Forum: Reise
Ökotourismus in Benin: Odyssee im Mangrovenwald
Susanne Götze

Kokospalmen an einsamen Stränden, Dörfer im Mangrovendschungel: In die Idylle des westafrikanischen Benin verirrt sich kaum ein Reisender. Das Land wirbt nun mit Ökotourismus um Besucher - ein verzweifelter Versuch.

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pippipankau 06.06.2017, 07:29
1.

die "beniner haben keine wahl"??? hallo, wie wäre es mit weniger kindern? DAS würde übrigens JEDEM land der welt (JA, auch uns!) gut zu gesichte stehen. aber das ist ja ein thema, bei dem man mit kaum jemandem vernünftig reden kann.

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ulli7 06.06.2017, 09:08
2. Ansteckungsgefahr durch Malaria in Benin?

Ökotourismus ist schön und gut. Unangenehm könnte in Benin eine Ansteckung durch Mücken sein, welche die gefährlichen Malaria-Erreger überträgt - insbesondere in Mangrovenwäldern.

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Beccaria 06.06.2017, 09:27
3. Vergebliche Mühe

Das wird nie etwas mit ertragreichem Tourismus in Benin, obwohl neben den Mangrovenwälder auch die Pfahlbauten um Ganvie höchst sehenswert sind. Der Tourist möchte Hotels mit einem akzeptablen Preis- Leistungsverhältnis haben. Das fehlt, weil auch die Regierung -sobald ein Hotel profitabel arbeitet- abgreift. was abzugreifen ist u.a. mit sinnlosen administrativen Auflagen. Die kleptokratischen Regierungen und deren Verwaltung sind neben der hohen Geburtenrate das Hauptübel in Afrika.

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horstu 06.06.2017, 10:37
4.

"Einnahmen aus dem Fremdenverkehr aber könnten die Einwohner davon abhalten, Mangroven abzuholzen, um daraus Holzkohle zu gewinnen. Bisher ist das neben der Fischerei und der Salzgewinnung ihre einzige Einkommensquelle." Passt aber nicht zum beliebten Narrativ unserer moralischen Schuld, dass der Süden arm ist, weil wir im reichen Norden ihn ausbeuten. Unsere Freunde von Südwind, der Kleinkleckersdorfer Flüchtlingshilfe & Co können es drehen wie sie wollen: Mehr Handel wäre besser für Benin als praktisch gar kein Handel, so wie jetzt.

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black-out 06.06.2017, 11:27
5. Weltökonomie hat kein interesse an Reduktion Bevölkerungswachstum

Zitat von pippipankau
die "beniner haben keine wahl"??? hallo, wie wäre es mit weniger kindern? DAS würde übrigens JEDEM land der welt (JA, auch uns!) gut zu gesichte stehen. aber das ist ja ein thema, bei dem man mit kaum jemandem vernünftig reden kann.
Ohne die ständige Schaffung neuer Konsumenten -neuer, vielfach unsinniger Bedürfnisse - Erzeugung von Anspruchsdenken und Normierung von Statussymbolen stockt das Wachstum mit der Folge des Kollapses der Weltwirtschaft.

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sotomajor 06.06.2017, 11:35
6. Erinnerung

Denke ich an Benin habe ich so etwas wie Heimweh. Beim ersten Besuch in Cotonou vor nunmehr 35 Jahren, da war alles fremd für mich. Nach meinem zweiten Besuch aber wollte ich nicht mehr zurück nach Deutschland. Ich hatte es das afrikanische Fieber von dem mir ein alter Mann erzählt hat. Es ist keine Tropenkrankheit es ist zu vergleichen mit einem tiefen Heimweh. Trotz aller Not der Menschen in Benin dem abweisenden ersten Eindruck, das Gewusel aus Fahrrädern Motorrädern den alten Autos, war ich frei wie ich es noch nie war.
Wunderbare Menschen habe ich kennengelernt und eine grandiose Natur. Das ist meine Erinnerung an Benin, als ein blonder Bayer schwarz geworden ist, auf seiner Haut und im Herzen!

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eulenspiegel1979 06.06.2017, 14:00
7.

Zitat von pippipankau
die "beniner haben keine wahl"??? hallo, wie wäre es mit weniger kindern? DAS würde übrigens JEDEM land der welt (JA, auch uns!) gut zu gesichte stehen. aber das ist ja ein thema, bei dem man mit kaum jemandem vernünftig reden kann.
Ihr Kommentar ist enttäuschend. Wieso wohl haben Familien in Entwicklungsländern viele Kinder? Wieso hatte man jeher und überall wo Armut herrschte viele Kinder? Eben, damit mehr potentielle Ernährer der Eltern zur Verfügung stehen und "Personal" auf dem eigenen Gehöft, auf der Farm oder was auch immer. Und den Schwund bitte nicht vergessen. Von 6 Kindern sterben zwei im Kindesalter. Somit bleiben 4 Unterstützer ürbig. Generationsübergreifendes Zusammenhalten und Zusammenleben steht in solchen Kulturen noch hoch im Kurs. Anders wie in der BRD, wo jeder nur noch an sich selbst denken muss, um über die Runden und für den Staat und den Konsum im Hamsterrad knechten zu gehen und wo man sich hart kalkuliert überlegt, ob man sich Kinder bzw. 1 Kind überhaupt leisten kann.

Kling hart? Ist aber so.

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blurps11 07.06.2017, 01:27
8.

Zitat von horstu
"Einnahmen aus dem Fremdenverkehr aber könnten die Einwohner davon abhalten, Mangroven abzuholzen, um daraus Holzkohle zu gewinnen. Bisher ist das neben der Fischerei und der Salzgewinnung ihre einzige Einkommensquelle." Passt aber nicht zum beliebten Narrativ unserer moralischen Schuld, dass der Süden arm ist, weil wir im reichen Norden ihn ausbeuten. Unsere Freunde von Südwind, der Kleinkleckersdorfer Flüchtlingshilfe & Co können es drehen wie sie wollen: Mehr Handel wäre besser für Benin als praktisch gar kein Handel, so wie jetzt.
Äh, ja sicher. Die Handelsabkommen müssen dann aber fair und mit Augenmaß gemacht werden. Beides weiß auch jeder mit etwas Einblick in das Thema, trotzdem besteht man seitens der EU auf die für die Volkswirtschaften der afrikanischen Partnerländer schädlichen Versionen.

Die gegenwärtigen Arrangements funktionieren eben für alle außer den Bevölkerungen dieser Länder.

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passants 07.06.2017, 12:16
9. Absurd

Wieder mal war ein Tourist/eine Touristin in Afrika mit ihren Ansprüchen, ihre Weltsicht und Erwartungen. Benin ist ein Land mehrerer Gesichter genau wie Deutschland es auch ist. Wenn ich in Frankfurt laufe, sehe ich neben Banken und Hochhäusern auch Drogenabhängige, dreckige Viertel, Obdachlose und Bettler. Ist deswegen Deutschland ausweglos? Oder Frankfurt eine armselige Stadt? In Benin genau wie in vielen Ländern Afrikas ist Armut ein ländliches Problem. Den Städten geht oft viel besser. Diese Reflexion sehe ich in Ihrem Artikel nicht. Dieser Artikel umfasst nur Krankheiten/ Armut/ schlechte Verhältnisse / Kritik... Die Kommentare sind keineswegs besser man spricht hier von Bevölkerungswachstum usw. Deutschland hat ca. 8 mal so viel Einwohner wie das kleine Land Benin, und China und India doppelt so viele wie ganz Afrika. Wovon ist hier wirklich die Rede? In Cotonou und Nachbarorten gibt es sehr schöne, gepflegte Strände und Mangrovenwälder/ Bab's dock/Dream Beach/Casa Del Papa. Fakt ist man besucht nicht ein Land für paar Wochen, um dann wie eine Expertin ein 100% negatives Bild in dem Heimatland zu malen.

Ein Beniner.

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