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Reisen während des Ramadan: "Nachts ist sehr viel los"
AFP

Ob Dubai, Oman oder Marokko - ein muslimisches Land während des Ramadan zu bereisen, kann eine spannende Erfahrung sein. Ein Reiseleiter sagt, was Touristen beachten sollten.

joergS 15.05.2018, 07:24
1. Dubai

Stimmt leider so nicht. Ich lebe seit 4 Jahren in Dubai und alles ist wie gehabt geöffnet. Restaurants, Pools in Hotels, food courts im Shopping Centre etc. Ja es hat nicht jedes Restaurant geöffnet. Dubai als ‚strenger‘ als Morocoo darzustellen, ist aber leider Quatsch. Das Leben in dieser Weltstadt geht ganz normal weiter und ein Unterschied zu anderen Monaten ist auch beim Verkehr kaum festzustellen.

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spon-1245711913406 15.05.2018, 08:25
2. Dubai Teil II

Ich habe in Dubai in einem Hotel gearbeitet. Es gab normal zu essen aber wir mussten die Restaurants mit Vorhaengen verbergen damit Muslime nicht Gaeste beim essen sahen. Auch empfahlen wir Gaesten, wie oben beschrieben, nicht zu trinken und zu rauchen, auch auf die Kleiderordnung wurde mehr geachtet. Ein Gast kam bis Ende Ramadan in Haft weil sie sich, trotz mehrfacher Aufforderung, weigerte sich korrekt anzuziehen.

Ich habe zweimal Ramadan in Kenia mitgemacht da viele meiner Mitschueler Muslime waren; ich habe sicherlich mehr gegessen als in den anderen Monaten. Nicht trinken und nicht duschen war viel haerter.

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hmueller0 15.05.2018, 09:27
3. Toleranz

Toleranz scheint immer nur in eine Richtung zu gelten, seltsam. Man erwartet von Ausländern und Andersgläubigen wie selbstverständlich, sich an die örtlichen Gepflogenheiten zu halten. Das könnte ich noch akzeptieren. Umgekehrt hat man aber keinerlei Ambitionen, sich seinerseits an die Sitten und Gewohnheiten anderer Länder anzupassen. M.E. liegt genau dort die Ursache vieler Probleme - und nicht darin, dass sich Gastgeber nicht einfach noch viel mehr Mühe gehen und immer weiter entgegen kommen.

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decathlone 15.05.2018, 09:31
4. Bei einer Zwischenlandung in Katar ...

... wurden wir vor ein paar Jahren kurz vor der Landung und unmittelbar vor Sonnenaufgang informiert, das Ramadan sei und man sich den Gepflogenheiten anpassen sollte. Frühstück gab es keins mehr an Bord. Naja, die 2 Stunden werde ich schon aushalten. Was für eine Überraschung: direkt nach der Passkontrolle traf ich im Flughafen auf lange Schlangen vor den Schaltern der üblichen Fast Food - Ketten, eine große Mehrheit der Wartenden waren durch ihre Kleidung als Bewohner der arabischen Halbinsel zu erkennen. Der Trubel im Flughafen und die vollen Cafes führten letztlich dazu, dass ich mich an den einzigen halbwegs ruhigen Ort flüchtete: einen multireligiösen Gebetsraum.

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sanna.anabaena 15.05.2018, 10:54
5. Ramadan im Nahen Osten

Ein Kameramann kam fast nicht zum Flughafen, weil gen Sonnenuntergang die Tankstelle 4 Stunden südlich zwar offen, aber ohne Personal war. Panik brach aus, wie er mit den paar Tropfen Benzin noch zum Flughafen schaffen solle. Der Arme wollte zurück zu seiner Familie, und sein Filmmaterial für den WDR bearbeiten. Ramadan selbst vor Ort erlebt zu haben - insbesondere hinter den Kulissen - , und vor allem das Fest am Ende, Ed Al Fitr, ist ein besonderes Erlebnis.

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