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Piloten-Krankmeldungen: Rund 8000 Air-Berlin-Kunden von Stornos betroffen
dapd

Reisende mit Air Berlin müssen sich heute auf zahlreiche Flugausfälle einstellen. Das teilte die Gesellschaft mit. Nach SPIEGEL-Informationen sollen sich rund 250 Mitarbeiter krankgemeldet haben.

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cmann 12.09.2017, 13:15
1. Ich hoffe der Schuss geht nach hinten los,

Es ist aus meiner Sicht unerträglich wie sich Piloten und deren Vertreter (Cockpit) versuchen auf Kosten der Allgemeinheit zu bedienen. Letzlich spekulieren diese Leute auf Zahlungen durch den "Steuerzahler". Wenn der Staat endlich eine konsequente Politik gegen diese Erpressungsversuche durch Arbeitsverweigerung durchzieht, gibt es eben ein paar Flüge weniger und man muss eben auf andere Linien ausweichen die nicht auf Kosten und mit Unterstützung der Allgemeinheit fliegen. Man stelle sich vor in anderen Industriezweigen würde ein derartiges Verhalten zum Alltag gehören. Dann können wir in Deutschland den "Laden" so langsam zu machen.

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Hans58 12.09.2017, 13:39
2.

Zitat von cmann
Es ist aus meiner Sicht unerträglich wie sich Piloten und deren Vertreter (Cockpit) versuchen auf Kosten der Allgemeinheit zu bedienen. Letzlich spekulieren diese Leute auf Zahlungen durch den "Steuerzahler". Wenn der Staat endlich eine konsequente Politik gegen diese Erpressungsversuche durch Arbeitsverweigerung durchzieht, gibt es eben ein paar Flüge weniger und man muss eben auf andere Linien ausweichen die nicht auf Kosten und mit Unterstützung der Allgemeinheit fliegen. Man stelle sich vor in anderen Industriezweigen würde ein derartiges Verhalten zum Alltag gehören. Dann können wir in Deutschland den "Laden" so langsam zu machen.
Mit was oder womit bedienen sich denn die kranken Mitarbeiter der AB?

Es ist nichts neues in der Luftfahrt, wenn sich Mitarbeiter "zu Hauf" krank melden, um damit auf ihre Arbeitsprobleme etc. hinzuweisen.

http://www.spiegel.de/karriere/tuifly-mitarbeiter-melden-sich-krank-ist-das-ein-wilder-streik-a-1115393.html

Diese Art von Krankmeldungen sind allerdings nicht mehr und nicht weniger als nicht angemeldete Streikmaßnahmen, solange sie unter drei Tage lagen (so der Arbeitsrechtler in dem von mir verlinkten SPON-Artikel).

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latrodectus67 12.09.2017, 13:57
3. Tarifeinheitsgesetz

Dank der Lex GdL (von Frau Nahles, SPD) und der Präsenz von ver.di hat die Gewerkschaft Cockpit absolut nichts mehr zu melden bei der AirBerlin. Ich finde es sehr wohl nachvollziehbar, dass Arbeitnehmer sich wehren. So hat die Gewerkschaftsbewegung auch im 19.ten Jahrhundert ihren Anfang gefunden. Die Position der Pfaffen von damals, übernehmen heute die großen Gewerkschaften. Als Büttel und um ihre eigenen Pfründe zu verteidigen, aber mitnichten um für die Mitglieder was zu machen.
Ich drücke den Piloten die Daumen.

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kumi-ori 12.09.2017, 14:01
4.

Zitat von Hans58
Mit was oder womit bedienen sich denn die kranken Mitarbeiter der AB? Es ist nichts neues in der Luftfahrt, wenn sich Mitarbeiter "zu Hauf" krank melden, um damit auf ihre Arbeitsprobleme etc. hinzuweisen. http://www.spiegel.de/karriere/tuifly-mitarbeiter-melden-sich-krank-ist-das-ein-wilder-streik-a-1115393.html Diese Art von Krankmeldungen sind allerdings nicht mehr und nicht weniger als nicht angemeldete Streikmaßnahmen, solange sie unter drei Tage lagen (so der Arbeitsrechtler in dem von mir verlinkten SPON-Artikel).
Ich finde das grundverkehrt. Arbeitskampf und Krankheit darf man nicht vermischen. Ich bin sehr froh, dass wir in Detschland ein System haben, bei dem ich auch mal in der Früh anrufen kann, dass es mir schlecht geht und ich dafür ohne weitere Kontrollen und ohne Lohnabzug zu Hause bleiben kann. Wenn die Piloten hier den Hanswurst machen und auf so eine läppische Art und Weise diese Regelung ausreizen, weil sie einfach den Hals nicht vollkriegen, dann gefährden sie letzten Endes die bisherige Großzügigkeit, und wir alle müssen beim nächsten Schnupfen vom ersten Tag an drei Stunden lang im Wartezimmer sitzen, um uns eine Krankschreibung zu holen.

Aber Air Berlin löst das ja auf seine Art und Weise. Wahrscheinlich dürfen die Air Berlin-Piloten bald ganz lange ihre Wehwehchen auskurieren, und ich sage ganz offen: in diesem Falle bin ich da gar nicht so unglücklich darüber.

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gnaeuspompeius 12.09.2017, 14:19
5. Gefälligkeitskrankschreibungen

Eine gute Gelegenheit endlich etwas gegen Gefälligkeitskrankschreibungen auf Kosten der Versicherten, Kollegen und Unternehmen zu machen.

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StefanXX 12.09.2017, 14:46
6.

Zitat von Hans58
Mit was oder womit bedienen sich denn die kranken Mitarbeiter der AB? Es ist nichts neues in der Luftfahrt, wenn sich Mitarbeiter "zu Hauf" krank melden, um damit auf ihre Arbeitsprobleme etc. hinzuweisen. http://www.spiegel.de/karriere/tuifly-mitarbeiter-melden-sich-krank-ist-das-ein-wilder-streik-a-1115393.html Diese Art von Krankmeldungen sind allerdings nicht mehr und nicht weniger als nicht angemeldete Streikmaßnahmen, solange sie unter drei Tage lagen (so der Arbeitsrechtler in dem von mir verlinkten SPON-Artikel).
Was Piloten sich bzgl. Streiks leisten ist einfach nur noch dreist. Ich erinnere hier auch nur an diesen unsäglichen Lufthansa-Streik, in dem auf dem Rücken der Passagiere Streitigkeiten bzgl. mehr als üppiger Altersvorsorge ausgetragen wurden, die sich vor Gericht geklärt gehören und nicht durch Streiks. Die Piloten bedienen sich dreist udn schamlos Ihrer Machtposition, dass nur wenige Personen sehr viel Schaden anrichten können.

Aber in diesem Fall verschafft es mir Genugtuung dass dieser "wilde Streik" definitiv auf die Piloten zurückfallen wird. Eine gegroundete Airline, noch dazu mit so einem Rufverlust wie heute durch die Arbeitsverweigerung vieler Piloten, ist unattraktiv für Investoren UND Kunden. Dementsprechend wird Air Berlin auch sehr viel schlechtere Karten beim Übernahmepoker haben und das wird auch bei den Piloten sehr viele Arbeitsplätze kosten :-) Natürlich werden nicht alle entlassen werden, aber diejenigen, die bevorzugt übernommen werden, werden sicherlich nicht diejenigen sein die heute die Arbeit verweigert haben, da können sie sicher sein.

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derBob 12.09.2017, 14:47
7. Karenztage?

Zitat von gnaeuspompeius
Eine gute Gelegenheit endlich etwas gegen Gefälligkeitskrankschreibungen auf Kosten der Versicherten, Kollegen und Unternehmen zu machen.
Und wie wollen Sie das bei Karenztagen lösen?
In meiner Firma muss erst ab dem 4. Arbeitstag eine Krankschreibung eingereicht werden.
Ich weiß jetzt nich, wie die entsprechende Betriebsvereinbarung bei Air Berlin aussieht.
Aber diejenigen, die hier ein Problem herbeiphantasieren (Gefälligkeitskrankschreibungen), um sich dann gar trefflich darüber aufzuregen, sollten die Möglichkeit zumindest in Betracht ziehen.

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territrades 12.09.2017, 15:03
8. @derBob 7

Ja in meiner Firme haben wir auch diese Karenztage, aber die können wir nur haben weil es die Mitarbeiter nicht ausnutzen. Gesetzlich darf eine Krankschreibung schon am ersten Tag verlangt werden.

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latrodectus67 12.09.2017, 15:26
9. Richtig

Zitat von kumi-ori
Ich finde das grundverkehrt. Arbeitskampf und Krankheit darf man nicht vermischen. Ich bin sehr froh, dass wir in Detschland ein System haben, bei dem ich auch mal in der Früh anrufen kann, dass es mir schlecht geht und ich dafür ohne weitere Kontrollen und ohne Lohnabzug zu Hause bleiben kann. Wenn die Piloten hier den Hanswurst machen und auf so eine läppische Art und Weise diese Regelung ausreizen, weil sie einfach den Hals nicht vollkriegen, dann gefährden sie letzten Endes die bisherige Großzügigkeit, und wir alle müssen beim nächsten Schnupfen vom ersten Tag an drei Stunden lang im Wartezimmer sitzen, um uns eine Krankschreibung zu holen.
Korrekt, ihnen ist aber klar, dass die Piloten dank Tarifeinheitsgesetz (Lex GdL) von Frau Nahles kein Streikrecht mehr haben, sofern ver.di dem nicht zustimmt?
Ausserdem finde ich es immer erfrischend, von bösen Leuten zu lesen die den "Hals nicht vollkriegen". Die Vostände und Politiker die sich Boni und Pensionen und Ämter zuschieben, die bekommen selten solche verbalen Prügel. Klar, die brauchen auch nicht streiken, denn die bekommen die Geld zugeschoben. Die Piloten müssen dafür arbeiten.
Im Vergleich zum gesellschaftlichen Schaden, den Vorstände und Politiker mit ihrem "Hals nicht vollkriegen" anrichten sind imho die Schäden durch ein paar ausgefallene Flüge Peanuts.

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