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Pilotprojekt: Niederlande bauen ersten Solarradweg der Welt
SolaRoad

Bei Amsterdam wird gerade eine erste Straße aus Solarzellen gebaut: ein Fahrradweg. Das Pilotprojekt soll Strom für drei Haushalte liefern.

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freemailer2000 20.10.2014, 16:25
40. Kerze

Zitat von misterknowitall
Tja, muss ich sie enttäuschen. Fernseher und Computer werden uns weiter gängeln. Dummerweise gibt es ja noch andere Wege um Strom zu erzeugen (Brennstoffzelle, BHKW usw.) und schon bald auch Speichermedien, die einen Haushalt abdecken können, wenn die Sonne mal nicht will. Wird wohl nichts aus der Kerze.
..das mit der Kerze ist doch nur Alarmismus der Anti EE Bewegung,sprich Aktionäre der Energieverorger:-)

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karl-felix 20.10.2014, 16:31
41. Das

Zitat von slowboarder
Vielleicht, weil eine Überdachung wesenlich anfälliger ist? Braucht ja nur mal ein Auto bei einem Unfall von der Strasse zu rutschen oder bei einem Sturm fällt ein Baum oder zumindest ein grosser Ast runter. Auch muss ein Solarpanel wahrscheinlich regelmässig gereinigt werden, damit es seine leistungsfähigkeit behält. Bei einer Überdachung ziemlich aufwendig, bei der Strassenlösung fahren sie einfach mit einer normalen Kehrmaschine drüber, oder fegen auch mal im Herbst von Hand das Laub weg. für die Überdachte Variante wird da schon wieder Spezialgerät benötigt.
glaube ich nicht. Bei uns auf dem Bahnsteig wurden bereits dreimal Bodenbeläge erneuert, Waschbeton,Pflaster, Asphalt. Die gläserne Überdachung noch nie.
Die Reinigung ist mit einem ganz normalen Spritzenwagen kein Problem, wenn sie denn mal so alle 10 Jahre nötig sein sollte.
Bei einer Strassenlösung kaufen Sie alle denkbaren Nachteile der Fotovoltaik, von der Beschattung über die Verschmutzung , den Verschleiss bis zum ineffizienten Neigungswinkel. Ich muss bei diesem Artikel immer wieder an den Growian denken. Würde ich keinen Pfennig investieren. Bei einer Überdachung wäre ich direkt dabei und bereit richtig Geld in die Hand zu nehmen.

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euphoriewelle 20.10.2014, 16:37
42.

@misterknowitall: Der Schatten der Radfahrer ist wahrscheinlich vernachlässigbar. Die meiste Zeit sind Wege frei.

Zu der Idee mit den Piezokristallen: Auch hier gilt: Die meiste Zeit ist ein Stück Straße nicht mit Autos belegt. Außerdem hat Ihre Idee noch einen anderen Nachteil: Sie funktioniert nicht. Um Strom zu erzeugen, muss das Element verformt werden. Von irgendwo muss die Energie kommen. Wenn die Verformung durch Autos verursacht wird, dann verbrauchen diese entsprechend mehr.

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Alaaf 20.10.2014, 16:42
43. Sinnhaftigkeit

Wieso sollen die Straßen und Wege für die Produktion von Solarenergie genutzt werden. Wie schon mehrfach erwähnt, ist die Effizienz aufgrund suboptimaler Ausrichtung, zu erwartender Verschmutzung etc. gering und zudem nutzt die Oberfläche durch die Befahrung schnell ab und lässt somit immer weniger Licht durch. So lange es noch Dächer und leere Hauswände ohne Solarpanele gibt, besteht doch überhaupt keine Notwendigkeit, eine solche Technik zu etablieren. Und wenn jedes Dach bestückt ist, sollte das für die Versorgung doch auch allemal reichen...

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penie 20.10.2014, 16:58
44. Zukunftsweisend?

3 Millionen Euro, um Strom für 3 Haushalte zu produzieren? Genial! Mal sehen, wann dieser Radweg (dann aber völlig ohne Medienhype) wieder ausser Betrieb genommen wird.

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ilek 20.10.2014, 17:14
45. Mein erster Reflex

war auch - das kann sich doch niemals rechnen, warum wird nicht einfach in Dachflächen investiert?
mit etwas Nachdenken: Man muss das ganze wohl als Praxisversuch einer neuen Technologie sehen, also als Prototyp.

Radwege sind vergleichsweise teuer, sie nicht mehr wie bisher traditionell als Tiefbau zu erstellen, sondern einfach fertige Module zu verlegen macht sehr viel Sinn. Das kann billiger sein, daneben ist es auch von Vorteil den Wen (und evtl. sogar die ganze Straße) ewig zu blockieren, sondern einfach die Module zu verlegen. So schafft man viele Meter pro Tag.
Wenn man schon Rad (und auch Fußwege) als Module vorfertig und dann onsite nur noch verlegt, kann man auch noch andere Nutzungen gleich mit einbauen. Mir würde es beispielsweise einleuchten, wenn man Infrastruktur wie Kabelkanäle, Oder Leitungen für Frisch- und Regenwasser so verlegt.
Oder eben Solarzellen als Zusatznutzen. Solarzellen werden kontinuierlich billiger und gleichzeitig wird der Platz für Dachflächenanlagen immer enger werden (langfristig gedacht, wenn wir uns auf sagen mal 70% Erneuerbare zubewegen).

Dann könnte es tatsächlich mal sein, das so etwas nicht mehr teurer ist, als eine Dachanlage und ein Radweg zusammen. Es ist auch richtig das jetzt immer mal wieder auszuprobieren, damit man es in einigen Jahren ggf. im grßen Stil einsetzen könnte.

Ein Vorteil gegenüber Dachflächen ist, das es sich einfacher und ggf. auch maschinell verlegen lässt. Schon heute haben die Installationskosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten einer PV-Anlage - wegen dem großen Anteil an manueller Arbeit, der nicht rationallisiert werden kann wird dieser noch zunehmen (Die Modulkosten sinken, die Installationskosten bleiben fix pro m²).

Also probiert mal weiter!

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olli0816 20.10.2014, 17:14
46. So blöde ist das gar nicht...

Zitat von f.siemer
Wer hat sich das denn überlegt.. das ist so komplett bescheuert.. und ich dachte nur die deutsche Energiepolitik ist käse :D Auf die Stromrechnung pro Haushalt bin ich gespannt :D Eine komplette Photovoltaikanlage für ein EFH, aufs Dach montiert, 4000 KW/H kostet ca. 5000-10000 € inkl Montage.. das heisst für die Kosten dieses Radwegs.. hätte man 300 EFH mit autarker Solar Energieversorgung ausstatten können.. Mehr Geldverschwendung geht glaube ich nicht...
Ich kenne das aus der IT-Branche. Die ersten Prototypen kosten richtig viel Geld, sind handgefertigt und mit allerlei Vorsichtsmaßnahmen gespickt, um die wertvollen Bauteile nicht vorzeitig ableben zu lassen. Gehen Sie hier von einem Pilotprojekt aus, um Erfahrungswerte zu sammeln, wie man zukünftig Straßen und Radwege konzipieren kann. Mit dem Radweg befinden wir uns ganz am Anfang der Erfahrungskurve und das kostet viel Geld. Radwege werden auch nicht so stark belastet, selbst wenn ein 200 Kilomensch darauf fahren sollte.

Ich finde die Idee wirklich gut, da man verwendete Fläche doppelt ausnutzen kann. Straßen und Autobahnen gibt es ohne Ende und wenn diese gleichzeitig Strom liefern, wäre das eine sehr interessante Entwicklung. Vergessen Sie nicht, dass der Wirksamkeitsgrad zusätzlich in Zukunft gesteigert werden kann. Wenn sich herausstellt, dass man damit mehr Strom als für den Verbrauch von E-Autos produzieren könnte, wäre das ein richtiger Fortschritt. Aller Anfang ist immer teuer und wenn man feststellt, dass es Sinn macht, wird die Entwicklung der Straßen wesentlich günstiger von statten gehen, da Massenartikel. Bei Hardware sind die Fertigungskosten z.B. ohne einberechnete Ingenieurleistung etwa 1:100. Wenn Sie die Stunden für die Entwickler dazu nehmen, kommt noch einiges drauf. Falls es klappt, ist es sehr gut angelegtes Geld.

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khaja 20.10.2014, 17:36
47.

Zitat von olli0816
Gehen Sie hier von einem Pilotprojekt aus, um Erfahrungswerte zu sammeln, wie man zukünftig Straßen und Radwege konzipieren kann. Mit dem Radweg befinden wir uns ganz am Anfang der Erfahrungskurve und das kostet viel Geld. Radwege werden auch nicht so stark belastet, selbst wenn ein 200 Kilomensch darauf fahren sollte.
Auch bei Pilotprojekten kann man vorher überlegen, ob das überhaupt Sinn macht.

Und den sehe ich hier überhaupt nicht. Dafür sprechen zu viele Gründe:

1) Schlechter Winkel - nicht zur Sonne neigbar, daher geringe Energieausbeute
2) Eigentlich nur geeignet für Wege, die nicht von Häusern, Bäumen, Hecken,... gesäumt sind (Schattenbildung!)
3) Das Panzerglas absorbiert noch einmal einen Haufen Energie
4) Schmutzablagerungen auf dem Glas und Aufrauhungen des Glases durch Reibung mit dem Schmutz verringern die Effizienz gleich noch einmal
5) Hocheffiziente Zellen lohnen sich bei sowas auch schon mal gar nicht

Und unsere Solarzellen SIND bereits Massenartikel. Trotzdem ist die Idee idiotisch. Wenigstens etwas weniger idiotisch als diese Idee, da auch noch Autos drüberfahren zu lassen und die Straßenmarkierungen durch LEDs zu ersetzen.

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Radlermass 20.10.2014, 17:50
48. Pilot nicht gleich clever

Zitat von donvito85
Lest doch mal den Artikel durch, bevor ihr gleich rumplärrt "Das ist doch unwirtschaftlich/unrentabel/teuer/dumme Lösung"... Wie schon erwähnt, handelt es sich hierbei um ein "PILOT-PROJEKT"... Hier wird die Praxistauglichkeit dieses Konzeptes auf die Probe gestellt, nicht mehr, nicht weniger. Bei Pilotprojekten ist die wirtschaftliche Tauglichkeit (zum Glück) erstmal absolute Nebensache. Weitere Ideen beinhalten übrigens Solar-Panel Fuss- und Radwege, welche tagsüber Strom speichern, und Nachts den gespeicherten Strom in Form von Licht wieder ablassen... quasi Nachtbeleuchtung zum Null-Tarif (Produktionskosten mal abgesehen)
gerade heute erkennen wir wieder dass was mit PILOT zu tun hat, nicht clever ist, aber Spass beiseite...das Pilotprojekt braeuchte man nicht um das Konzept zu evaluieren, wen man nur mit ein wenig Menschenverstand an die Sache herangegangen waere und schwupps haette man 3 Mio gespart

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syracusa 20.10.2014, 17:51
49.

Zitat von spon-facebook-10000734904
die Radwege mit Solarmodulen zu überdachen? Instandhaltung usw. des Radweges wären günstiger und die Fahrradfahrer würden bei Regen nicht naß. Ich gehe davon aus, dass ich nicht der erste bin, der sich diese Frage stellt. Ich hätte gerne gewußt, warum diese Lösung favorisiert wurde und wird.
Das Solardach über dem Radweg wäre auf jeden Fall preiswerter. Aber es handelt sich hier ja um ein Pilotprojekt. Entscheidend ist, wie weit die Kosten des Solarradwegs sich durch Massenfertigung der Module senken lassen.

Ich bin da etwas skeptisch, aber besser aussehen tut der Radweg ohne Dach in den meisten Fällen sicherlich schon.

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