Forum: Reise
Wanderung auf dem Hadrian's Wall Path: Bis an die Grenze
Getty Images/iStockphoto

So strapazierfähig wie römische Legionäre sind sie zwar nicht. Trotzdem ist die Wanderung entlang des berühmten Hadrianswall in Nordengland für unseren Autoren und seinen Sohn ein besonderes Abenteuer.

robin-masters 30.05.2018, 08:09
1. Schöne Tour

Das politische Statement am Ende hätte man sich aber schenken können. Erstens hat der EU Austritt nicht zwingend etwas mit Fremdenhass zu tun (Bürokratie, verlust an Mitbestimmung) und zweitens könnten Sie Ihem Sohn sagen das die Besucher vor 2000 Jahren sicher nicht in friedlicher Absicht kamen.

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Knack5401 30.05.2018, 10:18
2. Hört hört!

Warum so empfindlich robin-masters? Das ist eine normale Frage eines 12-jährigen, kein politisches Statement.

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pietschko 30.05.2018, 12:18
3.

Zitat von robin-masters
Das politische Statement am Ende hätte man sich aber schenken können. Erstens hat der EU Austritt nicht zwingend etwas mit Fremdenhass zu tun (Bürokratie, verlust an Mitbestimmung) und zweitens könnten Sie Ihem Sohn sagen das die Besucher vor 2000 Jahren sicher nicht in friedlicher Absicht kamen.
1. hat der brexit eben doch viel mit fremdenfeindlichkeit zu tun.
2. hat die insel selten eie so friedliche zeit, wie unter den römern erlebt. auch das römisch reich an sich war für die (meisten) bürger ein segen. zu dieser zeit herrschte innerhalb des reiches frieden. die wirtschaft florierte. sehen sie sich einmal an, was mit dem untergang des reiches für jahrhunderte an entwicklung verloren ging.
die römer waren weitestgehend tolerant gegenüber anderen religione und versuchten diese zu integrieren. nur die christen mussten ja gegen alles auflehnen um später an intoleranz kaum zu überbieten zu sein.
das römische reich hat zu seiner überwiegenden zeit den bürgern eine sicherheit und wohlstand gegeben, die danach für jahrhunderte nie wieder erreicht wurden. und ich sehe die eu in einer art schon als eine fortführung und erkenntnis aus den errungenschaften der römer. denn anders als das heilige römische reich, was nie im echen kontext zum römischen reich stand, könnte die eu das erbe einmal positiv fortsetzen. es leben die römischen verträge.

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Reg Schuh 30.05.2018, 13:15
4. War schön dort

War schön dort, vor allem schön einsam. Wer außerhalb der "Hauptsaison", also vor allem, wenn die Briten kein Wochenende im Hochsommer oder keine Klassenfahrt-Saison haben, kann es sehr ruhig werden. Die Blockade durch Jungrinder passiert offenbar auch anderen Wanderern. In meinem Fall funktionierte die Katzen-Strategie - lange genug anstarren und warten auch, dann hoppelten die zunächst skeptischen blickenden Rinder auch durch den Graben auf die andere Seite und gaben den Weg frei.

Erfreulich ist, daß sich ein Sohn selbst für eine solche Reise interessiert. Leider hat der Autor nicht beachtet, daß man die wenigen spärlichen Überresten der fast zwei Jahrtausende alten Mauer AUF GAR KEINEN FALL betreten darf! So verlockend wie das ist - diesen Kulturschatz mit Wanderstiefeln zu betreten ist ...... Selbst wenn das nicht ausdrücklich strengst verboten wäre - das macht man einfach nicht!

Über das Tor im Meilenkastell zur Steilkante hin (Bild 9) wird spekuliert, daß es im Plan stand, und der Plan war Wort des Imperator, also nicht in Frage zu stellen - mit anderen Worten eine Blüte der Bürokratie.

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lachina 30.05.2018, 15:23
5.

Zitat von Knack5401
Warum so empfindlich robin-masters? Das ist eine normale Frage eines 12-jährigen, kein politisches Statement.
Nee, ist es nicht. Ich glaube nicht, dass Zwölfjährige so etwas fragen, zumal, wenn er sich mit römischer Geschichte auskennt, er auch was über die Aufstände der Briten gegen die Römer gelesen hat - Königin Boudicca und anderen. Das war keine friedliche Einwanderung.

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banalitäter 30.05.2018, 15:47
6. gr. Foto

Das Foto über dem Artikel ist ja fast überirdisch schön . Wurde es nachbearbeitet oder gibt es die natürliche Stimmung wieder ?

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columbo1 30.05.2018, 16:31
7.

Zitat von pietschko
2. hat die insel selten eine so friedliche zeit, wie unter den römern erlebt. auch das römisch reich an sich war für die (meisten) bürger ein segen.
Pax Romana - In der Tat ein großer Segen für alle Nachgeborenen. So wie es ja auch auf Tasmanien heute ungeheuer friedlich zugeht.

Man muss aber der Fairness halber sagen, dass die Römer sich bemüht haben, die einheimische Oberschicht zu integrieren und an Rom zu binden, anders als beispielsweise die normannischen Eroberer in England.
Was an der Diskussion stört ist, dass hier Einwanderung und Invasion gleichgesetzt werden. Und das auf einem arg ... kindlichen Niveau, wie ich es sonst nur aus dem evangelischen Gottesdienst kenne.

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sargon70 31.05.2018, 12:23
8. Elternstolz

Ich verstehe, dass Eltern auf ihre Kinder stolz sind, wenn deren Fragen zeigen, dass die Werte verinnerlicht wurden, die die Eltern vermitteln wollten. Dass man dann auch noch bei einem Reiseartikel nebenbei durchblicken lässt, was man so vom Brexit hält und suggeriert, dass selbst das eigene zwölfjährige Kind offensichtlich offener, toleranter und schlauer ist als die ach so fremdenfeindliche Mehrheit der Briten, mag dem Autor subtiler erscheinen als mir aber sei's drum. Die richtige "Haltung" zu zeigen, ist für einen Journalisten heute eben mindestens so wichtig, wie einen guten Artikel zu schreiben.
Interessanter als die Frage des Kindes wäre eigentlich die Antwort des Erwachsenen darauf.
Hier mein Vorschlag:
"Weißt Du, es ist spielt auch eine Rolle, warum jemand irgendwohin geht und was er dann dort tut. Das römische Reich war ein Imperium, es herrschte über andere Völker ob die das wollten oder nicht. Nach Britannien kamen sie zum Beispiel wegen der Minen in Wales wo Silber, Zinn, Kupfer und Eisen abgebaut wurden und um neue Soldaten anzuwerben für den nächsten Krieg. Die Römer führten nämlich fast immer Krieg, entweder gegen sich selbst oder gegen andere. Jede neu eroberte Provinz musste gesichert werden, indem der Nachbarlandstrich auch erobert und zur Provinz gemacht wurde solange bis sie schließlich hier ankamen, wo die Kosten weiterer Eroberungen größer waren als der Nutzen und da haben sie dann Wälle gebaut wie den Hadrianswall. Natürlich brachten die Römer auch ihre Zivilisation mit, aber sie brachten keine Freiheit. Wer kein Römer sein wollte, der wurde entweder verjagt, versklavt oder getötet. Mit dem Brexit hat das alles nicht viel zu tun, denn die EU ist zum Glück kein Imperium, man kann also austreten, ohne dass Legionäre anrücken und das Haus niederbrennen. Dass die Briten aus der EU austreten schadet wahrscheinlich beiden Seiten, aber man sollte bei Trennungen gut aufpassen, wie man sich zum Abschied verhält. Wenn dich zum Beispiel mal eine Freundin verlässt, dann ruf ihr nicht hinterher "Du blöde Kuh, wirst schon sehen, was Du davon hast, ohne mich kommst Du ja eh nicht weit!" denn damit bestärkst Du sie nur. Genau das taten aber Politiker und Journalisten vor und nach der Brexit-Entscheidung, sie erklärten alle für dumm, die nicht ihrer Meinung sind. Das kommt bei Briten und Freundinnen aber nicht besonders gut an. Vor allem die Briten mögen es auch nicht besonders, wenn ausgerechnet wir Deutschen ihnen vorhalten, was man aus diesen und jenen moralischen Gründen tun sollte - zum Beispiel, dass alle so großzügig Flüchtlinge aufnehmen sollten wie wir. Und es gibt noch einen Grund, wegen des Brexits nicht überheblich zu werden: Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Möglich, dass die Briten in zwanzig Jahren schlechter dran sind als heute und wir lachen über die Briten. Oder: Der Euro ist Geschichte, Italien und Frankreich haben Parallelwährungen eingeführt, Deutschland steht vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen und die Briten sind froh, dass sie damit nichts mehr zu tun haben. Es ist klüger, sich nicht über die Dummheit anderer lustig zu machen, solange nicht fest steht, wer der Dumme ist."

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