Forum: Reise
Weltreise mit Kind: "Eltern verkomplizieren alles"
Janina Breitling

Vor Kurzem besuchten Janina Breitling und ihr kleiner Sohn noch Rentierzüchter in der Mongolei - als letzte Station einer 13-monatigen Weltreise. Im Interview erzählt sie, warum Heimweh für beide kein Thema ist.

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okav 04.08.2017, 05:51
1. Mich hätte noch eine Frage interessiert

Wie würde Frau Breitling es finden, wenn der Vater von Maxi mit seinem Sohn 13 Monate auf Weltreise gehen würde. Wäre das für Sie genauso ok?

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baumgaer 04.08.2017, 06:19
2.

Wirklich eine sehr schöne Geschichte. Ich habe auf den wenigen Reisen mit meinem 5-jährigen Sohn ähnliche Erfahrungen gemacht, auch wenn der Radius der Touren sich eher auf Deutschland beschränkt hat. Und da drängt sich bei mir die erste Frage auf, auch mit dem Risiko die vermeintlich typisch deutsche Neidkultur zu bedienen: Welches alleinerziehende Elternteil kann sich eine 13 Monate dauernde Auszeit erlauben, ohne zermürbendes Abstrampeln bezüglich Einkommen, Betreuungszeiten und Sorgerecht. Hat Frau Breitling möglicherweise einen großzügigen Sponsor im Hintergrund oder ist der Kindsvater ausser einem Stör-Element während der Reise ein doch ganz brauchbarer Partner wenn es um die Finanzierung einer solchen Reise geht? Für die Mehrzahl der Alleinerziehenden erscheint mir Frau Breitlings Reisefreuden mit Kind ein schwer erreichbarer Traum.

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bj68 04.08.2017, 06:21
3. Danke

[...]Ich habe schon darauf geachtet, dass wir zu Familien und nicht zu alleinstehenden Männern gegangen sind, auch wenn wir unsere Schlafplätze im Internet über Couchsurfing gesucht haben.[...]

für den Generalverdacht....von jemanden aus der Kinder- und Jugendarbeit (über 20 Jahre) der es inzwischen Leid ist, dass Männern immer unterstellt wird "schwanz-gesteuert" zu sein...als ob es einen Unterschied machen würde ob da Familie oder nicht vorhanden wäre....im Fall des Falles....


bj68

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herjemine 04.08.2017, 06:50
4. Janinachen!

Schön die Reisen.
Aber bitte: ein Name mit drei Buchstaben verträgt keinen Diminutiv! Jegliches "-i", "-chen" oder "-li) wirkt augmentativ auf den Namen, er wird länger statt kürzer.

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hexenbesen.65 04.08.2017, 06:55
5. Etwas Weltfremd

diese Dame, würde ich sagen. Nur weil sie die Kohle und die Zeit hat, kann sie doch nicht sagen, "Früh Kinder bekommen und Reisen"... Klar würde ich auch gern in der Weltgeschichte rumgammeln und mir alles gaaaanz in ruhe mal ansehen.
Und "verkomplizieren" würde ich die AUFSICHTSPFLICHT nicht nennen. Als ERWACHSENER sieht man Sachen, von denen Gefahren ausgehen können (was, der Lütte will mit den Ren-Tieren spielen ? Weis er, dass die auch gefährlich werden können ? ----Junior will auf nen morschen Turm klettern ??? ----also ich verkompliziere nichts, sondern nehme meine Aufgabe als Erziehungs"berechtigter" (eher Verpflichtender) sehr ernst. hinterher ist das Geheule nämlich groß, wenn der Turm einkracht, und der kleine Sonnenschein tot drunter liegt.... )

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swenschuhmacher 04.08.2017, 06:58
6.

Schade, dass nicht nach finanziellen Aspekten gefragt wurde. Mit Kind reist man sicher anders als alleine und hat dadurch auch gewisse Kosten, die man sich als junger Backpacker gespart hätte. Schon die Auswahl der Länder wird eine andere sein und man neigt dazu, eher in entwickelte Gebiete zu reisen, die für Kinder sicherer sind. Eine 13-monatige Weltreise muss man sich als Alleinerziehende erst einmal leisten können.

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stochasticdifferentialequ 04.08.2017, 07:09
7. Ich finde

solche Sätze wie diesen gruselig: "Unterwegs habe ich viele Leute kennengelernt, die mal babysitten wollten."

Völlig Fremden einfach mal das Kind anvertrauen, weil man "mal Zeit für sich haben will", finde ich persönlich unverantwortlich, aber wer's braucht....

Mit wäre so etwas sogar völlig egal, wenn ich später nicht die Rente und die Gesundheitsbeiträge für Leute mit so spinnerten Ideen finanzieren müsste. Wenn sie es bezahlen können und selbst vorsorgen können, sollen sie es tun, albern ist es trotzdem.

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Knighter 04.08.2017, 07:23
8. Hmmm

Ich gebe zu, daß ich diese Reiselust der Deutschen nicht verstehen kann. Aber was ich in diesem Kontext nicht kapiere ist, wenn die Frau schon keinen Bock auf Zuhause hat, kein Heimweh kennt und dauernd ihr Gereise "plant", warum ist sie nicht konsequent und bleibt weg? Letzten Endes ist jede(r) europäische Reisende gewollt/ungewollt erhaben und lernt im verklärten fernen Ausland nie die härten des Lebens der einheimischen kennen, sondern bleibt ein privilegierter Exot. Ist der Ernstfall da, geht es schwupps per Sonderflieger nach "Hause", wo stets ein Sozialsystem wartet.

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MartinS. 04.08.2017, 08:13
9. ...

Zitat von herjemine
Schön die Reisen. Aber bitte: ein Name mit drei Buchstaben verträgt keinen Diminutiv! Jegliches "-i", "-chen" oder "-li) wirkt augmentativ auf den Namen, er wird länger statt kürzer.
Na glücklicherweise dürfen Menschen sich das noch selbst aussuchen, wie sie sich gegenseitig nennen. Sogar so ganz unabhängig von Logik, Rationalität oder dem Geschmack anderer.

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