Forum: Reise
Per Zug durch Burmas Süden: Neun Stunden Entschleunigung
Omar Sayami

Nur die Ruhe: 160 Kilometer per Zug sind in Burma schon eine Tagesreise. Doch die träge Fahrt lässt viel Zeit für Gespräche, fürs Beobachten und Sinnieren. Ratta-tang-ratta-tang.

stgtbl 15.06.2017, 14:09
1. Unvergessliche Bahnfahrten

Nachdem ich mich letzten November auch einen Monat in Myanmar aufhalten durfte, kann ich nur bestätigen was der Autor über das Bahnfahren dort erzählt und kann nur jedem empfehlen, falls er/sie dort ist zumindest eine Fahrt mit der Bahn zurück zu legen.
Was allerdings eher negativ hervorsticht ist, dass in dem Artikel einige (wie auch in anderen Artikeln), teilweise schon mehr als 50 veraltete Namen benutzt werden. Erstens wird das Land inzwischen Myanmar genannt, was vor allem daran liegt, dass es ein Vielvölkerstaat ist und das Volk der Burmesen nur eins davon ist. Selbiges gilt für die Stadt Yangon, die inzwischen aber nicht mehr Hauptstadt ist sondern von Naypyidaw abgelöst wurde.

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spon-facebook-10000427818 15.06.2017, 14:57
2. Bald nur noch Geschichte

Die Bahn soll modernisiert werden, ist bereits angekündigt. Überhaupt, Investoren stehen bereits in den Startlöchern, das goldene Mynamar verspricht eine Goldgrube zu werden. Nostalgische Bahnfahrten lassen sich bereits mit wenig Aufwand in Yangon machen. Für Touristen empfiehlt sich die legendäre Ringfahrt. 3 Stunden, spottbillig und ganz dicht dran an der Bevölkerung. Ein herrliches Vergnügen, wir haben es vor wenigen Wochen genießen dürfen:https://wegsite.net/unser-weg/suedost-asien/myanmar/yangon/

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brooklyner 15.06.2017, 15:02
3.

Zitat von stgtbl
Nachdem ich mich letzten November auch einen Monat in Myanmar aufhalten durfte, kann ich nur bestätigen was der Autor über das Bahnfahren dort erzählt und kann nur jedem empfehlen, falls er/sie dort ist zumindest eine Fahrt mit der Bahn zurück zu legen. Was allerdings eher negativ hervorsticht ist, dass in dem Artikel einige (wie auch in anderen Artikeln), teilweise schon mehr als 50 veraltete Namen benutzt werden. Erstens wird das Land inzwischen Myanmar genannt, was vor allem daran liegt, dass es ein Vielvölkerstaat ist und das Volk der Burmesen nur eins davon ist. Selbiges gilt für die Stadt Yangon, die inzwischen aber nicht mehr Hauptstadt ist sondern von Naypyidaw abgelöst wurde.
Ach, man muss das nicht so eng sehen. Viele Leute dort reiben sich weder an Rangoon noch an Burma. Genau wie in Vietnam, wo man ohne weiteres Saigon sagen darf.

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butzibart13 15.06.2017, 15:11
4. abenteuerlich

Ich bin mal vor 2 Jahren von Mandalay in einer Gruppe Richtung Hochland gefahren. Es war ein Hin-und-Her-Gewackele auf den Schienen, aber mit tollen Ausblicken. Ein Unterschied zwischen der 1. und 2. Klasse war laut Reiseleitung, dass die 1. Klasse ohne Wanzen an Bord fährt dank tüchtiger Desinfizierung, die 2. jedoch mit den lieben Tierchen.

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nuklearfisch 15.06.2017, 15:41
5. Auch in Indien

...lässt es sich toll mit der Bahn reisen. Zwar müssen die Tickets Wochen vorher gebucht werden, um so entspannter ist dann aber letztenendes die Zugfahrt. Meine letzte ging von Mumbai nach Kerala, ca. 32 Stunden im Sleeper-abteil, "Holzklasse". Nie vergessen werde ich die Affen in den verlassenen Bahnhöfen in Goa, die sich vom langsam vorbeituckernden Zug frische Bananen erhofften. Etwas stressiger war die 18-stündige Zugfahrt von Kolkata in die Nähe von Darjeeling, entlang der Grenze zu Bangladesh. Der Zug war nämlich überbucht und ich musste mir mein Bett mit einem Fremden teilen. Gehört eben dazu...

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optionaler_benutzername 15.06.2017, 17:30
6. Nur zu empfehlen

Ich habe diese Zugreise vor drei Jahren von Rangun nach Mawlamyaing zur selben Uhrzeit gemacht. Das Hopsen des Zuges hat ein Schlafen unmöglich gemacht. Dafür konnte ich nicht anders als rausschauen. Einfach fantastisch. Südlich von Mawlamyaing bin ich dann in ein Kloster. Unfassbar toll!

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solapgir 15.06.2017, 22:08
7. Ohhh wie schön

Wenn alle vielleicht besser Ausschau gehalten hätten wären Ihnen sicherlich die Gräueltaten gegenüber der Rohingya Minderheit aufgefallen.
Die dort ansässige Friedens Nobelpreisträgerrin ist verdächtig lautlos gegenüber dem Militär Regime dort .

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hehnsascha 16.06.2017, 03:53
8. eine delikatesse für eisenbahnnostalgiker...

noch interessanter ist die strecke von mandalay nach lashio im norden, wo man hinter über einen riesenviadukt schleicht. ich bin die strecke 2011 gefahren, in der holzklasse, wo man schnell kontakt mit den mitreisenden kriegt. die dreistündige rundfahrt um yangoon für einen dollar ar damals noch ein geheimtipp, jetzt ist der zug voll mit touristen. überhaupt, burma ist im wandel, die einheimischen yangooner sind durch die explosionsartig steigenden mieten weitgehend vertrieben, die grundpreise nähern sich deutschen verhältnissen an, die alten schrottkarren gegen gebrauchte aus japan ausgetauscht.bemerkenswert ist die kunstszene, unheimlich phantasievoll, mit einfachsten mitteln werden tolle videos gedreht, musiker wie ye yint aung und hlwang paing kreisen am sternenhimmel der burmesischen musikszene, jedes kind kennt ihre songs. ein deutscher micht auch mit: mikis da silva ist ein heimlicher star der rapperszene.
weiterhin sind die bewohner bitterarm und flüchten richtung thailand, in der hoffnung auf ein besseres leben.
noch gibt es sie: die herzlichkeit und offenheit der burmesen, in einigen jahren wird auch dieses land von der tourismuswalze überrollt worden sein.

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spon-1245711913406 16.06.2017, 09:37
9. Ein Reisebericht, kein politisches Statement

Hier geht es um eine Zugfahrt, nicht um die Behandlung der Rohinga oder Suu Kyi. Sonst koennte kein Reisbericht ueber irgendein Land in Suedostasien geschrieben werden.

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