Forum: Reise
Pacific Crest Trail an der US-Westküste: Vom Glück der Schinderei
Ryan Weidert/ Pacific Crest Trail Association/ TMN

4280 Kilometer, 20 Kilo Gepäck, sechs Monate Zeit und ein Ziel: einfach ankommen. Tausende Menschen machen sich jährlich auf, um den Pacific Crest Trail an der US-Westküste zu gehen - durch die Wüste, Schnee und Bärenland.

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brosswag 14.09.2018, 01:37
1. Meine Meinung zum Thema

Immerzu. wems Spass macht. Nur sollten solche Abenteurer für etwaiges Misslingen für die Folgen auch selbst aufkommen.

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ArmeOhren 14.09.2018, 04:17
2. Sahnehäubchen

Wer nicht die Zeit oder Zähigkeit hat, den ganzen PCT zu bewältigen oder erstmal ein Gefühl dafür bekommen möchte, was ihn erwartet, ist vielleicht mit dem John Muir Trail ganz gut beraten - das ist im Wesentlichen der Teil des PCT, der durch die Sierra Nevada führt und einige der spektakulärsten Landschaftserlebnisse bietet. Da er nur gut 200 Meilen lang ist, muss man auch nicht gleich seinen Job kündigen, um ihn zu laufen.

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deufin 14.09.2018, 08:23
3. Youtube schauen

Wer sich mal anschauen will, wie das Leben auf dem PCT so aussieht, dann gibt es mittlerweile jede Menge an Kanälen auf Youtube, die die komplette Wanderung in täglichen Videos zeigen.

Meiner Meinung nach kann man die Trails in den USA aber vergessen, da sie mehr mit Querfeld-Ein zu tun haben als mit Wandern. Dann gibt es haufenweise Regeln und Bestimmungen, die einem die Lust vermisen. Das fängt bei den ganzen Berechtigungen an, die man beantragen muß, um überhaupt durchwandern zu dürfen, etc, etc.
Zu guter letzt kommt noch die katastrofale Umweltsituation hinzu... ständig gibt es Waldbrände, die Teilweise hunderte Meilen des Trails unzugänglich machen, die High Sierras sind auch häufig unpassierbar aufgrund der Schneebedingungen und wer sich nicht beeilt, der wird keinen Spaß in den teilweise schon im August beginnenden Schneestürmen im Nord-Westen auf den letzten paar hundert Meilen haben.

Der Continental Divide Trail und der Apallachian Trail sind da nicht wirklich besser.
Wer wandern will, der sollte sich mal die ganzen Fernwanderwege in Europa ansehen, von welchen man leider nichts hört. Der E1 z.B. geht 7000km vom Nordkap in Norwegen bis nach Palermo in Sizilien.
https://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Fernwanderwege

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nadennmallos 14.09.2018, 09:58
4. Die Landschaften in den Staaten sind schön, aber ...

.... auch hier in Europa findet man einsame und wunderschöne Touren, die denen in den Staaten in nichts nachstehen. Möglich, dass die Dimensionen nicht sooo großartig sind wie im Grand Canyon und Wüsten, wie z.B. das Death Valley haben wir auch nicht. Aber hier findet man Abwechslung auf "kleinstem" Raum. Landschaft und Kultur teilweise ganz dicht beianander, für jeden Geschmack etwas. Und eine Wanderung, die mich stundenlang durch die Mohave führt, naja, is' nich' so der Burner.

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hisch88 14.09.2018, 10:14
5. Schwere des Rucksack

Mich irritiert die Angabe 20 kg.
Beim PCT sind max. (5-) 6 kg, ohne Wasser und Verpflegung "normal", um auf Dauer die Tagesstrecken zu absolvieren.
Wenn er es mit 20 kg schafft, ok.

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hisch88 14.09.2018, 10:18
6.

Zitat von nadennmallos
Die Landschaften in den Staaten sind schön, aber ... .... auch hier in Europa findet man einsame und wunderschöne Touren, die denen in den Staaten in nichts nachstehen. Möglich, dass die Dimensionen nicht sooo großartig sind wie im Grand Canyon und Wüsten, wie z.B......
Es ist wie in jedem Land. Es gibt wunderschöne Landschaften, wenn nur (z.T. die Politiker-) Menschen dort nicht wären :).
Seit Jahren reis ich um die Welt und weiß nicht wo ich mich niederlassen soll (bzw. darf).

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namejsis 14.09.2018, 10:57
7. 20 KG Jesus !

Der Mann hätte sich vorher zum Thema Ultra Light Trekking schlau machen sollen.

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Petra@nurmut.ch 14.09.2018, 11:52
8. Wer sich nicht so schinden, sondern genussvoll fernwandern möchte...

...dem seien die europäischen Fernwanderwege empfohlen. Eine Alpenüberquerung kann auch ein unvergessliches Abenteuer sein. Wie wär's zum Beispiel mit dem Traumpfad von München nach Venedig, 4 Wochen quer über die Alpen, 500km und insgesamt 40'000 Hm hinauf und hinunter...? Das geht sogar mit Hund, wenn er berggängig ist...nurMut! https://www.youtube.com/watch?v=MBx-43Tmmb0

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wingfong7 14.09.2018, 12:33
9.

Aus der Sicht eines Thru-Hikers von 2017 (will sagen: kann nichts über die tatsächlichen Verhältnisse dieses Jahr sagen)
Der Autor scheint mir vor allem mit Leuten gesprochen zu haben, die aus unterschiedlichen Gründen im hinteren Teil des Zeitplanes unterwegs sind, vielleicht wegen Fehleinschätzungen, fehlender Vorbereitung oder einfach Pech. Letzteres kann auch den erfahrensten Wanderer treffen, vielleicht sogar eine Woche vor der Grenze. Auch das Teil ist des Reizes den das Fernwandern auf einem solchen Trail ausmacht: die Spannung bleibt bis zuletzt.

Wenn man aus besagten Gründen hinten unterwegs ist, dann kann das dann natürlich so rüberkommen dass das Ganze vor allem eine Riesen Plackerei ist, vor allem wenn man mit 20kg unterwegs ist was total unüblich ist.
Der PCT ist sicherlich eine grosse Herausforderung und ja es ist anstrengend. Ein grosser Teil ist aber auch der psychologische Aspekt - man sollte schon wissen auf was man sich einlässt. Der Klassiker ist hier 'Aufhören nach der Sierra'. In Wirklichkeit fängt für erfahrene Wanderer hier der Spass erst an: Man hat seine 'Trail Legs', ist in der Form seines Lebens und fühlt sich unverwundbar. Hitze, Dreck, rauf, runter - man registriert es, aber es macht einem nicht wirklich was aus, man lebt nur noch. Der Trail wird Heimat auf Zeit.

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