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Italiens schönste Dörfer: Andiamo! Ab ins Nirgendwo!
Borghi più belli d'Italia

Diese bunten Häuser! Dieser bröckelnde Putz! Diese verlassene Piazza! Italiens Provinz verzaubert Urlauber. Und genau die sollen nun die einsamen Dörfer retten.

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Jobuch 17.04.2017, 08:26
1. In Cinque Terre kriegt man keinen Stehplatz

Wenn man kann, fährt man die jeweiligen Orte von der Meerseite an - mit dem Auto kann man es vergessen. Von der Meerseite hat man auch genau den Blick, der besonders schön ist. Ist man mal drin, ist es Touri-Nepp vom Feinsten. Wenn man das einmal erlebt hat, reicht es auch. Das selbe gilt für Cefalú. Wenn man Zeit mitbringt und zum Beispiel bis Pisa die Autobahn nimmt und dann nur noch über Land fährt, kommt man an den "Borghi" fast automatisch vorbei. Es gibt jedoch in vielen der kleinen Dörfer kaum offizielle Unterkünfte - kein Wunder, wenn selten einer kommt. Kein Problem ist das, wenn man der italienischen Sprache einigermaßen mächtig ist - dann fragt man in der lokalen Bar nach und man hat umgehend eine Unterkunft mit Familienanschluß. Gerade wenn man sich "normal" verhält, sind die Italiener auf dem Land äußerst deutschfreundlich und selbst wenn einem bisweilen das ein oder andere Wort fehlt, wird gerne nachgeholfen, sie sind dankbar um jeden Brocken italienisch, den man fabriziert. Leider haben viele Italiener seit dem Euro ziemlich an Lebensfreude eingebüßt - im Gespräch mit den Gastgebern war das immer wieder Thema, daß man sich alleingelassen fühlt. Man sei früher arm, aber glücklich gewesen. Jetzt sei man zwar etwas wohlhabender, aber deswegen nicht glücklicher. Ich bereise Italien seit 30 Jahren und spreche leidlich Italienisch. Die Veränderungen in den Jahren seit etwa 2007 sind sehr deutlich erkennbar.

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Beorn 17.04.2017, 09:01
2. Klingt gut ...

... aber leider funktioniert der Link zur Website des Borghi Italia Tour Network schon mal nicht.
http://www.bitn.it/

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Sumerer 17.04.2017, 09:30
3.

Leider habe ich bisher nur die Dolomiten in Italien bisher etwas kennengelernt. Die Bilder regen jedenfalls zu weiteren Reisen an.

Wobei schon kritisch anzumerken ist, dass sie wohl zum Teil nachträglich kommentiert wurden.

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wernlythr 17.04.2017, 09:51
4. Italiens schönste Dörfer

In dieser Fotostrecke hat sich ein Fehler eingeschlichen: Foto Nr. 7 stellt nicht Otranto dar sondern Santa Cesarea Terme. Dieser Ort befindet sich etwa östlichen Küste 10 km südlich von Otranto an der östlichen Küste der Halbinsel Salento.

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tempus fugit 17.04.2017, 10:07
5. Was besseres für Italien, die kleinen Gemeinden...

...und deren Menschen konnte Musco garnicht einfallen - ein 'Geheimtipp' der in diesen 'bewegten Zeiten' eine Offenbarung ist für den Tourismus - für die Italiener und für die Besucher.

Zweifellos sind Venedig, Florenz, Rom wunderbare Städte, Italienliebhaber fahren möglichst ausser Saison dorthin, sonst geht mit dem Gedrängel der Genuss und das Ambiente verloren.
Genauso wie die CinqueTerre!
Tipp?
Nicht den Touri-Trampelweg sondern den Höhenweg ablaufen.

Oder Levanto als sehr schönens, lebendes Städtchen gleich nebenan.
Kann man mit einer etwas anstrengenden Wanderung durch Pinienwälder und nach duftendem Origano riechenden Pfaden erreichen.
Sollte ein Wildschwein kreuzen - einfach Vorfahrt lassen...
Levanto: Mit noch 'echten Italienern' wo man sich - noch? - nicht im nervenden Touri-Gedränge wie in Monterosso befindet. Die alte Bahntrasse wurde als Fussgänger- und Radweg und durch viele Tunnels direkt am Meer und Abstiegsmöglichkeiten für kleine Steinstrände entlang bis nach Bonasola - erinnert an verträumte Dörfer in Frankreich, aber mit Strand und Sand u.u.u. .
Toll für Familien mit Kindern.
Toskana?
Alternativ die Maremma-Gegend um den Monte Amiata (erloschener Vulkan) und den
vielen - auch spontanen - heissen und belebenden und gesunden Schwefelbädern.
Da kann man sich sogar im November im engen Tal richtig mit Hitze und Wohlfühlen aufheizen,
dann über die Natursteinmauer mit weiss-grün-gelben Ablagerungen ins eiskalte Flusswasser
und schnell wieder rein.
Bei unserem wohl 85jährigen Siro oben im Dorf eine Bistecca und und und selbstgemachten Wein,
ach nein, ich verrate keine Namen.
Selbst entdecken, wie wir....
Nach zig-km unbefestigter Wege, wo einem meterlange Schlangen den Weg kreuzen und wir eine riesige Staubwolke hinterliessen, wo man dann abenteuerlich an eine geteerte Strasse kommt - das Hinweisschild verbeult und unlesbar - und jetzt?...

Frei nach J. Augstein - der damals wohl noch in Seppelhosen rumlief: Im Zweifelsfalle links.

Dann stinkt's auf einmal nach faulen Eiern im tiefen, engen Tal. Links steigen Nebelschwaden auf, die Quellen, der Fluss, rechts die urige Locanda.
Anhalten, ausziehen, rein in dieses milchweisse Wasser, da so schwer ist, dass man darin fast wie im toten Meer dümplet - nur das Rauschen des aus dem Fels strömenden schwefligen Wassers, dass sich in natürlichen Becken sammelt und dann in den Fluss läuft.

Nein, wir duschen nicht, wir spülen uns im glasklaren Flusswasser - und haben einen echten Appetit.
Und der wird mit der relativ urigen aber köstlichen Toskanaküche bedient - mit freundlichen, einfachen aber hellwachen Menschen die sich ebenfalls freuen, dass wir durch unseren leicht schwefeligen Geruch eben als
Reisende und nicht als Massentouris erkennbar sind. Und, wenn gewollt, gern ein Schwätzchen abhalten,
ohne dass die Costata auf'm Feuer in der Ecke des Gastzimmers anbrennt...

Ach, ich wünsch' dieser Aktion wirklich das allerbeste an Erfolg und Dauer.

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Tante_Frieda 17.04.2017, 10:09
6. Eigenartig

Irgendwie ist sie ja schon eigenartig,diese Gespaltenheit der Touristen aus den mittel- und nordeuropäischen Länder.Was sie im Süden nicht oft genug mit Worten wie "romantisch" und "malerisch" kommentieren,wäre ihnen in der eigenen Heimat allenfalls eine abfällige Bemerkung darüber wert,wie es denn möglich sei,Häuser derart "verkommen" zu lassen statt sie mit neuestem Baumarkt-Chic aufzumöbeln - bzw. sie vollends zu verschandeln ;-)

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Mr.Meeks 17.04.2017, 10:24
7. authentisch?

achten sie darauf die Remax Immobilienagenturen sind nicht authentisch. Die netten Dörfer falls nicht nur Steinhaufen werden gerade modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht und verkauft zu Mondpreisen, als Ferienwohnungen. Liegt daran das sich die letzten verbliebenen alten Menschen zur Ruhe setzen um es mal freundlich aus zu drücken. Sie werden viele Italiener finden die in Deutschland waren dort Verwandte haben oder deutsch parlieren.

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cochon 17.04.2017, 10:25
8.

....wenn nicht überall die horriblen Mopeds ("motorini" klingt für mich wie ein Hohn) wären.

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tempus fugit 17.04.2017, 10:33
9. Die Schilderung der...

Zitat von Jobuch
Wenn man kann, fährt man die jeweiligen Orte von der Meerseite an - mit dem Auto kann man es vergessen. Von der Meerseite hat man auch genau den Blick, der besonders schön ist. Ist man mal drin, ist es Touri-Nepp vom Feinsten. Wenn man das einmal erlebt hat, reicht es auch. Das selbe gilt für Cefalú. Wenn man Zeit mitbringt und zum Beispiel bis Pisa die Autobahn nimmt und dann nur noch über Land fährt, kommt man an den "Borghi" fast automatisch vorbei. Es gibt jedoch in vielen der kleinen Dörfer kaum offizielle Unterkünfte - kein Wunder, wenn selten einer kommt. Kein Problem ist das, wenn man der italienischen Sprache einigermaßen mächtig ist - dann fragt man in der lokalen Bar nach und man hat umgehend eine Unterkunft mit Familienanschluß. Gerade wenn man sich "normal" verhält, sind die Italiener auf dem Land äußerst deutschfreundlich und selbst wenn einem bisweilen das ein oder andere Wort fehlt, wird gerne nachgeholfen, sie sind dankbar um jeden Brocken italienisch, den man fabriziert. Leider haben viele Italiener seit dem Euro ziemlich an Lebensfreude eingebüßt - im Gespräch mit den Gastgebern war das immer wieder Thema, daß man sich alleingelassen fühlt. Man sei früher arm, aber glücklich gewesen. Jetzt sei man zwar etwas wohlhabender, aber deswegen nicht glücklicher. Ich bereise Italien seit 30 Jahren und spreche leidlich Italienisch. Die Veränderungen in den Jahren seit etwa 2007 sind sehr deutlich erkennbar.
...Cinqueterre trifft weitgehend zu - daher Tipp: ab Ende September bis Anfang Mai ist es noch erträglich.
Nepp? Jein: auf dem Dorfplatz vor der Kirche in ???? (sag's nicht...) gibt's ein ganz tolles Restaurant, wo man innen in Ruhe und draussen emsig - essen kann.
Nicht gerade billig wie unten an der Passeggiata. Da isst man köstlich und wird vom Kellner sogar gegen dessen Interessen drauf hingewiesen, dass die Portionen reichlich sind (sind sie...) und man langsam machen soll mit dem Bestellen.
Selten sowas.
Aber gibt es - kostet 1 Zehner mehr aber die sind mehr als gut angelegt. Und der Chef, wohl Millionär, kocht immer noch selbst -
obwohl er's nicht mehr nötig hätte...

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