Forum: Schule Urteil zum Bildungspaket: Nachhilfe kann Hartz-IV-Leistung sein
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Eine hessische Sozialbehörde wollte einem Hauptschüler Nachhilfestunden nicht bezahlen, weil seine Versetzung nicht gefährdet war. Dass der Schüler eine besseren Abschluss wollte, ließ das Amt nicht gelten. Das Sozialgericht Wiesbaden entschied nun: Der Schüler kriegt das Geld. zum Artikel Antworten
#1 15.02.2012, 18:43 von sagmalwasdazu

Bildungspaket ??

Da war doch mal irgendwann mal was? Ach ja, diese Hurrameldungen
waren zu Kostenintensiv.
Wir feiern lieber die von der Leyen'sche Vollbeschäftigung.
Die ist Preiswerter und Systemrelevanter.

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#2 15.02.2012, 18:54 von gundi

der Umlaut macht es

Das Leitmotiv zu "Hartz IV" lautet(e) "Fördern und Fordern" - in der Umsetzung des Konzepts scheint der Umlaut weitgehend entfallen zu sein - es bleibt beim Fordern ... hauptsächlich bei der neoliberalen Praxis der Forderung nach einem vermeintlich wirtschaftsfreundlichen Nideriglohnsektor - diese wiederum fördert bevorzugt den Faktor Kapital, jedoch nicht die Inhaber des Faktors Arbeit. Die Diskrepanz der volkswirtschaftlichen Verteilung widerspricht eklatant dem Leitmotiv. Selbst wenn es nur ein Einzelfall ist, freut mich die Wiederentdeckung des Umlauts.

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#3 15.02.2012, 20:31 von Demokrator2007

Ein RAD für Wachstum?

Zitat von sysop
Eine hessische Sozialbehörde wollte einem Hauptschüler Nachhilfestunden nicht bezahlen, weil seine Versetzung nicht gefährdet war. Dass der Schüler eine besseren Abschluss wollte, ließ das Amt nicht gelten. Das Sozialgericht Wiesbaden entschied nun: Der Schüler kriegt das Geld.
ARGEN- und Sozialbehörden entwickeln sich immer mehr zu den Arbeitsdiensten des 1000jährigen Reichs. Sie bestimmen unter Zuhilfenahme von Repressionsmaßnahmen die für die Betreffenden weitreichende Folgen haben was wichtig ist und was nicht. Menschenrechte zählen inzw. genauso wenig wie Individualrechte die mit Unterzeichnung der Eingliederungsvereinbarung sowieso abgetreten werden.

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dadurch Geld sparen und unternehmerisches Risiko abwälzen können scheint politisch gewollt. Offenbar will Berlin mit Peking und Moskau konkurrieren...

....auch zwischenmenschlich gesehen.

Ciao
DerDemokrator

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#4 15.02.2012, 20:51 von logikerhh

Unfassbar.

Zitat von sysop
Eine hessische Sozialbehörde wollte einem Hauptschüler Nachhilfestunden nicht bezahlen, weil seine Versetzung nicht gefährdet war. Dass der Schüler eine besseren Abschluss wollte, ließ das Amt nicht gelten. Das Sozialgericht Wiesbaden entschied nun: Der Schüler kriegt das Geld.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Da ist ein hochmotivierter Schüler der gut Englisch sprechen möchte, weil er weiß, dass er als Hauptschüler sonst überhaupt keine Chance hat. Sein Lehrer unterstützt ihn dabei, empfiehlt ihm Nachhilfe, die auch noch außerordentlich günstig ist.

Und was macht das Amt? Verweigert ihm die Zahlung der Nachhilfe TROTZ Bildungspaket, mit der Begründung, der Schüler wäre schließlich nicht schlecht genug.

Auf Deutsch: Würde derselbe Schüler nun ein halbes Jahr einfach mal gar nix machen und notenmäßig so sehr abrutschen dass er versetzungsgefährdet ist, dann hätte er auf einmal Anspruch auf dieses Geld. Klarer kann man einen Aufruf zur Faulheit doch gar nicht mehr formulieren!

Gut, dass zumindest ein Gericht das anders sieht.
Unfassbar.

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#5 16.02.2012, 09:02 von genugistgenug

Zeitproblem

Zitat von sysop
Eine hessische Sozialbehörde wollte einem Hauptschüler Nachhilfestunden nicht bezahlen, weil seine Versetzung nicht gefährdet war. Dass der Schüler eine besseren Abschluss wollte, ließ das Amt nicht gelten. Das Sozialgericht Wiesbaden entschied nun: Der Schüler kriegt das Geld.
Damit zementiert das Sozialgericht doch gleichzeitig dass bessere Noten kein Grund für Nachhilfe sind.
Ebenso wir dgezeigt dass man keine Ahnung vom Zeitproblem hat? Wie kann man monatelang beantragen, klagen - da ist sitzenbleiben doch programmiert und niemand fragt später, wieso man sitzengeblieben ist. Das Versagen steht im Zeugniss.

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#6 16.02.2012, 14:27 von chaika

Anreizmechanismus

Noch absurder geht es wohl nicht, das Hauptproblem ist das Sachbearbeiter der Argen einfach und ungestraft sinnlose Prozesse initieren koennen, dieser Umstand muesste grundlegend geaendert werden. Bei jedem dritten verlorenen Prozess sollte der Sachbearbeiter die gesamten Prozesskosten tragen muessen, dann wuerden diese absolut schwachsinningen Klagen auch unterlassen. Und spaestens nach 6 verlorenen Prozessen sollte die Kuendigung ins Haus stehen, da der Sachbearbeiter gezeigt hat das er mit Gesetzen nicht klar kommt.

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#7 17.02.2012, 14:06 von maerzsonne63

Nachhilfe

Zitat von logikerhh
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Da ist ein hochmotivierter Schüler der gut Englisch sprechen möchte, weil er weiß, dass er als Hauptschüler sonst überhaupt keine Chance hat. Sein Lehrer unterstützt ihn dabei, empfiehlt ihm Nachhilfe, die auch noch außerordentlich günstig ist. Und .....
Das stimmt so nicht ganz! Es handelt sich lediglich um einen Beschluss kein Urteil-!Widerspruch erneut abgelehnt-Wir müssen jetzt nochmal Klagen!

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