Forum: Reise
Weltreise mit Lkw: "Einfach losfahren funktioniert nicht"
The Haeusgens/ Rampant Pictures

Sieben Monate lang fahren Tina und Jakob Haeusgen mit ihrem ausgebauten Lkw durch die Länder der ehemaligen Seidenstraße. Ihr auffälliges Gefährt ist komfortabel - aber nicht immer von Vorteil.

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schuggerleo 30.11.2018, 09:28
1. Wie sieht die CO2-Bilanz einer solchen Reise aus?

Man müsste mal hochrechnen, wie viel CO2 die Vielzahl an "Individualisten" in ihren hochgerüsteten Wohnmobilen und sonstigen Gefährten auf ihren Weltreisen eigentlich in die Luft blasen. In diesem Fall, mal grob überschlagen: 20.000km Fahrtstrecke, Verbrauch ca. 15l/100km, d.h. allein für diese Reise wurden 3000 Liter Benzin verbraten. Auf der einen Seite fremde Länder und Kulturen erkunden wollen, und dann auf der anderen Seite dazu beitragen, dass die Lebensgrundlagen dieser Länder (speziell in den sowieso schon wasserarmen und wüstenreichen Ländern des mittleren Ostens) zerstört werden. Hut ab vor Weltumseglern, Rad-Fernreisenden oder Zugfahrern, aber diese Art von Tourismus sollte nicht durch "Abenteuerberichte" unterstützt werden.

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v. m. photon 30.11.2018, 09:43
2.

So viel Freiheit macht schon ein bisschen neidisch :-)
Der 5-Sterne-Expeditions-Wohnwagen wäre allerdings nicht meins, macht das Reisen letztlich komplizierter und hat nebenbei auch was sehr kindisches. Aber sei es ihnen gegönnt!

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supertramp54 30.11.2018, 10:24
3. Frustrationstoleranz

Wem das 2-stündige Warten an einer zentralasiatischen Staatsgrenze zu lange dauert, sollte vielleicht doch besser zu Hause bleiben!
Andererseits bietet diese Anekdote den Anlass zur Dankbarkeit, was wir mit unserer Europäischen Union erreicht haben.

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Papazaca 30.11.2018, 10:43
4. Rationale Vorbehalte und warum ich Moralisten (nicht) liebe!

Zitat von schuggerleo
Man müsste mal hochrechnen, wie viel CO2 die Vielzahl an "Individualisten" in ihren hochgerüsteten Wohnmobilen und sonstigen Gefährten auf ihren Weltreisen eigentlich in die Luft blasen. In diesem Fall, mal grob überschlagen: 20.000km Fahrtstrecke, Verbrauch ca. 15l/100km, d.h. allein für diese Reise wurden 3000 Liter Benzin verbraten. Auf der einen Seite fremde Länder und Kulturen erkunden wollen, und dann auf der anderen Seite dazu beitragen, dass die Lebensgrundlagen dieser Länder (speziell in den sowieso schon wasserarmen und wüstenreichen Ländern des mittleren Ostens) zerstört werden. Hut ab vor Weltumseglern, Rad-Fernreisenden oder Zugfahrern, aber diese Art von Tourismus sollte nicht durch "Abenteuerberichte" unterstützt werden.
Die rationalen Vorbehalte sind unstreitig. Mit einem Fahrad wäre die Umweltbilanz viel besser. Nur: Wieviel machen so eine Reise mit so einem Wagen? Wie verhält es sich eigentlich dann mit der Umweltbilanz bei Reise- und Wohnmobilen? Davon gibt es doch Millionen?

Wenn ich so moralisierende Einwände lese, muß ich entweder schmunzeln oder sehe rot. Moralisten gegenüber bin ich zugegebener Weise nicht fair, Sie gehen mir einfach auf den Keks.

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bunterepublik 30.11.2018, 10:56
5. Na und----

Zitat von schuggerleo
Man müsste mal hochrechnen, wie viel CO2 die Vielzahl an "Individualisten" in ihren hochgerüsteten Wohnmobilen und sonstigen Gefährten auf ihren Weltreisen eigentlich in die Luft blasen. In diesem Fall, mal grob überschlagen: 20.000km Fahrtstrecke, Verbrauch ca. 15l/100km, d.h. allein für diese Reise wurden 3000 Liter Benzin verbraten. Auf der einen Seite fremde Länder und Kulturen erkunden wollen, und dann auf der anderen Seite dazu beitragen, dass die Lebensgrundlagen dieser Länder (speziell in den sowieso schon wasserarmen und wüstenreichen Ländern des mittleren Ostens) zerstört werden. Hut ab vor Weltumseglern, Rad-Fernreisenden oder Zugfahrern, aber diese Art von Tourismus sollte nicht durch "Abenteuerberichte" unterstützt werden.
Na und??? Jede Flugreise einer vierköpfigen Familie nach Übersee verbraucht mehr Sprit!!!! Die Flugzeuge in die USA, Karibik, Südafrika, Südostasien und Australien sind voller Touris....und dann die Hunderttausende Kreuzfahrtreisenden jedes Jahr!!!!

Da sind die Individualreisende, v.a. mit dem Auto, sicherlich ökologisch besser aufgestellt....

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Luitpold Black 30.11.2018, 11:25
6.

Zitat von schuggerleo
Man müsste mal hochrechnen, wie viel CO2 die Vielzahl an "Individualisten" in ihren hochgerüsteten Wohnmobilen und sonstigen Gefährten auf ihren Weltreisen eigentlich in die Luft blasen. In diesem Fall, mal grob überschlagen: 20.000km Fahrtstrecke, Verbrauch ca. 15l/100km, d.h. allein für diese Reise wurden 3000 Liter Benzin verbraten. Auf der einen Seite fremde Länder und Kulturen erkunden wollen, und dann auf der anderen Seite dazu beitragen, dass die Lebensgrundlagen dieser Länder (speziell in den sowieso schon wasserarmen und wüstenreichen Ländern des mittleren Ostens) zerstört werden. Hut ab vor Weltumseglern, Rad-Fernreisenden oder Zugfahrern, aber diese Art von Tourismus sollte nicht durch "Abenteuerberichte" unterstützt werden.
Wie wird denn bitte bei der Durchreise mit einem LKW die Lebensgrundlagen dieser Länder zerstört?

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k70-ingo 30.11.2018, 11:28
7.

Zitat von schuggerleo
Man müsste mal hochrechnen, wie viel CO2 die Vielzahl an "Individualisten" in ihren hochgerüsteten Wohnmobilen und sonstigen Gefährten auf ihren Weltreisen eigentlich in die Luft blasen. In diesem Fall, mal grob überschlagen: 20.000km Fahrtstrecke, Verbrauch ca. 15l/100km, d.h. allein für diese Reise wurden 3000 Liter Benzin verbraten. Auf der einen Seite fremde Länder und Kulturen erkunden wollen, und dann auf der anderen Seite dazu beitragen, dass die Lebensgrundlagen dieser Länder (speziell in den sowieso schon wasserarmen und wüstenreichen Ländern des mittleren Ostens) zerstört werden. Hut ab vor Weltumseglern, Rad-Fernreisenden oder Zugfahrern, aber diese Art von Tourismus sollte nicht durch "Abenteuerberichte" unterstützt werden.
Wird es jemals noch einen Artikel im SPON-Reiseteil geben, der nicht sofort mit diesem CO2-Gewimmer zugeweint wird? Ich gebe die Hoffnung allmählich auf.

Ach ja, eine vergleichbare Energiemenge wird benötigt, um einen Winter lang ein mittelgroßes Haus zu beheizen.
Soviel zum Thema Verhältnismäßigkeit.

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soldev 30.11.2018, 11:38
8. soviel Planung ist doch nicht nötig?

Visa rechtzeitig besorgen - bei so viele Ländern kann man sich auch einen zweiten Reisepass zulegen und so in aller Ruhe die Visa bei den verschiedenen Konsulaten beantragen (Turkmenistan will Ein- und Ausreiseland mit drin haben) . Dann noch grobe Strecke, irgendeine LonelyPlanet und/oder Tablet einpacken und dann los... Planen lässt sich eh nicht viel. Eine Panne (Ausreise von Kirgisien nach Tadschikistan - Visum ausgestempelt und dann im Niemandsland Probleme - weiter über Pamir geht nicht, also zurück ohne Visum und an der Grenze lange Diskussion, Telefongespräche mit Botschaften usw.) Irgendwie gehts aber immer weiter ;-)

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zooombie 30.11.2018, 12:03
9. Kann man machen, geht auch mit weniger Aufwand

Mobil zum Preis eines EFH?
11 Monate und mit einem €40.000.- Mobil gehen auch: http://stadtindianer-goes-east.blogspot.com/
(P.S. so viel zum kürzlich erstellten Thema: "Kleiner campt Keiner" liebe SPON Redakteure, doch, tut jemand!)
Oder wie kürzlich im 3sat zu sehen jahrelang per Anhalter.

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