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Inselurlaub auf São Miguel : Ein Hoch auf die Azoren
Carina Hofmeister

Seitdem Billigflieger die Azoren ansteuern, sind die Atlantikinseln so beliebt wie nie zuvor. Dauersonnenschein gibt es zwar nicht, aber: magische, azurblaue Kraterseen.

Martinez76 24.05.2017, 06:11
1. Sete Cidades

Leider sind beide Erklärungen falsch, wieso die beiden Seen in unterschiedlichen Farben schimmern. Die Erklärung ist trotzdem einfach. Der kleinere Teil des Sees hat seine grüne Farbe von den Algen die ihn bevölkern. Vom Aussichtspunkt ein herrlicher Anblick, der direkt am Ufer viel von seinem Charme verliert. Das ändert jedoch nichts an der Schönheit von Sao Miguel.

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arnedererste 24.05.2017, 09:22
2. Boca do inferno

Wir hatten das Glück Boca do Inferno ohne Wolken erleben zu können. Wirklich beeindruckend. In der Spiegel Reisetipp-Karte müsste noch ein Bild von mir sein. Ich finde leider gerade den Link nicht.

Aber der hier tut es auch. https://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-s/0f/2a/5e/9d/20170503-093621-largejpg.jpg

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Thomas Schnitzer 24.05.2017, 11:25
3. Bitte korrigieren

"Du darfst kein Job machen, der dir nicht Spaß macht." => keinen

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rolf_stumpf 24.05.2017, 11:29
4. Da hatten wir 2013 ja fast noch Glück gehabt...

Abgesehen von Ponta Delgada fanden wir die Insel im Mai 2013 noch vergleichsweise wenig touristisch entwickelt. Was gewissermaßen Vor- und Nachteile hat. Ende Mai waren die Strände allesamt noch verwaist, zum Baden wa es sowieso noch zu kalt, mal einen Strandtag eingelegen war leider nicht drin. Unsere persönlichen Favoriten auf den ausgedehnten Touren über die Insel waren die gut erschlossenen Aussichtspunkte, die häufig mit massiv gebauten Grillstellen sowie fließend Wasser und Toiletten ausgestattet sind. Gerade für Selbstversorger ist die Insel paradiesisch, fangfrischer Fisch aus dem Ozean, lokaler Käse und Wein (v.a. der Frei Gigante von der Insel Pico) machen Picknicks oder gemütliches Grillen im Ferienquartier zum Genuss. Restaurants waren außerhalb von Ponta Delgada und abseits der wenigen touristischen Hotspots ziemlich günstig, womit wir nicht gerechnet hatten. Trotzdem haben wir aufgrund des tollen Lebensmittelangebotes viel und gerne selber gekocht und uns von der lokalen Küche inspirieren lassen.
Das Wetter muss man nehmen, wie es kommt. Oft sieht man den nächsten Schauer schon weit vom Meer hereinkommen. Gegrillt haben wir Fisch und T-Bone letztlich im Nieselregen an einem wunderbaren miradouro bei Porto Formoso.

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matimax 24.05.2017, 14:21
5. Selbst damals unglaublich preiswert

Anfang der Achtzigerjahre auf einem Pott der grauen Flotte von Y-Reisen bei der Fahrt in die USA und Karibik Zwischenstation auf Sao Miguel gemacht.

Bisher waren mir die Azoren nur wegen des Wetterberichtes ein Begriff, entweder kam von dort ein Hoch oder ein Tief, und weil Roland Kaiser gerade auf allen Radiokanälen seinen Hit über Santa Maria, einer weiteren Hauptinsel des Atlantikatolls, sang.

Neben Ananasplantagen, heißen Quellen und Wasser speienden Geysiren, erinnere ich mich immer noch an mein Erstaunen über das auch für damalige Verhältnisse sehr niedrige Preisniveau.
Selbst die kommunistischen Bulgaren und Rumänen mit ihren touristischen Kampfpreisen gegen Mallorca und Co. verlangten zu jener Zeit schon mehr.

Für ein köstliches, recht üppiges Mahl mit Salat, Reis, viel Fleisch und Dessert sowie einer kompletten Flasche Vinho Tinto, zahlten wir sparsamen Matrosen umgerechnet nicht mehr als DM 10 - sogar üppig (>20 %) aufgerundet, "stimmt so!, äh, keep the change!".

Aber diese Zeiten sind wohl nun auch endgültig vorbei.
Während schon ein Teil der 340 Mann starken Besatzung unseres Kriegsschiffes beim Landgang für eine echte Belebung der eher verschlafenen Hauptstadt Ponta Delgada sorgte, kommt das Anlegen eines heutigen umgekippten schwimmenden Wolkenkratzers wohl eher einer Masseninvasion von Fremden gleich.
Zusätzlich bringen die Billigflieger Kundschaft das ganze Jahr und nicht nur für eine kurze Sommersaison.

Statt Geld im Neuen Markt an der Börse zu verbrennen, hätte ich wohl besser in altes Betongold sowie Grund und Boden auf Sao Miguel investiert - als die Preise noch im Keller waren.

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stefaniemarek 24.05.2017, 16:56
6. Yves Decoster

Im Juni 2014 wurden wir gemeinsam mit unseren drei Kindern (damals 5, 10 und 12) von Yves und Roland in der Vila Pavillon bekocht. Sowohl das Essen als auch die Gespräche mit den Gastgebern waren wunderbar.
Extra für Grenzen - Das Projekt hat der Künstler eins seiner Herzen gemalt und dazu einen Text über Veränderung geschrieben. http://grenzen-dasprojekt.de/grenzen-sind-immer-in-veraenderung/

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spon-3yd-a5m9 25.05.2017, 10:17
7. Europas einzige Teeplantage?

Nicht besonders gut recherchiert: in Cornwall gibt es auch eine Teeplantage.

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schleusi 25.05.2017, 13:11
8. Künstler

Auf den Azoren, am nördlichen Rand des Sete Cidades-Kraters hat sich noch ein anderes Künster-Ehepaar niedergelassen siehe: art-kilian.de.
Ives und Roland sprechen übrigens deutsch und wir haben das Ambiente bei ihnen und ihre Herzlichkeit immer sehr genossen.
Das Wetter hat sich in den letzten Jahren zumindest im Sommer deutlich zur besseren Seite gewandelt.

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Egbert.Quirl 01.06.2017, 18:03
9. Danke........

für den Artikel, die Azoren waren schon immer strategisch und
wettermässig ein hotspot, eine Perle im Atlantik, klar das Wetter
ist gewöhnungsbedüftig.
Bitte vergesst nicht, für das super gute Sommerwetter in Portugal
und Spanien sind die Inseln entscheidend, wenn sich dort ein Hoch festgesetzt hat, ist gutes Wetter garantiert.

In São Miguel gibt es ausserden verdammt glückliche Kühe und
excellente Käseprodukte, die ich jedem empfehlen kann.

Vor einige Zeit lief über den belgischen Künstler eine 3 Sat oder Arte
Reportage, die müsste in der Mediathek noch abrufbar sein.

Gute Reise!

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