Forum: Reise
Kochschiffprojekt in Ecuador: "Touristen wollen nicht jeden Abend Bohnen mit Reis"
Samuel Schlaefli

Die Einheimischen im Amazonasbecken hüten einen Schatz. Auf dem Kochschiff eines Schweizers lernen sie nun, ihn Reisenden schmackhaft zu machen - und sich ihre Welt besser zu kochen.

hansiheppner 12.09.2017, 09:18
1. Nicht autentisch.

Dann wird den Ökotouristen vorgegaukelt, die Speisen seien so, wie sie die Einheimischen essen, dabei sind es Rezepte eines Schweizers. Da fährt man am besten gleich in die Schweiz.

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Celegorm 12.09.2017, 10:16
2.

Zitat von hansiheppner
Dann wird den Ökotouristen vorgegaukelt, die Speisen seien so, wie sie die Einheimischen essen, dabei sind es Rezepte eines Schweizers. Da fährt man am besten gleich in die Schweiz.
Blöderweise will aber niemand im Urlaub ein völlig "authentisches" Erlebnis haben, zumindest nicht, wenn damit gemeint ist, wirklich wie die Einheimischen zu leben und essen. Ist ja auch verständlich, es zahlt ja niemand Geld dafür, um dann tagelang in einer komfortfreien Hütte zu sitzen, Reis mit Reis zu essen und nichts zu tun. Und das gilt keineswegs nur für gehobenen Tourismus, sondern hinunter bis zum ach-so-aufgeschlossenen Backpacker. Auch der erwartet durchwegs mehr Annehmlichkeiten, als die Einheimischen es haben, und jagt Erlebnissen nach, die für Einheimische völlig irrelevant oder unbezahlbar sind.

Dass man also Leuten, denen Kulinarik bisher völlig unbekannt war, zeigt, was sie mit ihren Produkten und Möglichkeiten machen können, um touristisch interessanter zu werden, ist darum allemal sinnvoll. Überall sonst inklusive Deutschland hat man ja ähnliche Entwicklungsprozesse durchgemacht und macht diese immer noch. Ansonsten gäbs ja vielen deutschen Orten auch immer noch bloss hingerotzte Hafergrütze in abgeranzten Kneipen statt (Möchtegern-)Sterne-Küche noch im hintersten und letzten Gasthof..

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geotie 12.09.2017, 16:57
3.

Zitat von hansiheppner
Dann wird den Ökotouristen vorgegaukelt, die Speisen seien so, wie sie die Einheimischen essen, dabei sind es Rezepte eines Schweizers. Da fährt man am besten gleich in die Schweiz.
Ich bin sehr gerne in Brasilien, aber die Küche ist schon nach kurzer Zeit langweilig und fade. Da fehlt einfach die Abwechslung drinne. Ich glaub, mehr als 40 verchieden Produkte gibt es nicht. Werde demnächt mal zählen, aber vorher werde ich nach den Rezepten aus meinem Heimalland kochen und genüßlich in der Hängematte schaukeln.

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pelayo1 13.09.2017, 07:24
4.

Bohnen und Reis essen die Leute da aber jeden Tag. Wer dort europäischen Luxus erwartet, sollte fort bleiben.

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hcsir 13.09.2017, 07:57
5.

Der kocht ja in Brasilien nicht nach Schweizer Rezepten, sondern versucht, mit lokalen Produkten Abwechslung und Qualität in das regionale Angebot zu bringen.

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