Forum: Reise
Pistenplan-Maler: Der Mann, der Berge versetzt
Heinz Vielkind

Ohne ihn würden sich Wintersportler verirren: Der österreichische Maler Heinz Vielkind zeichnet seit 62 Jahren die Panoramakarten, die in den Skigebieten den Weg zeigen. Dafür muss er manchmal schummeln.

ManRai 17.01.2018, 06:01
1. Etwas schummeln

So eine "Karte" hatte ich in Busan/Südkorea, der Weg vom Hotel zu einem sehr schönen Tempel sah kurz aus, war halt gestaucht. Und kurz vor Ende ging mir dann die Puste aus, hatte auch nichts zu trinken mitgenommen, zum Glück sagte mir der überholende Polizist - "um die nächste Ecke" und da war der Tempel - mit Brunnen. Soviel zu geschönten Karten :-)

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Frequent Traveller 17.01.2018, 09:11
2. Wanderkarten sehen anders aus

Zitat von ManRai
So eine "Karte" hatte ich in Busan/Südkorea, der Weg vom Hotel zu einem sehr schönen Tempel sah kurz aus, war halt gestaucht. Und kurz vor Ende ging mir dann die Puste aus, hatte auch nichts zu trinken mitgenommen, zum Glück sagte mir der überholende Polizist - "um die nächste Ecke" und da war der Tempel - mit Brunnen. Soviel zu geschönten Karten :-)
wer diese Kustwerke als Wanderkarten benutzt, der geht wahrscheinlich auch mit einem Globus auf Weltreise.

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glass88 17.01.2018, 10:00
3. Sinn und Zweck der Kartedn, die Übersicht

@ManRai, diese Zeichnungen erheben auch keinen Anspruch auf Maßstabstreue.

Wie sollten sie sonst ein Skigebiet über mehrere Täler auf so eine Karte bringen? z.B Saalbach, Amadei usw

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Stäffelesrutscher 17.01.2018, 10:55
4.

Danke für diesen schönen Artikel und Glückwunsch an Heinz Vielkind - ein toller Beruf, der nicht nur ihn, sondern auch viele andere glücklich macht. Die Gemälde/Karten versetzen einen schon vor der Reise in Urlaubsstimmung, verschaffen einem vor Ort einen perspektivischen Überblick - und gewandert, Herr ManRai, wird natürlich nach 1:25.000 und Ähnlichem.

Kuriosität am Rande: »die Karte des Don-Quijote-Flughafens von Madrid« zeigt zunächst einmal, dass es sich nicht um den Flughafen von Madrid, sondern um den von Ciudad Real handelt(e), rund 180 km von Madrid entfernt. Das eine Milliarde Euro teure Objekt ist so ungefähr die größte Investitionsruine Spaniens. Also der Flughafen von der traurigen Gestalt, sozusagen ...

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Anna156464641156 17.01.2018, 11:23
5. Ein interessanter Beruf

Das es Panoramakartenmaler als Beruf gibt und man diesen erlernen kann, war mir so bisher gar nicht klar - vielleicht auch weil ich noch nie darüber nachgedacht habe. Auf jeden Fall ein interessanter Beruf (vorallem die Gebiete beruflich besuchen zu dürfen) und tolle Bilder.

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Urban Spaceman 17.01.2018, 11:54
6. Talent

Toll, dass es gelegentlich solche junge Talente gibt, die dann einen spezialisierten Beruf ausüben. Ich hatte als Schüler auch große Freude daran, mit Deckfarbe Landkarten zu malen. Ich konnte das jedenfalls viel besser als meine Mitschüler und die Karten wurden eine Zeit lang zum Hobby. Besonders gefielen mir die farblich abgestuften Effekte (grün, braun) um die Höhen und Ebenen zu unterscheiden. Man musste schon wissen, was eine Isohypse ist. Da hat man dann zu Hause viele Stunden daran gearbeitet. Einer meiner Mitschüler, der auch immer gut zeichnen konnte, ist heute ein ziemlich guter Karikaturist. Da man davon allein kaum leben kann, fertigt er auch Illustrationen z.B. für wissenschaftliche Zeitschriften oder Gebrauchsanweisungen. Da sind Illustrationen auch oft aussagekräftiger, als Fotos. Etwas "geschummelt" wird gelegentlich auch, um das Wesentliche begreifbarer zu machen.

Freut mich, dass Herr Vielkind noch so fit ist und hoffentlich noch einige seiner tollen Panoramen fertigen wird.

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sikasuu 17.01.2018, 14:43
7. Bin mal auf den griechischen Inseln an so eine Panoramakarte geraten!

1 zu 25-50.000 gab es nicht. War mit Rucksack ein Desaster (vor GPS).... Habe es aber überlebt:-)
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Später in Saloniki mal den Chef des Touristenbüros gefragt, warum es keine verlässlichen Karten usw, gibt. Der murmelte was von Verteidigung usw.:-)
(Als wenn die Türken als Natomitglieder nicht erstklassiges Material dieser Gegend hätten)
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Für den Kaffee- & Jagerteetrinker auf der Terrasse sind solche BILDCHEN vielleicht ganz nett. Auch für die Rummelpatz-Skifahrer, die immer im Kreis rauf/runter fahren, doch für ernsthafte Orientierung in der Landschaft kommen solche "Karten", besser "gemalte Bilder", schon nahe an vorsätzlich Körperverletzung, wenn nicht mehr, ran!
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Eine Touristeninfo, die einem Gast solches "geschöntes" Material" ihres Ortes & der Umgegend in die Hand drückt, "surft" mMn. sehr nah an der Grenze zur "Straftat", bzw. spielt ziemlich mit der "Mithaftung", wenn was schief geht.
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Ein Warnhinweise auf diesen BILDERN wäre mMn angebracht:
Diese Darstellung hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun & ist zur Orientierung nicht/NUR BEDINGT geeignet!
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Ps. Nichts gegen den Mann, den Maler, der macht wohl sehr schone Arbeiten! Aber viel gegen den Einsatz solcher "Werbemittel"!

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Lobhudel 17.01.2018, 15:54
8. @sikasuu: Holzauge sei wachsam!

Nach einer Panoramakarte zu wandern, ist wie nach dem Metroplan Auto zu fahren. Vielleicht sollte man da auch Warmhinweise aufdrucken. :-)

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malthe jc 20.01.2018, 18:09
9. Beautiful

Beautiful :)

https://mynewart.de

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