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Kuba im Wandel: "Wer einfach nur Strandurlaub machen möchte, könnte enttäuscht werden
bruno-maul.de

Auf seiner ersten Kubareise wurde der Fotograf Bruno Maul bestohlen. Das war das Beste, was ihm passieren konnte, sagt er heute. Seither kehrt er immer wieder auf die Insel zurück - und dokumentiert ihre Verwandlung.

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raoul2 09.10.2017, 06:09
1. Kuba befindet sich

in einem derartig rasanten Wandel, daß es dumm wäre, sich die Chance entgehen zu lassen, live fabei zu sein.
Auf nach Kuba. Wir sind ALLE reif für die Insel.

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napoleonwilson 09.10.2017, 07:24
2. Cuba

Ich war im Jahr 2000 das erste mal auf Cuba. In Guardalavaca. Melia Rio de Oro. ( jetzt Paradisus). Definitiv einer der schönsten Strände der Welt. Die Anlage ein Traum. Nur Gäste mit Niveau. Jeep Safari , Dolphin Swimming, Doppeldecker Flug. Top

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StefanXX 09.10.2017, 07:47
3. Wer nichts hat kann nichts verlieren

Ich war auch in Kuba und eines vorweg: Es war mein bester Urlaub den ich ja hatte. Die Strände sind sagenhaft, die Landschaft sehenswert und die Bevölkerung liebenswert. Dem Artikel kann ich allerdings überhaupt nicht zustimmen. Es soll also besser sein in bitterer Armut zu leben (was viele Kubaner tun), als etwas zu haben, selbst wenn man es dann schützen muss? Sorry, auch wenn die Autorin vielleicht öfter in Kuba war als ich, aber so kann nur jemand reden der ab und zu mal dahinfliegt und ansonsten seinen Wohlstand im reichen Deutschland genießt.

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touri 09.10.2017, 08:28
4.

Zitat von StefanXX
Ich war auch in Kuba und eines vorweg: Es war mein bester Urlaub den ich ja hatte. Die Strände sind sagenhaft, die Landschaft sehenswert und die Bevölkerung liebenswert. Dem Artikel kann ich allerdings überhaupt nicht zustimmen. Es soll also besser sein in bitterer Armut zu leben (was viele Kubaner tun), als etwas zu haben, selbst wenn man es dann schützen muss? Sorry, auch wenn die Autorin vielleicht öfter in Kuba war als ich, aber so kann nur jemand reden der ab und zu mal dahinfliegt und ansonsten seinen Wohlstand im reichen Deutschland genießt.
Ich sehe nicht, dass der Autor eine Wertung vorgenommen hätte. Er hat lediglich beide Seiten der Medaille "Kapitalismus" aufgezeigt.

Davon abgesehen hat Armut/Reichtum nicht unbedingt etwas mit Zufriedenheit zu tun, solange die Grundbedürfnisse (Essen, Dach über den Kopf) gedeckt sind. Z.B. Denken Sie jemand in leitender Funktion in einem Großkonzern, der sehr gut verdient aber min. 10 Stunden am Tag arbeitet, 6 Tage die Woche ist glücklicher als der durchschnittliche Kubaner?

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StefanXX 09.10.2017, 08:36
5.

Zitat von touri
Ich sehe nicht, dass der Autor eine Wertung vorgenommen hätte. Er hat lediglich beide Seiten der Medaille "Kapitalismus" aufgezeigt. Davon abgesehen hat Armut/Reichtum nicht unbedingt etwas mit Zufriedenheit zu tun, solange die Grundbedürfnisse (Essen, Dach über den Kopf) gedeckt sind. Z.B. .....
Ja das denke ich schon. Ich weiß ja nicht ob Sie schon mal durch Havanna gegangen sind und die bitterarmen Kinder in Ihren zerfetzen Klamotten gesehen haben, die gezwungen sind/werden jeden Touristen anzubetteln. Das hat nicht so ausgesehen als hätten Sie Spaß dabei und eine erfüllte Kindheit.

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StefanXX 09.10.2017, 08:50
6.

Zitat von touri
Ich sehe nicht, dass der Autor eine Wertung vorgenommen hätte. Er hat lediglich beide Seiten der Medaille "Kapitalismus" aufgezeigt. Davon abgesehen hat Armut/Reichtum nicht unbedingt etwas mit Zufriedenheit zu tun, solange die Grundbedürfnisse (Essen, Dach über den Kopf) gedeckt sind. Z.B. Denken Sie jemand in leitender Funktion in einem Großkonzern, der sehr gut verdient aber min. 10 Stunden am Tag arbeitet, 6 Tage die Woche ist glücklicher als der durchschnittliche Kubaner?
Im übrigen gibt es noch einen ganz entscheidenden Unterschied: Der Manager bei uns hat die Wahl ob er sich das antut oder nicht. Viele Einwohner in Kuba haben keine Wahl. Ich finde es grotesk die wenigen Vorteile, die ein Sozialismus wie er in Kuba herrscht bietet, mit den Nachteilen "verrechnen" zu wollen. Das erinnert mich immer an diejenigen, die versuchen selbst dem Nationalsozialismus noch etwas Gutes abzugewinnen indem Sie sagen damals hätte man aber ja Autobahnen gebaut. Dass Armut/Reichtum nicht zwangsläufig etwas mit Zufriedenheit zu tun haben, da gebe ich Ihnen Recht. Es gibt auch arme Leute die zufrieden sind und reiche Leute, die unglücklich sind. Aber die Wahrscheinlichkeit als Wohlhabener zufrieden zu sein ist wesentlich höher als als Armer.

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Augustusrex 09.10.2017, 09:41
7. Eigentümlich

Es ist eigentümlich, dass Wohlstandstouristen immer wieder Armut als "pittoresk" und Notgemeinschaft als "menschlichen Zusammenhalt" euphemisieren.

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Bodden 09.10.2017, 10:26
8.

Ich kann Ihre Sichtweise nicht teilen und mich irritiert was sie für ein Bild von Kuba zeichnen (wollen). Ich war letztes Jahr 6 Wochen auf Kuba, davon insgesamt mehr als 7 Tage in Havanna und habe dort sehr unterschiedliche Ecken und Viertel (heruntergekommene Ecken in Zentralhavanna, riesige Plattenbauten, die extrem touristische Altstadt und idyllischere Einfamilienhaussiedlungen in Vedado etc.) gesehen.
Als weißer Europäer wurde ich auch sehr oft angesprochen und teilweise mit wiederkehrenden Maschen angebettelt, aber bitterarme Kinder in zerfetzten Klamotten waren nie dabei.
Wenn ich Kinder gesehen habe, hatten sie in der Regel ihre Schuluniform an. Kinder genießen außerdem höchsten Stellenwert dort (wovon sich unser Land mal eine Scheibe abscheiden könnte), die werden nicht in zerfetzten Klamotten zum betteln geschickt. Sowas konnte ich leider in anderen "kapitalistischen" südamerikanischen Ländern wahrnehmen. Man kann gerne über die sehr vielen Kehrseiten des sozialistischen Systems reden (z.B. über die Beeinträchtigung der Freiheit und dass es inzwischen so sehr auf den Tourismus angewiesen ist, und viele qualifizierte Menschen lieber als Taxifahrer oder Kellner arbeiten, da man in diesen Jobs inzwischen deutlich mehr Geld verdienen kann.), aber nicht, wenn man bestimmte Aspekte wie die staatliche Grundversorgung (Dach über den Kopf, warmes Wasser Strom, Essen, Bildung, Krankenversicherung) völlig verkennt.

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lachina 09.10.2017, 11:00
9.

Ich sage es immer wieder gerne: Natürlich kann man Cuba nicht mit dem reichen Deutschland vergleichen, aber mit Ländern in der gleichen geographischen Situation, da wären die Dominikanische Republik und Haiti, beide kapitalistisch. Wo geht es bitte den Leuten besser? Es gibt übrigens auch arme Länder, da beklauen sich die Armen gegenseitig. Keine Kriminalität - das hat nicht nur mit nicht vorhandenen Waren zu tun, das ist eine bestimmte Lebenshaltung, Solidarität. In Europa gab es das beispielsweise noch im ländlichen Irland bis in die Achziger, dass die Türen nicht verschlossen werden, selbst erlebt.
Und wenn man nach den ach so geringen Vorteilen des Sozialismus wie medizinische Versorgung und gute Bildung fragt, es ist den Kubanern sehr zu wünschen, einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus zu finden, so etwas Ähnliches gab es hier auch einmal, nannte sich "Soziale Marktwirtschaft"

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