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Interview mit Survival-Trainer: "In der Wildnis lernt man, einfache Dinge zu schätzen
Creek Stewart

Feuer, Schutz, Wasser und Nahrung - das benötigt man in der Natur zum Überleben. Sagt Creek Stewart. Der US-Survival-Trainer über die Entfremdung von der Natur, den größten Fehler und die wichtigste Fähigkeit in der Wildnis.

vish 06.08.2018, 07:38
1. Viel zu kurz, ...

... aber trotzdem danke für das Interview. In einigen Fragen blitzt leider diese, dem Thema innig verbundene, Abfälligkeit durch. Mr. Stewart beschreibt Survival hier sehr schön, durchaus auch als Philosophie. Das ist leider ein Aspekt, der hierzulande vollkommen übergangen wird. Ich interessiere mich seit Jahren für das Thema und selbst in meiner engsten Umgebung hat man dafür keinerlei Verständnis. "Du bist doch kein kleiner Junge mehr, wir leben nicht in der Wildnis, etc. " Der Mensch verleugnet seine Natur. Und auch, dass er ein Teil der Natur ist.

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jujo 06.08.2018, 07:40
2. ....

Man kann über den Sinn diskutieren ob ich in Mitteleuropa die Fähigkeit brauche aus einem Strohhalm einen Fischköder zu basteln. Vorsorge zu treffen Grundnahrungsmittel , Wasserflaschen, Kerzen und Streichhölzer, Erste Hilfe Ausrüstung im Hause zu haben macht schon Sinn.

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mwroer 06.08.2018, 08:25
3.

Zitat von jujo
Man kann über den Sinn diskutieren ob ich in Mitteleuropa die Fähigkeit brauche aus einem Strohhalm einen Fischköder zu basteln. Vorsorge zu treffen Grundnahrungsmittel , Wasserflaschen, Kerzen und Streichhölzer, Erste Hilfe Ausrüstung im Hause zu haben macht schon Sinn.
In Mitteleuropa ist das sicherlich eine Fähigkeit die man sehr wahrscheinlich nicht braucht. Er hält die Kurse allerdings in den USA ab und wenn Sie sich da in einem Naturpark verlaufen kann das nützlich sein.

Ich denke aber es dabei eher darum zu zeigen was man machen *kann* wenn man ein bisschen kreativ ist, das einem mehr Hilfsmittel zur Verfügung stehen als man vielleicht glaubt.
Ein bisschen Entertainment ist bei solchen Kursen natürlich immer dabei.

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Loewe101 06.08.2018, 10:01
4. @vish

Haargenau
Speziell der letzte Satz stimmt meiner Meinung nach.
Wir leben immer mehr in einer künstlichen Umgebung und glauben alles im Griff zu haben und die Natur zu beherrschen. Dabei ist es genau umgekehrt, wie man die letzten paar Wochen bemerken kann.

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aleron 06.08.2018, 15:36
5. Um Gottes Willen, dieser ganze Schmutz.

Naja, ich bin ja auch der Meinung dass ein Mitteleuropäer sich nicht im Wald verlaufen kann ohne gefunden zu werden. Aber spannend finde ich diese Überlebenstechniken schon. Es hat doch schon einen gewissen Reiz einfach mal in die Natur zu gehen mit dem Wissen, ok, das kann ich essen, das nicht, wie komme ich über einen Fluss ohne Boot. Schon allein um mal mit den Kindern einen Abenteuerausflug zu machen finde ich solches Wissen als extrem wertvoll. Meine Jungs fanden es toll. Aber in Zeiten, wo Probleme wie vegane Ernährung oder muss ich mir sofort die Hände desinfizieren nach der U-Bahn wichtiger sind wird das Wissen von Abenteuer und Natur verloren gehen.

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julisius76 07.08.2018, 00:44
6.

Survival Kenntnisse kann Mann überall brauchen Auch in einer Stadt. Ic h bin schon seit längerem ein Survival Freak und bin von einem Freund mal zu einem Wochened Trip eingeladen worden und von da an bin ich ein Survival Liebhaber. Schon als Kind habe ich Stunden lang mit den Rambo Messer im Wald gespielt. In Amerika gibt es sehr gute Bücher und Kurse in Deutschland ist die Welle jetzt erst im kommen und ich habe bis jetzt ein Buch gefunden das wirklich empfehlenswert ist. Ich habe jedoch vor einigen Tagen ein Buch entdeckt das mir empfohlen worden ist und ich möchte es gerne hier weiter Empfehlen und lege es euch ans Hertz den es sollte meiner Meinung nach jeder Servival Freak in seinem Rucksack haben. Viel Spaß damit https://bit.ly/2OQ6dwW

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oliver.devabindu.koenig 07.08.2018, 01:55
7. Max. 3 Tage ohne Wasser: Quatsch!

Habe selber zweimal 6 Tage ohne Flüssigkeitsaufnahme gehabt, und von Fällen von Schiffbrüchigen gelesen von bis zu 10-14 Tagen ohne Wasser überlebt.
Woher kommt dieser unbelegte Irrglaube, dass man nur 3 Tage ohne Wasser überleben kann?
Das kommt doch wohl auf die Bedingungen an, oder?
Z.B. ein 80-jähriger Herzkranker in der Wüste oder ein fitter 30-jähriger in gemäßigtem Klima in der eigenen Wohnung.
Und da gibt es eine große Bandbreite. Jedenfalls normalerweise unter den vom Autor geschilderten Bedingungen, wenn man sich wenig bewegt, und wenn man eine geschützte Unterkunft hat, kann man in gemäßigtem Klima wohl locker durchschnittlich eine Woche ohne Wasser überleben, wenn man sich vernünftig verhält.

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michael.mueller1 10.08.2018, 09:39
8. Na ja das denkt man so aber viele sind mit einfachsten Dingen

Überfordert. Ich z.B. wohne in der Grafschaft Bentheim, da war vor ein paar Jahren Schneechaos und in einigen Gebieten bis zu 2 Wochen der Strom weg. Bei uns selber zum Glück nur 1 Tag. Und was war? Die meisten hingen völlig hilflos rum. Die Mieter bei uns im Haus auch völlig kopflos. Ich habe dann 50 Meter Straße freigeschippt von Schnee und eine Steigung, habe das Auto wieder einsatzbereit gemacht. Die Nachbarn mich gefragt warum? Ich dann nur ja damit man im Notfall mobil ist und z.B. jemanden ins Krankenhaus fahren kann oder zu Verwandten oder zu Freunden wenn das noch länger ohne Strom geht. Und ich habe denen dann z.B. gesagt, ich könnte mein Campingmobil holen und die Outdoor Ausrüstung für Gaskocher, Licht und Heizung. Da gabe es aber große Kulleraugen. Dann habe ich denen gesagt Kühlschrank wenn möglich zulassen, der hält 24h, Wasser war ja zum Glück vorhanden. Na bei meinen Eltern konnte ich dann dank freigeräumten Auto Essen kochen (Gasherd) da war dann ein Tag zu schaffen. Aber ein längerer Stromausfall macht die meisten schon zu Notfallopfern, weil die sich gar nicht zu helfen wissen. Der Innenminister hat doch mal den Tipp herausgegeben, jeder sollte Vorräte haben, das er 2 Wochen durchhalten kann. Aber wer macht das? Ein Strom Blackout kann es hier auch geben und dann? Keine Heizung mehr, kein Kühlschrank, das ist für die meisten nach 3 Tagen dann schon das Ende der Fahnenstange. Also man sollte so etwas nicht ins lächerliche ziehen, alleine wenn man sich schon mal Gedanklich vorbereitet, was wäre wenn... Hilft einem schon mal weiter.

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michael.mueller1 10.08.2018, 09:46
9. Na vorsichtig, man kann überleben, ist aber...

Zitat von oliver.devabindu.koenig
Habe selber zweimal 6 Tage ohne Flüssigkeitsaufnahme gehabt, und von Fällen von Schiffbrüchigen gelesen von bis zu 10-14 Tagen ohne Wasser überlebt. Woher kommt dieser unbelegte Irrglaube, dass man nur 3 Tage ohne Wasser überleben kann? Das kommt doch wohl auf die Bedingungen an, oder? Z.B. ein 80-jähriger Herzkranker in der Wüste oder ein fitter 30-jähriger in gemäßigtem Klima in der eigenen Wohnung. Und da gibt es eine große Bandbreite. Jedenfalls normalerweise unter den vom Autor geschilderten Bedingungen, wenn man sich wenig bewegt, und wenn man eine geschützte Unterkunft hat, kann man in gemäßigtem Klima wohl locker durchschnittlich eine Woche ohne Wasser überleben, wenn man sich vernünftig verhält.
Es geht ja nicht darum rumzuliegen, sondern handlungsfähig zu bleiben und möglichst lange fit und gesund zu sein. Denn was sagt dir das nach einer Woche Hilfe kommt? Und wenn du dann völlig ausgetrocknet mit dem letzten Funken noch lebst, stirbst du auf dem Weg ins Krankenhaus. Es geht wirklich darum, die notwendigsten lebenserhaltenden Maßnahmen zu treffen, um möglichst lange am Leben zu bleiben und evtl. sogar noch handlungsfähig. Wenn du z.B. weisst, welche wasserhaltigen Pflanzen du essen kannst, hast du Nahrung und Wasser und bist vielleicht den entscheidenden Tag weiter. Überlebende Verschüttete die eine Woche ohne trinken waren haben z.B. Tautropfen oder Regentropfen gelutscht. Das war die entscheidende Idee usw. Und woher weisst du das du gerade so fit bist, das du 6 Tage durchhälst?

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