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Maximal 30 Übernachtungen: Amsterdam verschärft Auflagen für Airbnb
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Die niederländische Hauptstadt kämpft gegen die Überlastung von Stadtvierteln durch Airbnb-Touristen - und reagiert: Vermieter dürfen ihre Wohnungen in Amsterdam künftig nur noch 30 Tage im Jahr vermieten.

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frankfurtbeat 10.01.2018, 15:16
1. es ...

es ist ein korrektes Vorgehen um damit den Bewohnern der Stadt noch wohnen zu ermöglichen. Die Szenarien sind u.a. in Rom, Venedig, Berlin nicht anders ... EInheimische bekommen keinen Wohnungen mehr da geldgierige Spekulanten und Eigentümer höhere Renditen sehen. Würde man dies einfach weiterlaufen lassen hätte man in ein paar Jahren lauter wonderworlds.

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dober 10.01.2018, 16:35
2. meine Meinung ..

als Besitzer/Eigentümer sollte es mir selbst überlassen sein , was ich mit diesem mache , muss dafür ja auch jede Menge bezahlen und Verantworten .
Es wäre ratsamer , das sich die Politik mehr für sozialen Wohnungsbau stark macht und "Randgebiete" attraktiver gestaltet , vor allem da Milliarden von Euros Steuern mehr eingenommen werden .

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sogos 10.01.2018, 16:35
3. schoen

Gruesse aus Amsterdam, wo ich wohne. Ganz ehrlich der Vergleich mit Paris, Berlin oder London passt nicht ganz, da diese Staedte so gross sind, dass man halt die Gebiete hat, wo sich nur Touristen aufhalten und dem normalen Einwohner nicht in die quere kommen. Vergleich ist eher Venedig. Auch die Wohnungspreise aendern sich dadurch nicht in einer 4-20 Millionenstadt. Amsterdam ist klein. In Amsterdam wohnen gerade mal 800000 Menschen. Es gibt ein Zentrum zum Einkaufen (Kalverstraat). Auf dem Hoehepunkt waren geschaezt 2-3% aller Wohnungen von Amsterdam auf Airbnb! Im Zentrum waren das mal locker 10-20%, d.h 1 Wohnung in jedem Haus!
Das Zentrum wurde in einen Touristen Themepark umgewandelt, nach Statistiken der Stadt gibt es 280 Laeden, die fuer Touristen sind. Anstatt Sachen zu bekommen, die man braucht muss der Bilderrahmenhaendler zu machen und dafuer kommt eine profitablere x-te Belgische Frittenbude.
Sorry, so gerne wie wir moegen, dass Leute unsere Stadt moegen - es wird darauf hinauslaufen, dass sich nur noch Leute mit Geld, und Leute die Geld hierlassen sich das leisten koennen. Das ist leider der einizge Weg den Toruistenstrom, der sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt hat einzudaemmen.

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niewieda 10.01.2018, 16:53
4. Schluss mit diesem Mega Unfug!

Vermieten sollte nur der dürfen, der von der jeweiligen Kommune eine Genehmigung erhält, alle anfallenden Steuern bezahlt, die Gäste versichert und die Gesundheitsvorschriften einhält. Nur so ist über den danach anfallenden Preis Transparenz zu erwarten im Vergleich zu gewerblichen Vermietern.

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Martin0211 10.01.2018, 17:16
5. Die Regelung trifft die falschen und ist kontraproduktiv

Ich kann das Argument des "Schutzes knappen Wohnraums" nur sehr bedingt nachvollziehen.
Ich arbeite ca. 9 Monate im Jahr im Ausland, bin aber in Summe rund 3 Monate im Jahr in meiner Wohnung in Düsseldorf. Wenn ich die Wohnung in den übrigen 9 Monaten nicht über AirBNB vermieten kann, steht sie ungenutzt leer.

Dadurch, dass ich die Wohnung in dieser Zeit vermieten kann, wird der Wohnraum viel effizienter genutzt. Es wird immerhin 1 Hotelzimmer weniger in Düsseldorf benötigt. Wenn das mehr Menschen so machen, werden in Düsseldorf insg. weniger Hotels benötigt und dort wo sonst Hotels gebaut würden, können neue Wohnungen entstehen.

Auf diese Weise verringert AirBNB sogar mittelfristig die Wohnungsknappheit.

Fazit: Ich kann noch etwas nachvollziehen, wenn ausschließlich für AirBNB genutzte Privatwohnungen verhindert werden sollen. Wenn dies unbedingt durch eine Begrenzung auf eine Anzahl von Tagen erfolgen soll, dann würde es reichen, wenn auf 182 Tage begrenzt wird. Eine Regelung, die max. 30 oder 60 Tage Vermietung über AirBNB zulässt ist. m.E. aber nicht zeitgemäß und führt sogar eher zu einer Verschlechterung der Wohnungssituation, weil der Raum weniger effizient genutzt wird. Ganz davon abgesehen, dass es ein ziemlich deutlicher Eingriff in die Eigentumsrechte ist.

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dober 10.01.2018, 17:17
6.

Zitat von niewieda
Vermieten sollte nur der dürfen, der von der jeweiligen Kommune eine Genehmigung erhält, alle anfallenden Steuern bezahlt, die Gäste versichert und die Gesundheitsvorschriften einhält. Nur so ist über den danach anfallenden Preis Transparenz zu erwarten im Vergleich zu gewerblichen Vermietern.
Airbnb Vermieter sind gewerbliche Vermieter und zahlen nun mal auch Gewerbesteuern .

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trompetenmann 10.01.2018, 18:17
7. Obschon ich das Problem verstehe

kann ich nicht akzeptieren, dass der Staat oder eine Stadtverwaltung bestimmen kann, meine Wohnung zu vermieten oder nicht? Man könnte ja auch alle Hotels schließen, dann kämen auch weniger Touristen.

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SVW80 10.01.2018, 22:09
8. Das kann ich mir nicht vorstellen...

Zitat von dober
Airbnb Vermieter sind gewerbliche Vermieter und zahlen nun mal auch Gewerbesteuern .
Airbnb-Vermieter sind größtenteils Privatleute, die ihre Bude gelegentlich für ein paar Tage (unter-)vermieten. Ich bezweifele, dass diejenigen die damit erzielten Einnahmen überhaupt in der Steuererklärung angeben. Das ist aber ein anderes Thema.
Selbst wenn jemand das in einem solchen Umfang macht, dass damit dem Grunde nach eine gewerbliche Tätigkeit begründet würde, zahlt der sicher keine Gewerbesteuer.
Für natürliche Personen und Personengesellschaften gilt in der Gewerbesteuer ein Freibetrag von € 24.500 pro Jahr (Gewinn, nicht nur Einnahmen). Da muss man mit der tageweisen Vermietung der eigenen Wohnung erstmal hinkommen...

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alfredo24 10.01.2018, 22:32
9. Politik mischt sich in private Dinge ein u. riecht weitere Einnahmen.

Ich bin kein Vermieter von Airbnb, doch ich nutze im Ausland jedes Jahr Airbnb. Dabei bin ich sehr froh, dass ich preiswert im Zentrum einer größeren Stadt wohnen kann. Es ist nicht so luxuriös, wie in einem Hotel, aber dafür kann ich für wenig Geld reisen und lerne gleich auch noch Leute vor Ort kennen. Im Normalfall sind es Leute, die sich sonst kein Eigentum leisten könnten. Also weniger reiche Leute. So wie in einem Fall einer Lehrerin, die sich eine 3-Zimmer-Altbau-ETW im Zentrum gekauft hatte. Diese dann hochwertig renovieren lies, ein Zimmer bewohnte und die anderen zwei Zimmer über Airbnb vermietete. Sie muss das Checkin und Checkout organisieren und Bettwäsche sowie Handtücher bereithalten, für die jeweils neuen Gäste. Sorry, solche Menschen machen mehr als ihren Beruf und sollen nun vom immer gierigeren Staat, Land oder der Kommune steuerlich oder restriktiv abgezockt werden. Die Politiker merken: Hier ist noch etwas zu holen. Leider denkt besonders im europäischen Raum die Politik immer sehr kurzfristig. Denn der eine baut sich durch zusätzliche Arbeit so etwas auf, der andere versucht seine Rente aufzubessern und belastet nicht zusätzlich den Staat. Leider wird immer wieder von der Politik versucht sich einzumischen: Man könnte ja wieder eine neue Steuer erfinden. Widerlich solche Politiker.

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