Forum: Reise
Motelsterben in den USA: Und ewig leuchtet der Cowboy
Steve Fitch

Neon-Motelschilder kündigten früher saubere Räume, Pools und ein Telefon im Zimmer an. Seit mehr als 40 Jahren dokumentiert der Fotograf Steve Fitch die schönsten Exemplare entlang amerikanischer Highways.

nordlys 09.07.2018, 14:34
1. Magie

Von den amerikanischen Neon Signs geht für mich eine Magie aus, sie verkörpern für mich den Mythos USA, ein Sehnsuchtsland, ein Versprechen. Ich hoffe, die Amerikaner erhalten möglichst viele dieser Kunstwerke. Die Vielfalt, die Individualität dieser Zeitzeugnisse ist ein Wert, der in der heutigen Zeiten verloren zu gehen droht. Das Buch kommt definitiv auf die Kaufliste.

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blödbacke 09.07.2018, 21:06
2. Wo übernachten die jetzt alle?

Als ich in den 90ern gut 15.000 Meilen durch die USA gereist bin, habe ich oft im 20 Dollar Inn übernachtet, das gab es damals alle paar Meilen, gefühlt jedenfalls. Zimmer mit Frühstück in Form von abgestandenem Kaffee plus zwei Donuts inklusive. Beim letzten Urlaub dort vor einigen Jahren hab ich fast kein Motel mehr gefunden und musste mehrfach im Auto oder Zelt übernachten...

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manicmecanic 09.07.2018, 21:52
3. gibt immer noch genug

auch wenns schon spürbar weniger sind als in alten Zeiten.Ich bin 81 länger Wahlami gewesen und habe per Daumen also Auto die USA mehrfach durchquert.Auch heute noch gibts eine Menge günstiger Motels aber fast nur noch von Ketten sowohl regionale wie statewide.Man kann auch immer noch wie in alten Zeiten sobald man einen Staat per KFZ betritt im Tourist Information Center sehr bequem nach Motels etc gucken und sie sogar von da umsonst zwecks Reservierung anrufen.Die USA sind immer noch ein Autoreiseland auch wenn die Flugreisen deutlich zugenommen haben.

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Seraphan 09.07.2018, 22:41
4.

Achja, meine erste Nacht in den USA habe ich auch in einem Motel verbracht. Die Gerüche, und das meine ich positiv, habe ich heute noch in der Nase, und wenn mir diese irgendwo auf der Welt in die Nase steigen, muss ich lächeln. Das war alles so interessant und kannte ich nur aus dem Fernsehen. Cola-Automat die Treppe runter, Pool hinterm Haus, alle möglichen Typen, die dort abstiegen oder herumlungerten, jede Menge urige Diners in unmittelbarer Nähe. Es war zwar nicht so bunt und retro wie die Motels, über die im Artikel geschrieben wurden - eher Ende 70er/Anfang 80er-Stil - aber beeindruckend. Danach habe ich nochmal auf dem Weg von Texas nach Miami runter in einem Motel verbracht und bei 2 Wochentouren mit einer Verkäufertruppe in der Pampa. 8 Mann auf einem Zimmer mit einem Doppelbett.

Naja, ich fand immer, diese Motels hatten Charme, wenn ich an ihnen vorbeigefahren bin. Es ist tatsächlich schade, dass es weniger werden. Ich vermute, dass die komfortablen und schnellen Autos heutzutage, die erschwinglichen Flugtickets dazu beigetragen haben. Auch muss man der Typ für solch ein Geschäft sein, dass es möglicherweise schwierig wird, seinen Kindern eine Nachfolge schmackhaft zu machen. Die interessanten Grundstückspreise entlang Fern- und Landstraße sind dann auch noch ein Argument auf der Gegenseite. In jedem Fall finde ich es gut, dass man angefangen hat, es als Kulturgut zu schützen. Es wird Millionen geben, ob Einwanderer, Einheimische oder Touristen, die mit diesen Landmarken schöne Erinnerungen verbinden.

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