Forum: Reise
Orang-Utans auf Sumatra: High five, Jacky!
Mona Contzen / SRT

Das Privileg, Orang-Utans aus nächster Nähe zu beobachten, musste Mona Contzen sich erarbeiten. Doch die anstrengende Klettertour durch Sumatras feuchten Dschungel bescherte ihr eine unvergessliche Begegnung.

fördeanwohner 03.12.2017, 08:47
1. -

Gar nicht oft genug können Sie solche Beiträge veröffentlichen! Orang-Utans, die uns so ähnlich und doch viel liebenswürdiger sind als wir, sprechen uns an. Wenn vielen Menschen die Felder in ihrer näheren Umgebung egal sind, dann fangen sie vielleicht bei solchen Beiträgen mal an, nachzudenken.

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spon-facebook-10000294691 03.12.2017, 10:30
2. klasse - auch den letzten Rückzugsport für Touristen öffnen

Wenn es doch offensichtlich kaum noch Rückzugsorte für die Affen gibt, warum muss man dann Touristen hier hin führen? Wo bleibt da das Verantwortungsgefühl der Autorin? Kommt mir vor wie das Schwimmen mit eingesperrten Delfinen - die armen Tiere - aber sie ist ja ne Ausnahme und so sensibel - sie darf das - wenn es dann "alle" machen, schreibt sie dann wieder einen Artikel und verdammt den Kommerz mit den Affen.

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social_d 03.12.2017, 10:35
3. Absolut faszinierend

Ich habe vor fünf Jahren ebenfalls diese Tour gemacht und es war ein absolut überwältigendes Grfühl diese faszinierenden Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können. Dafür habe ich den dreitägigen Muskelkater gerne in Kauf genommen.
Auf dem Rückflug konnte man dann, so weit das Auge reichte, Palmölplantagen sehen und ahnen, wie groß dieser Regenwald einmal gewesen sein muss. Ich kann nur hoffen dass der übriggebliebene Lebensraum der Waldmenschen vor der Profitgier der Menschen gerettet werden kann.

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login37 03.12.2017, 10:55
4. Massentourismus pur

Das was hier so idyllisch als Natur-Trekking-Tour beschrieben wird, ist längst Massentourismus pur. In und um Bukit Lawang gibt es 30-50 Unterkünfte (Hotels, B&Bs, Hostels). Sie alle existieren nur, weil sie ein- bis mehrtägige Touren zu den Affen organisieren. In der Hauptsaison stürmen hunderte Menschen auf den selben Pfaden den Dschungel.

Die meisten Guides füttern die Affen mit Bananen und anderem Obst an, damit die Touris ein tolles Erlebnis haben und die Tiere ganz aus der Nähe sehen oder sogar anfassen können. Das konterkariert angebliche Auswilderungen. Einige Orang-Utans entwickeln sich so zu Problemtieren. Sie nehmen quasi Geiseln, plündern Rucksäcke der Touristen, fordern gewaltsam Obst ein. Weil die Tiere 3-5 mal so stark wie Menschen sind, ist das durchaus problematisch und gefährlich. Am Ende müssen die Tiere umgesiedelt oder erschossen werden.

Natürlich ist es heute so, dass alles irgendwie Geld generieren muss. Wenn Affen/Tourismus kein Geld generieren, wird im Zweifelsfall der Dschungel gerodet und Palmöl-Plantagen ersetzt, wie man das auch auf Borneo in unfassbarem Ausmaß sehen kann. Aber Bukit Lawang ist ganz sicher kein Öko-Tourismus. Es gibt 1-2 Anbieter dort, die wirklich am Naturschutz interessiert sind, aber die tun sich teilweise schwer, weil sie ihren Gästen ohne Anfüttern etc. ja das schlechtere Erlebnis bieten.

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larsi79 03.12.2017, 11:17
5. Paviane auf Sumatra?

...da kann der Guide aber lange rufen.
Zu Beitrag 2 muss ich sagen, dass ein sanfter Tourismus die wohl einzige Möglichkeit sein wird, die Orang Utans vor dem Aussterben zu bewahren. Denn wenn die Menschen - vor Ort aber auch anderswo - nicht den Wert dieser Geschöpfe erkennen, wird über kurz oder lang ganz Sumatra und Borneo dem Erdboden gleich gemacht für die Palmölindustrie. Wobei ich hier vor allem für die indonesischen Teile (Sumatra und Kalimantan) schwarz sehe.
Von daher finde ich dieses pauschale Eindreschen auf den Tourismus sehr engstirnig gedacht. Was hochpreisiger Tourismus bewirken kann, sieht man am besten am Beispiel von Ruanda und seinen Berggorillas.

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spon-facebook-10000427818 03.12.2017, 12:37
6. Oj, Jackie lebt noch!

Wir kennen die Begegnungen mit Jackie, einer domestizierten Orang Utan Frau, die ausgewildert wurde und sich seither zu Besuchern gesellt, mal frech, mal sanft, aber immer fordernd. Sie ist inzwischen Legende. Was ich am Bericht vermisse ist der Aufschrei. Orang autans sterben nicht aus, sie werden systematisch vertrieben, ausgebeutet und ihr Lebensraum wird der Palmölindustrie geopfert. Warum wird das in dem Bericht nicht konkret benannt, Europa mit seinem unstillbaren Hunger nach Treibstoff und Zusätzen für alle möglichen Produkte der Kosmetik ist verantwortlich. Deswegen müssen wir, die Verbraucher gegensteuern. Durch Boykott von Produkten, die aus Palmöl produziert werden, obwohl es dafür vertretbaren Ersatz gibt. Übrigens, auch die Menschen vor Ort leiden unter der Palmölindustrie, aber in ihrem Widerstand sind sie fast allein. Woher ich das weiß? Aus Gesprächen mit Guides anlässlich unserer kleinen Trekkiintour durch besagtes Gebiet. Und bereits damals, vor 2 Jahren, haben wir dazu aufgerufen, sich dem Widerstand gegen die Palmölindustrie anzuschließen: https://wegsite.net/unser-weg/suedost-asien/indonesien/sumatra/bukit-lawang/

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M@Z 03.12.2017, 12:49
7. Bild 6

Bildkommentar unpassend. Nicht 2 Kuschelaffen, wohl eher 1 gut trainierter Futterbettler mit Palmbierbauch in lasziver Siestastellung.

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larsi79 03.12.2017, 13:14
8. Orang Utans sterben nicht aus?

Was ist denn bitte schön ihre Definition von Aussterben? Wenn Lebensraum zerstört und Populationen dadurch so dezimiert werden, dass sie sich nicht mehr fortpflanzen können, ist das einer der Hauptgründe für das Aussterben einer Art. Oder was meinen Sie weshalb Arten aussterben? Das Aussterben ist die Konsequenz der von Ihnen richtig angesprochenen Ursachen.

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Knossos 03.12.2017, 15:36
9. Vandalen zähmen

Mein Herz schlägt generell mit Tieren, aber ein UU-baby kann schier umwerfende Verkörperung des Niedlichen sein.
Anfang der achtziger Jahre hatte sich ein wenige Monate altes UU-baby an einer Glasscheibe des hannoverschen Zoos aufgerichtet und sah mir in die Augen. Weniger als einen Meter entfernt, war es so neugierig und unbefangen dabei, daß der Augenblick ewig schien. Das Kindchenschema mit dem zerzausten Flausch ließ einen dahinschmelzen. Bis heute bedauerlich, einziger Zeuge gewesen zu sein, da meine damalige EX sich ein paar Meter um die Ecke befand, und ein ekstatisches Rufen den Moment hätte unterbrechen können, um dessen Erhalt ich fieberte.

Ein Moment, der keinen Zweifel mehr daran ließ, daß sie unsere Mitgeschöpfe sind, deren hoch sensitive Existenz den selben Anspruch auf Unversehrtheit hat, wie unsere. (Aktuell sogar mehr.) Und das betrifft nicht nur Menschenaffen, sondern alle höher Entwickelten Arten.

Wir müssen den Vandalen schleunigst ablegen, bevor es zu spät ist.

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