zu einem Viertel des Preises, ohne Umsteigen, mit Sitzplatzgarantie.

Schön für die Bahn, diese neue Strecke. Schade, dass die Mehrzahl der (möglichen) Kunden nicht wirklich etwas davon hat.

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Neapolitaner 07.12.2017, 19:54
2. Die ökologische Null-Lösung

IC-Züge sind extreme Stromfresser; der Landschaftsverbrauch und die damit verbundene Naturzerstörung sind enorm. Ebenso die Beeinträchtigung der Anwohner in dichter besiiedelten Gebieten. Es hätte jederzeit absolut ausgereicht, normale Strecken auf ca. 200 km/h zu ertüchtigen, Aber diese Fehlentscheidung geht bereits auf die späten 70er Jahre zurück. Statt riesige Gelder in die Pseudo-Schnellbahnen zu stecken, hätte besser der Ausbau des Gütertransportes forciert gehört.

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P.Josph 07.12.2017, 20:05
3. Das ist schön

Aber leider ist die Preispolitik der Bahn keine wirkliche Alternative zur Mobilität. Ich nehme lieber längere Reisezeiten in Kauf, muss aber nicht für eine einzelne Fahrt (München-Berlin) 153,00 EUR hinblättern. Denn zurückfahren möchte ich ja auch wieder. Und 306,00 € für Hin- und Rückfahrt sind einfach unverschämt. Und nein, Bahncards sind kein wirkliches Ersparnis im Vergleich zu alternativen Reisemöglichkeiten (Auto, Bus).

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dr. kaos 07.12.2017, 20:12
4. Sprinter in 4 h....

... kommt auf einen Schnitt von doch knapp 160 km/h. Der TGV Sprinter Paris - Strasbourg fährt 500 km in 1:45 -> Schnitt etwa 285 km/h. Da herrscht doch bei der Deutschen Bahn ein wenig Nachholbedarf :-)

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112211 07.12.2017, 20:18
5. Über die Grenze schauen

Wenn man über die Grenze schaut, wird man schnell sehen, dass der Bahnschnellverkehr nicht nur ein Segen ist: sowohl in Frankreich als auch in Spanien ist die Region, die nicht so ideal an die Schnellstrecken angebunden sind, komplett abgehängt. Besonders bitter ist es für die Regionen, durch die diese Strecke zwar führen, in denen es aber keinen Haltepunkt gibt. Im dezentral organisierten Deutschland dürfen wir einerseits hoffen, dass uns nicht das selbe Schicksal ereilt, und gleichzeitig muss man dennoch wach sein, und versuchen, diese negativen Entwicklungen schnell zu erkennen und ggf gegenzusteuern.

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eunegin 07.12.2017, 20:25
6. politische Trasse

Schneller und billiger (weil weniger Tunnel) von München nach Berlin wäre es über Nürnberg-Bayreuth-Hof-Leipzig gegangen. Aber der damalige Thüringer Ministerpräsident hatte mehr bundespolitisches Gewicht. So also die zweitsinnvollste Lösung.

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rabandie 07.12.2017, 20:27
7. 623 km in 4 Stunden…*soso

TGV Strasbourg - Paris braucht für 500 km 1 Stunde+ 40 Minuten (fährt man von Karlsruhe, braucht er für 70! km eine Stunde mehr. Allerdings schafft er das nicht, wenn ein deutscher ICE vor im fährt. Dann erfolgt genüßlich in 3 Sprachen die Durchsage: Monsieurs et Medames, wir haben leider 20 Minuten Verspätung, denn vor uns fährt ein deutscher TGV (gemeint ICE) der aufgrund dauernder technischer Probleme in der Geschwindigkeit auf max. 200 km / Std gedrosselt ist.

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bollocks1 07.12.2017, 20:37
8. 26 Jahre Bauzeit - Hut ab

In 4 Stunden von Berlin nach Muenchen ist ja nicht schlecht aber: warum Berlin? Hamburg - Hannover - Muenchen volle Pulle, das waers. Eine Schwalbe....

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Hamberliner 07.12.2017, 20:39
9. Irrationales Mitfahrverbot für Großteil der Bevölkerung

Aber weiterhin steht die Bahn ca. 30% der Bevölkerung, der potenziellen Kunden, nicht zur Verfügung. Auch nicht auf dieser Strecke. Deren Geld braucht die Bahn wohl nicht.

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