Forum: Reise
Zehn Sehenswürdigkeiten aus der Fiktion: Erfunden, aber beliebt
imago/ robertharding

Warum pilgern Touristen zum Reichenbachfall? Richtig, Sherlock Holmes kommt dort ums Leben. Nur ein Roman? Egal. Hier sind zehn Orte, die allein durch Fantasie berühmt wurden.

Seite 1 von 2
Flohru 05.10.2018, 13:22
1. Spoiler

"Die beiden Leichen wurden nie gefunden. Die Fans suchen immer noch nach ihnen, bisher vergeblich."
Vielleicht sollten die Fans stattdessen lieber "The Adventure of the Empty House" und die folgenden knapp zwei Dutzend Sherlock Holmes-Geschichten lesen, um zu verstehen, was wirklich am Reichenbachfall passiert ist und wer dort nicht ums Leben gekommen ist!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
agenteurobond 05.10.2018, 13:46
2. Vlad III. Drăculea ...

... ließ zigtausende Menschen pfählen und setzte sich vor das Feld der Gepfählten, um sein Mahl einzunehmen. Es gibt viele Berichte diesbezüglich, die sehr grausame Praktiken beschreiben, ein Blick auf Wikipedia geht hier in die Tiefe. Dies ist in diesem Umfang nicht belegt, vor allem die Anzahl der Opfer variiert. Aber diese Greueltaten waren wohl Vorlage für Bram Stokers Roman.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
themistokles 05.10.2018, 14:07
3. Wilde Mischung

Der Artikel schmeißt zwei verschiedene Sachverhalte bunt durcheinander: Orte, die gar nicht oder noch nie existiert haben und solche, welche tatsächlich existieren und besucht werden können. Die Überschrift "Erfunden, aber beliebt" geht also völlig am Thema vorbei. Würde besser unter bento passen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ColynCF 05.10.2018, 14:18
4. Romeo und Julia

Shakespeare hat Romeo und Julia keineswegs einfach so in Verona angesiedelt. Vielmehr ist die RJ Tragödie schon im Mittelalter allgemeine Folklore und taucht in einer Vielzahl von historischen Quellen auf. Die wichtigsten: Masuccio Salernitano (1476), Luigi da Porto (1530), Matteo Bandello (1554). In den Quellen wird die Geschichte auch schon in Verona angesiedelt.

Genaue Geschichte kann man z.b. in der Arden Edition von RJ nachlesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Braveheart Jr. 05.10.2018, 16:28
5. Ich vermisse allerdings ...

... den Leuchtturm von James Krüss ("Alle Möwen heißen Emma"), Pipi Langstrumpf's Taka-Tuka-Insel, das Restaurant, in dem der Bösewicht aus Kästner's "Emil und die Detektive" sein "Ei im Glas" verspeist (und vielleicht rostet in irgendeinem DB-Schuppen ja noch der Zug, mit dem Emil zur Großmutter fuhr) oder einen Hinweis auf den Wald, in dem Räuber Hotzenplotz sein Unwesen trieb.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Real Denny Crane 05.10.2018, 17:40
6. Schloss Bran gehörte nie Vlad

Lieber Autor, liebe Spiegel-Redaktion, ich hatte es euch bereits per Mail mit der Bitte um Korrektur geschickt, aber es scheint euch nicht zu interessieren: Schloss Bran (Törzburg) gehörte nie Vlad III. Draculea. Und auch sonst niemandem, mit dem er verwandt war. Als Fürst der Walachei ist er öfter plündernd in Transsylvanien eingefallen und hat auch die Gegend um Kronstadt (Brașov) gerne heimgesucht. Dass er dabei auch mal an Schloss Bran vorbeigeritten ist, liegt wegen der geografischen Nähe im Rahmen des Möglichen. Allerdings gibt es keine einzige historische Quelle, aus der ersichtlich ist, dass er die Törzburg überhaupt jemals betreten hat. Eines ist aber historische Wahrheit: Er hat sie nie besessen. Ein kurzer Blick in den Wikipedia-Eintrag des Schlosses oder die Lektüre der in diesem Beitrag verlinkten Website hätten genügt, um so einen Fehler zu vermeiden. Meine Frage: Wieso schreiben sie so einen Unsinn? Gut, kann immer mal passieren. Aber wieso korrigieren Sie ihn nicht, wenn Sie darauf hingewiesen werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k70-ingo 05.10.2018, 18:34
7.

Zitat von Braveheart Jr.
... den Leuchtturm von James Krüss ("Alle Möwen heißen Emma"), Pipi Langstrumpf's Taka-Tuka-Insel, das Restaurant, in dem der Bösewicht aus Kästner's "Emil und die Detektive" sein "Ei im Glas" verspeist (und vielleicht rostet in irgendeinem DB-Schuppen ja noch der Zug, mit dem Emil zur Großmutter fuhr) oder einen Hinweis auf den Wald, in dem Räuber Hotzenplotz sein Unwesen trieb.
Das Cafe Josty hat es gegeben. Es wurde im Krieg zerstört.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k70-ingo 05.10.2018, 18:37
8.

Zitat von Flohru
"Die beiden Leichen wurden nie gefunden. Die Fans suchen immer noch nach ihnen, bisher vergeblich." Vielleicht sollten die Fans stattdessen lieber "The Adventure of the Empty House" und die folgenden knapp zwei Dutzend Sherlock Holmes-Geschichten lesen, um zu verstehen, was wirklich am Reichenbachfall passiert ist und wer dort nicht ums Leben gekommen ist!
Wir haben uns mal den Spaß gemacht und sind in London die Orte abgelaufen, die bei "Sherlock" mit Benedict Cumberbatch vorkommen (stilecht mit "London A-Z")
Das war witzig.
Bei Speedy's haben wir gut und günstig gegessen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mühlhiasl der Waldprophet 05.10.2018, 19:27
9. Kleine Richtigstellung

Zitat von agenteurobond
[Vlad III Draculea] ließ zigtausende Menschen pfählen und setzte sich vor das Feld der Gepfählten, um sein Mahl einzunehmen. (...) [D]iese Greueltaten waren wohl Vorlage für Bram Stokers Roman.
Richtig--jedoch muss hinzugefügt werden, dass es nicht die Figur des blutsaugenden Grafen ist, in der Bram Stoker den berüchtigten Pfähler verewigte. Vielmehr ist es in Stokers Roman der Vampirjäger Van Helsing, der seine Feinde grausam pfählt wie einst der gefürchtete Woiwode.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2