Forum: Reise
Nach der Krise in Scharm al-Scheich: Wieder Farbe am Riff
Lutz Hoffmann

Über anderthalb Jahre lag der Tourismus in Scharm al-Scheich danieder. Taucher, die jetzt wieder auf den Sinai kommen, erleben vor der Küste ein Ökosystem, dem die Pause erstaunlich gut getan hat.

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futtereimer 08.05.2017, 07:54
1.

Arbeitskollegen sind gerade dort... Es würde nur so von Russen wimmeln....er würde es nicht mehr empfehlen (wegen den "gar nicht auffälligen" Russen....wäre wie Ballermann 6 mit Deutschen....) Sonst war er immer sehr zufrieden...nur eben die "Mitreisenden" sind --naja....

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Bueckstueck 08.05.2017, 07:59
2. Wieso

Es ist doch eine bekannte Tatsache, dass es der Natur am besten geht wenn der Störfaktor Mensch als Herdentier nicht da ist.

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fatherted98 08.05.2017, 08:05
3. Man überlege sich...

...wie sich die Bestände erholen würden, wenn wir weltweit die Fangquoten um nur 10% reduzieren würden....besser 50%....aber naja...jedem seine Fischstäbchen.

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Pixopax 08.05.2017, 08:18
4. Das Land ist nicht für Urlauber geeignet

Dieses Land ist viel zu gefährlich für Urlaub, von daher werden sich die Riffe sicher weiter erholen können.

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mimoun74 08.05.2017, 08:39
5. Diktatur

Die Natur ist auch an anderen Orten sehr schön.
Der Artikel kann so interpretiert werden das man wieder nach Ägypten in den Urlaub sollte oder das Gegenteil das man es weiter lassen sollte da der Tourismus der dortige Natur schadet.
Es gibt genügend schöne Orte auf der Erde wo es schön ist und man keine Diktatur unterstützt.
In Nordkorea gibt es sicher noch völlig unbekannte vom Massentourismus noch nicht erschlossen Gegenden die einzigartig sind, aber ein Land wo Leute verhaftet werden, gefoltert und ermordet werden und ein General (im Anzug) herrscht ist nicht akzeptabel um sich zu entspannen.

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paysdoufs 08.05.2017, 09:14
6.

Auch wenns keiner hören will: Am besten wären dann wohl möglichst wenig Touristen, die zur Kompensation möglichst viel zahlen. Also Schluss mit billigem Massen-Tauchurlaub...

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Yukichan 08.05.2017, 10:43
7. Aus Tauchersicht...

muss man fairerweise sagen, dass Korallenriffe derzeit den größten Schaden durch die allg. Klimaerwärmung und die weltweite Verschmutzung der Meere erfahren (siehe aktuell auch das Barriere Reef, das wohl schlimmer als bisher und bislang z. B. die Malediven betroffen ist) ...
Ich wünschte, es wäre so simpel, dass sich die Unterwasserwelt durch weniger Tourismus über und unter Wasser binnen Kürze automatisch erholt, aber dem ist leider nicht so. Zu den touristischen Verhältnissen über Wasser in Ägypten kann ich nichts sagen, außer dass ich den Ägyptern selbst natürlich auch gerne ihre Einnahmen durch Besucher gönne. Ich selbst war noch nie dort, sondern vor Kurzem (nach langer langer Pause) in einem anderen Tauchgebiet auf der Erde (allerdings mit sehr stabiler politischer Situation), das in einem erstaunlich phantastischen Zustand war, da es von den oben genannten Umweltfaktoren durch seine günstige Lage (noch?) nicht sichtbar betroffen war. Es war phantastisch, denn ich weiß, wie Korallenfriedhöfe aussehen. - Damit sich ein sehr beschädigtes Riff richtig erholen kann, braucht es allerdings schon länger als 1 1/2 Jahre, nur mal so nebenbei erwähnt. Die Natur leistet zwar immer wieder erstaunliche "Selbstheilungs"prozesse, aber WELTWEIT muss insbesondere für die Unterwasserwelt unbedingt MEHR getan werden.
Vielleicht eine kühne Behauptung, aber wer taucht, entwickelt zwangsläufig ein viel sensibleres Gespür für die empfindlichen Zusammenhänge unserer Ökosysteme.

Projekte wie von Boyan Slat (siehe https://www.theoceancleanup.com/) und auch der Greenpeace-Einsatz sind toll und löblich, werden aber einfach nicht ausreichen, wenn wir uns in den kommenden Jahren nicht alle umfassender für den Erhalt dieses wunderbaren Lebensraumes einsetzen, den wir für die eigene Zukunft so dringend benötigen.

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DienstagbeiSpon 08.05.2017, 12:08
8. Erst habe ich mich gefreut,

aber dann kam mir der Artikel wie Werbung für einen Tauchurlaub vor.

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invisibleman 08.05.2017, 12:18
9. Von 1998 bis 2015

Zitat von futtereimer
Arbeitskollegen sind gerade dort... Es würde nur so von Russen wimmeln....er würde es nicht mehr empfehlen (wegen den "gar nicht auffälligen" Russen....wäre wie Ballermann 6 mit Deutschen....) Sonst war er immer sehr zufrieden...nur eben die "Mitreisenden" sind --naja....
waren meine Frau und ich 14X in Ägypten.
Obwohl ich Ballermann nur von Schilderungen kenne, muss ich Ihre Beschreibung leider bestätigen. Alle Hotelanlagen, die russische Reiseveranstalter aufgenommen haben, sollte man tunlichst meiden.
Das gilt inzwischen über Hurghada bis Marsa Alam hinunter.
Jeder, der meint in Punkto Urlaubsgäste alles erlebt zu haben, wird hier eines Besseren belehrt.
Ich bin schon hungrig in's Bett gegangen, weil ich die Situation am Buffet abends im Restaurant nicht mehr ertragen habe.
Die Einheimischen, die dort arbeiten, können nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn sie die übervollen Teller abräumen müssen, damit für die nächsten Gänge Platz ist.
Die Art und Weise, wie sie beiseite geschubst und gestossen werde, man über ihre Schultern zu Obst oder Kuchen grapscht, ist mit unzuvilisiert nur mangelhaft beschrieben.
Und wenn man sich am nächsten morgen, von diesem Kulturschock erholt meint, sieht man die selben Visagen vom abend, wie sie mit ihren Badeschlappen munter über das Riffdach schlendern. Da kann das Beachpersonal noch so schreien - die ernten höchstens ein Schulterzucken, weil man überhaupt nicht versteht, worum es geht. (Obwohl überall Schilder stehen.)
Ich kann nur jedem raten, der in Ägypten Urlaub machen möchte, genau die Kommentare zum Urlaubsziel zu lesen, sonst sollte man die schönste Zeit des Jahres besser woanders verbringen.

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