Forum: Reise
Stadtführung durch Wien: "Für eine Obdachlose war ich overdressed"
AFP

Barbara war Inhaberin einer Kunstgalerie in Wien. Dann wurde sie krank - und landete auf der Straße. Heute erzählt sie bei Stadtführungen über Obdachlosigkeit und verrät, wie man helfen kann.

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hoeffertobias 12.03.2018, 15:16
1. Seltsam....

"Familie hatte ich keine mehr, und mit Freunden ist das so eine Sache, wenn man ohne Haare nach einer Chemotherapie vor der Tür steht." Was sind denn das bitte für Freunde? Es scheint so, als würde doch etwas mehr dahinter stecken, als die Krankheit alleine.....

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Wellenreiterin 12.03.2018, 15:34
2. Hut ab

und alles Gute!

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io_gbg 12.03.2018, 16:08
3.

Zitat von hoeffertobias
"Familie hatte ich keine mehr, und mit Freunden ist das so eine Sache, wenn man ohne Haare nach einer Chemotherapie vor der Tür steht." Was sind denn das bitte für Freunde? Es scheint so, als würde doch etwas mehr dahinter stecken, als die Krankheit alleine.....
Da muss doch "etwas mehr dahinter stecken".
Ja, Krebs ist für viele ein Tabu. Es ist gar nicht selten, dass Menschen solche Angst vor Krebs haben, dass sie den Kontakt zu Krebskranken ablehnen oder wenigstens nicht reagieren, wenn sie erfahren, dass jemand Krebs hat. Habe das selbst erlebt, wenn auch nicht so krass.

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le.toubib 12.03.2018, 16:28
4. "Ich bin wieder gesund."

Na, diesen Satz hätte ich mir verkniffen. Denn das dachten wir auch mal ...

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touri 12.03.2018, 17:37
5.

Gibt es denn in Österreich keine soziale Absicherung?

Heute früh erst in einem Thread gelesen, wo sich alle über Harz IV beschwert haben. Scheint ja geradezu paradiesisch zu sein im Vergleich zu Österreich.

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weltraumschrott 12.03.2018, 19:40
6. @touri

Steht doch im Artikel: " "Wien ist eine sehr soziale Stadt, im Vergleich zu anderen", sagt sie. 844 Euro Mindestsicherung bekomme ein Bedürftiger, davon 210 Euro fürs Wohnen."

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ueberlegdochmal 13.03.2018, 01:17
7. Guter Artikel, mehr davon.

Sehr guter Artikel, danke. So etwas fuer Berlin, Koeln und Muenchen waere gut.
Zu Bedenken gebe ich aber auch, dass auch junge maennliche Obdachlose haeufig sexual von Maennern und Frauen ausgebeutet werden. Zudem helfen die meisten Menschen instinktive eher Frauen als Maennern, weil man vermutet Frauen seien schwaecher und benoetigten Hilfe dringender als Maenner, die schon irgendwie durchkommen. Ein fataler Trugschluss, der vielen tausend Maennern jaehrlich das Leben kostet.

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D.E. 13.03.2018, 10:23
8. Ja so kenne ich meine Freunde auch ...

Wenn man krank und obdachlos wird, sind Freunde leider nichts wert. Ich hatte mir das auch immer anders vorgestellt, aber es ist leider so.

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poster/in 13.03.2018, 17:15
9. @Nr 5

Die Schulden scheinen eher die noch offenen Beiträge bei der Krankenkasse gewesen zu sein + eventuelle Zahlungen, bis sie (rückwirkend) wieder versichert war. Wenn einer Selbständigen das Geld für die KK fehlt, ist man leider unversichert, bis sich eine Lösung findet. Und die KK sind da auch leider - von Gesetzes wegen - ziemlich unflexibel. Ich hatte einmal, ohne näher auf die genauen Umstände eingehen zu wollen, den perversen Fall, dass ich dadurch, dass ich KK-Beiträge nachbezahlen und abstottern musste, kein Geld mehr hatte, um mich aktuell wieder zu versichern. -Stunden lassen ging damals nicht.
Solche Fälle sind aber eher selten; in AT Krebs zu haben heißt nicht zwangsläufig, dass man pleite geht, auch wenn die oft damit einhergehenden finanziellen Einschnitte (weil man eben nicht mehr arbeiten kann) schon spürbar sind, wie ich aktuell bei einer betroffenen Freundin leider sehen muss.

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