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Königsstuhl auf Rügen: Ein paar Planken, viel Ärger
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Am Königsstuhl auf Rügen gibt es Zoff. Die Insulaner wollen die Touristen halten - doch wie? Sie streiten um eine gesperrte Holztreppe und eine geplante Aussichtsplattform. Jetzt kommt ein Bürgerentscheid.

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Leibdschor 16.08.2018, 08:31
1. Immer das gleiche...

Gezeter. Die einen dafür, die anderen dagegen. Eins sollte klar sein: die Kreideküste ist instabil. Damit sollte man sich abfinden. Die Treppe zu sperren ist sinnvoll. Das Geschrei bei einem Unfall höre ich jetzt schon. Über die Brücke kann man streiten, ist jedenfalls sicherer als ein Abbruch des Königstuhls mit Besuchern herauf zuschwören. Und Urlauber gibt es genug auf Rügen und wird es auch in Zukunft geben. Also nur wieder das übliche Gezeter von ewig gestrigen und pragmatisch nach vorn denkenden Mitmenschen.

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David McB 16.08.2018, 08:45
2. Vor 3 Wochen...

... war ich auf Rügen. Wir fuhren mit der Fähre bis Sassnitz und dann mit dem Bus zum Königsstuhl, das kostete pro Person schon etwa 16€. Dann verlangten sie diese 9,50€ für den Königsstuhl. Keiner wollte für eine Plattform diese Summe zusätzlich bezahlen. Also boykottierten wir den Königsstuhl und gingen zur etwa 300m entfernten Plattform, welche zwar winzig ist, aber umsonst zu betreten. Auf dem Weg dahin passiert man jene Treppe zum Strand, leider tatsächlich gesperrt. Weshalb der kleine Schaden nicht sofort behoben wurde, stattdessen plötzlich diverse Gefahren aufzählte (welche es freilich schon immer gegeben haben sollte)? Vielleicht um mehr Menschen zur kostenpflichtigen Plattform zu leiten?

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Armosa 16.08.2018, 09:05
3. ich bin ganz

sicher nicht geizig, aber schon vor 3 Jahren habe ich mich geweigert, das Eintrittsgeld ins NPZ zu zahlen. Und ich war nicht allein!!! Viele der Besucher schüttelten nur den Kopf und sagten: reine Abzocke!

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Augustusrex 16.08.2018, 09:45
4. Die Zeiten ändern sich

Es gab Zeiten, da fuhr man mit der Rennpappe bis auf die Lichtung vor dem Königstuhl, stellte das Gefährt dort ab und betrat den Königstuhl. Kurz daneben führte ein schmaler Pfad nach unten zum Strand. Die letzten ca. 3 m ging es über eine Leiter. Später bezahlte man für den Zugang zum Königsstuhl 1 D-Mark. Der bequeme hölzerne Weg nach unten wurde gebaut. Jetzt parkt man mehrere Kilometer vorher, fährt mit dem kostenpflichtigen Bus vor, falls man nicht die ganze Strecke laufen will, und bezahlt dann den hohen Eintritt für das wenig Gegenwert bietende NPZ. Der schöne Weg nach unten ist dazu gesperrt. Das Ganze ist sicher von Nutzen für die Betreiber der Anlage. Ob das für den Besucher auch so ist, mag ich nicht unbedingt bejahen.

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spiegelonlineleser01 16.08.2018, 09:52
5. Wir waren...

...auch im letzten Monat im Urlaub auf Rügen. Mit unserer Tochter wollten wir uns auch den Königsstuhl ansehen. Am Abend vorher schaute ich mir mal die Homepage an und war ganz erschrocken, dass die Besichtigung über ein Besucherzentrum 9,5 € kosten, sollte zzgl. Parkgebühren. Wir sind dann von Sellin aus nach Sassnitz gefahren, 2 km einen Waldweg die Steilküste entlang mit ebenso schönen Ausblicken.

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Nationalpark-Zentrum 16.08.2018, 13:53
6. Vielfältige Entdeckungsmöglichkeiten im Nationalpark Jasmund

Der Nationalpark Jasmund mit seiner 12 km langen Kreideküste sowie die atemberaubenden Blick auf den Königsstuhl von der Viktoriasicht aus ist kostenfrei und für alle uneingeschränkt nutzbar. Hier hat man alleine schon von drei unterschiedlichen Aussichtspunkten eine tolle Gelegenheit, um Erinnerungsbilder zu machen. Der Königsstuhl ist bereits seit den 60er Jahren auf Grund der Instandhaltungsmaßnahmen ein kostenpflichteges Angebot. Jedem steht es frei, ob er genau auf dem Punkt des Königsstuhls noch einmal stehen und die umfangreiche Erlebnisausstellung im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl besuchen möchte. Die gemeinnützige GmbH, welche das Nationalpark-Zentrum inklusive der Sicherung und Instandhaltung der Aussichtsplattform Königsstuhl betreibt, sieht hierfür einen kostendeckenden Eintrittspreis vor. Mit der Eröffnung des Zentrums im Jahr 2004 wurde ein zusätzliches Angebot geschaffen, um nicht nur Kreideküste zu sehen, sondern auch den Nationalpark, die Idee dahinter und seine besonders schützenswerten Lebensräume zu verstehen.

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karlsiegfried 16.08.2018, 14:00
7. Es ist sicherlich keine Bildungs- und Erlebnislücke ...

... Rügen nicht gesehen und betreten zu haben. Damit kann ich prima Leben. Und obendrein horrende Park- und Besichtigungsgebühren zu zahlen, für landschaftliche Ausblicke und Eindrücke, die ich vor meiner Haustür (Düsseldorf) oder anderswo kostenlos erleben kann, halte ich auch für unnötig. Fazit: Rügen ist für mich von der Landkarte gestrichen, auch wegen der Abzockerei.

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tp13 16.08.2018, 14:58
8. und wofür gibt es die Kurtaxe

die auf Rügen sehr reichlich fliessen dürfte? Womit man sich einmal mehr fragt, was diese Abzocke überhaupt soll.
Also kurz festgehalten:
- Eine Treppe wird bewusst nicht instandgesetzt.

- Königsstuhl und Zentrum kosten horrenden Eintritt.

- Der Eintritt wird mit angeblichen Kosten begründet.

Diese Kosten sind gleichzeitig der Erhebungsgrund für die heftige Kurtaxe vor Ort.
Vielen Dank an den Spiegel für diesen Bericht. Ich selbst hatte vor, später im Jahr für ein paar Tage nach Rügen zu fahren. Das ist jetzt gestorben, so eine Abzocke will ich nicht unterstützen. Den Quark macht Ihr dort mal schöne alleine, Ihr könnt Eure Kur alleine taxieren.

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lazarus.beutelmoser 16.08.2018, 15:08
9. Empfehlung:

Man gehe zur Viktoriasicht! Die war zumindest vor zwei Jahren noch kostenlos zu erreichen (dürfte immer noch so sein). Von da aus sieht man genauso gut auf das Meer und vor allem kann man auf den Königsstuhl sehen. Wesentlich interessanter!

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