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Kampagne gegen verantwortungslose Fotos: Oh wie schön, oh wie hässlich
Getty Images/ iStockphoto

Instagram und Facebook sind voller Selfies und Fotos, die verbotenes oder umweltfeindliches Verhalten verherrlichen. Eine einflussreiche Reisebloggerin wehrt sich nun, sie will die Plattformen zum Umdenken zwingen.

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penie 22.09.2018, 17:20
1. Die Zensoren gewinnen so langsam die Oberhand

Jetzt soll frau nicht mal mehr Fotos veröffentlichen dürfen, die unerwünschtes Verhalten zeigen. Sind die Leute, die so etwas fordern, eigentlich noch bei Trost? Scheint mir nicht so.

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jzeiler 22.09.2018, 17:28
2. Komplett widersprüchlich

Diese Frau will erreichen, dass andere nicht "Instagram benutzen, um öffentlich Fotos und Videos davon zu posten, wie sie das Gesetz brechen oder sich an Aktivitäten beteiligen, die schädlich für die Umwelt sind"

Sie selber postet aber Fotos aus Namibia, Südamerika, Japan, Alaska: Ich hoffe sie ist zu Fuss oder mit dem Fahrrad dorthin gereist und hat nicht umweltschädlich das Flugzeug genutzt?

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peer.seus 22.09.2018, 17:31
3. Klarer Fall von Aufruf zu SJW

An sich ist das Anliegen ok, schießt aber mit der Forderung, dass die Plattfrmen als Hilfspolizisten eingespannt werden sollen, deutlich übers Ziel hinaus!

Wir leben ohnehin in einer merkwürdigen Zeit, in der allenthalben braue Zombies und Antidemokraten aus ihren Gruften steigen: Wir brauchen keine digitalen Diktatoren und auch keine SJW, sondern echten Dialog auf Augenhöhe, wie Demokratie auch digital funtionieren kann.

Gerade so ein Thema muss man ausdiskutieren und es muss sich ein Konsens bilden, wie man das lösen will. Ein Beispiel ist ja das hinlänglich bekannte bestrafen falscher Handlungen. Das Zensieren, weil es technisch scheinbar viel einfacher ist, ist eine perfide und zersetzerische Methode: Es ist das gegenteil von Aufklärung, es ist Etablierung von Macht und nachfolgend von willkürlicher Macht und von Machtmissbrauch!

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three-horses 22.09.2018, 17:42
4. Dann eben auch ich nicht.

Einverstanden. Aber auch etwas Egoismus dabei. Ich aber kein Andere. Dann eben auch ich nicht. Original ist oft sowieso nicht so
interessant. Als ich Sparta besucht habe und die vielle Buden voll mit Antik gesehen, war ich echt geheilt. Dabei latschte ich noch ueber eine boden Mosaik und das Geschrei war riesengross. Solche Orte sollen geschlossen bleiben. Ein Bericht mit Photos und unter Aufsicht gemacht soll reichen. Auch so sind die Schaeden, die durch die Archeologen verursacht werden, die aber alles ausbudeln muessen, imens.

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frenchie3 22.09.2018, 17:43
5. @1 Wenn das was die Frau will

Zensur ist dann hoffe ich darauf daß die Zensur zur Mode wird. Was gehen mir diese "ich laß mir doch nichts verbieten" Laberer auf den Zeiger

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marcojl 22.09.2018, 17:44
6.

früher wars die Kehrwoche und das Aufschreiben von Falschparkern. heute können sich die Moralapostel vor größerem Publikum online verwirklichen.

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Knossos 22.09.2018, 17:48
7. Prima!

Meinem Eindruck nach wird sich an falscher Stelle auf Selbstdisziplinierung verlassen, etwa wenn (eben vergeblich) darauf gewartet wird, daß Konsumenten destruktivem Kommerz beikommen, wo Eingriff des Gesetzgebers gefordert wäre.

In Sachen sozialer Medien, Foren und Beispielen wie dem obigem nimmt es sich umgekehrt aus. Statt entmündigendes Gouvernantentum nach Art der Inquisition, Zensur und Denunziation wiederzubeleben, scheint es zivilisatorisch erwachsen, über Initiative der Teilnehmer selbst zu guten Sitten zu kommen.

In dem Sinne ist Initiative genannter Elisabeth Brentano zu Eigenverantwortlichkeit wohl eine vorzügliche, die im besten Fall Kreise zieht.

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P-Schrauber 22.09.2018, 18:05
8. Stilpolizei NEIN DANKE!

Das Anliegen ist löblich, der Vorschlag der Durchführung jedoch nicht.

Dazu kommt Sie reist selbst an Orte die sie Anderen wegen ihrer besonderen Schönheit und Unberührtheit vorenthält, (Zitat: "Ortsmarke "nope" … "not here" ...").

Frau Brentano klappert also die super seltenen und total naturbelassensten Orte ab, damit möglichst viele Ihren Reiseblog sehen, anklicken, liken und was sonst noch, damit sie noch mehr "Fame" und wirtschaftliche Vorteile erhält.

Anderen gönnt Sie das natürlich gar nicht, weil dann wird ja alles kaputt getreten, (Zitat: "... Ich schlage vor, dass Instagram und Facebook sofort handeln und ein System einführen, dass es Usern ermöglicht, illegale und umweltschädliche Handlungen zu melden. ...")dann kann sie ja streng genommen gleich bei sich selbst anfangen und das posten von ehemals jungfräulichen Orten bitte sofort beenden.

Das ist schon ein starkes Stück ...

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quark2@mailinator.com 22.09.2018, 18:16
9.

Irre wie schnell das geht. Als Kind war man noch komplett frei, stundenlang im Wald, es gab keine Digitalkameras, keine Fingerabdrücke im Ausweis, keine Drohnen, keine Hubschrauber mit Infrarotkameras, usw. Eventuell mußten Fingerabdrücke von Hand verglichen werden, nicht per Computer und DNA gab es nicht. Trotzdem war die Welt sicher, die Haustüren unverschlossen, die Garagen- und Wohnungsschlösser ein Witz, die Autos ohne Alarmanlagen, das Gepäck kam ungescant ins Flugzeug. Wo soll das enden, mit der Überwachung und diesen Leuten, die einem noch aufs Klo folgen wollen, damit man nicht zuviel Papier verbraucht ? Ja, mitunter werden Regeln überschritten. Shit, dabei bleibe ich nacht um 3 an roten Ampeln stehen. Aber könnte es sein, daß ich Steinpilze finde und dann ggf. 2kg mitnähme, statt der erlaubten 1,2kg ? Ich würde für andere welche übrig lassen ... Was glaubt ihr eigentlich, warum die Leute Trump wählen ? Sie haben genug von den 110%igen Zeigefingern überall.

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