Forum: Reise
Londoner Globus-Manufaktur: Um die Erde für 80.000 Euro
Andy Lockley

Genug von Google Maps? Die Globus-Manufaktur Bellerby in London stellt edle Erdkugeln für zehntausende Euro her, auch ausgefallene Kundenwünsche werden erfüllt. Ein Besuch in einem besonderen Atelier.

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lupus_major 15.02.2017, 08:08
1. Entschleunigung

...tut so wunderbar gut. Verzicht auf die Hektik des Alltags. Einfach keine News lesen oder kein Fernsehen schauen. Als Segler auf den Meeren kenn ich das. Schon nach dem ersten Tag vermißt man den alltäglichen Newsbomberwahnsinn nicht mehr. Die Erde, der Globus drehen sich auch so weiter.
Wundervoll wie in unserer digitalen Welt so dann tolle Handwerke entstehen.
Toller Artikel, noch bessere Geschäftsidee.

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hatschon 15.02.2017, 08:11
2. Für das Geld

Kann ich mir alle Kontinente anschauen und dann auch noch einen schönen alten Globus auf dem Flohmarkt kaufen 80.000€ reicht um die Welt real zusehen .

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Newspeak 15.02.2017, 08:11
3. ...

So sehr ich das Handwerkliche bewundere, so sehr stoesst es mich ab, das solche Laeden nur deshalb moeglich sind, weil sich einige Wenige hemmungslos bereichern und dann nicht wissen, wohin mit dem Geld, waehrend andere kaum ueber die Runden kommen. Aber vermutlich muessen erst Jahrhunderte ins Land gehen. Wer denkt bei den Kunstwerken der Renaissance noch an die armen Teufel, die damals lebten.

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trompetenmann 15.02.2017, 09:21
4. Toller Beruf...

... mit viel Handarbeit. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob tatsächlich alles in Handarbeit hergestellt werden muss?

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wohlmein 15.02.2017, 09:34
5. Die Globen der deutschen Manufaktur

Globen von Räth sind wahlweise aus Plastik oder aus mundgeblasenem Glas. Je nach dem, ob der Globus beleuchtet ist,
sieht man die politische Gliederung, andernfalls die Morphologie.
Ein Räth-Globus aus Glas kostet bei Manufactum keine 80.000€, sondern lediglich 369. Ist aber auch etwas kleiner,
für Dreizimmerwohnungen immernoch passabel.

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dasbeau 15.02.2017, 09:35
6.

Ich kann das gut nachvollziehen, ich habe noch einen Glasglobus aus den 50ern zuhause. Natürlich kein Einzelstück wie die Globen von Bellerby, dennoch etwas Besonderes und mit den heutigen Plastikgloben nicht vergleichbar. Das mit dem Streicheln kommt mir sehr bekannt vor, gerade nach einer langen Reise, nach der man die Erde wieder ganz anders begreift und betrachtet.
Was mir allerdings übertrieben dargestellt erscheint ist das "Problem, die Karte auf die Kugel zu bringen". Dass dies mit noch feuchten Elementen nicht ganz einfach ist und zudem absolute Millimeterarbeit erfordert ist klar, das stelle ich nicht in Abrede, aber in dem Artikel kommt es so rüber, als sei die Übertragung der Karte auf die Kugel grundsätzlich ein Problem. Dabei ist das zugrundeliegende Prinzip recht einfach. Wir haben damals sogar im Erdkunde-Leistungskurs (Ende der 80er) die verschiedensten Abbildungs- und Projektionsmöglichkeiten von Karten gelernt. Das war natürlich meilenweit von diesen Kunstwerken hier entfernt, aber das grds. Prinzip ist durchaus simpel. - Aber ich will nicht meckern, liegt wie gesagt evtl. an der Darstellung im Artikel. Die Globen sehen toll aus, aber für ein paar tausend Euro.... Da geb ich dem Mitforisten recht: Für das Geld schau ich mir die Welt lieber in echt an.

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p2063 15.02.2017, 10:22
7.

Zitat von trompetenmann
... mit viel Handarbeit. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob tatsächlich alles in Handarbeit hergestellt werden muss?
es muss genauso wenig in Handarbeit hergestellt werden wie ein Möbelstück, ein Buch oder ein Auto. Trotzdem gibt es Leute, die für handwerkliche Perfektion und dadurch mögliche Individualisierung bezahlen, statt sich ein billiges Plastikteil zu kaufen

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The Restless 15.02.2017, 11:13
8.

Ich würde jedes einzelne Segment mit einem hochwertigen Scanner archivieren, und dann auch Duplikate herstellen, die entsprechend preisgünstiger ausfallen können. Man muss ja nicht für jeden Globus gleich zum Pinsel greifen ...

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Analog 15.02.2017, 11:20
9. Es würden die Kunstwerke der Renaissance gar nicht geben,

Zitat von Newspeak
So sehr ich das Handwerkliche bewundere, so sehr stoesst es mich ab, das solche Laeden nur deshalb moeglich sind, weil sich einige Wenige hemmungslos bereichern und dann nicht wissen, wohin mit dem Geld, waehrend andere kaum ueber die Runden kommen. Aber vermutlich muessen erst Jahrhunderte ins Land gehen. Wer denkt bei den Kunstwerken der Renaissance noch an die armen Teufel, die damals lebten.
wenn man damals das Geld "gerecht" auf alle verteilt hätte. Es wären wahrscheinlich alle satt geworden, aber es hätte keiner so viel Geld übrig gehabt, dass man das Außergewöhnliche (teure) bezahlen könnte.

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