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Absurder Elfmeterpfiff in der Champions League: Hätte Sterling beichten müssen?
REUTERS

Er trat in den Boden, dann gab es Strafstoß: Raheem Sterling von Manchester City profitierte gegen Donezk von einer krassen Fehlentscheidung. Wie viel Fairplay darf man von Profis erwarten?

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gammoncrack 08.11.2018, 18:27
1. Hier war das Ergebnis eindeutig und der Elfmeter wohl nicht

relevant. Das war natürlich da noch nicht absehbar. Ja, ich weiß, vielleicht wäre ohne diesen Elfer alles anders gelaufen. Da muss aber wirklich dran glauben.

Für den Spieler entsteht hier das Problem, dass bei einem letztlich anderen Spielverlauf, wohl etliche andere Spieler, der Club und viele Fans null Verständnis für ein freiwilliges Eingeständnis gehabt hätte. Er wäre der böse Bube gewesen, allerdings für die nicht oder positiv Betroffenen ein Held der Fairness.

Schwierig!

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BettyB. 08.11.2018, 18:34
2. Fairplay

Nun ja, Amateursport und Fairplay sind ja vorstellbar, solange nicht das Geld nicht die Amateure lockt, dass mit der weiteren Karriere verbunden wäre, Profisport und Fairplay aber, welche Idee. Das fängt doch schon damit an, dass die Gehältsunterschiede zwischen jenen der meisten Fans und denen Profis extrem hoch und unbegründbar sind. Ach ja, die Einnahmen. Preise für Eintrittspreise könnte man aber nicht nur halbieren, was Sportjournalisten aber schwerlich "aus der Feder tropft"...

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MarkusW77 08.11.2018, 18:47
3. @gammoncrack

das sehe ich nicht so. Für mich wäre auch bei einer anschließenden Niederlage der faire Spieler immer der "Held". Ausnahme höchstens im Finale gegen Bayern, da haben wir noch mindestens 3 Szenen gut ;-)

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mundi 08.11.2018, 19:04
4. Die Frage der Sportart

Es scheint eine Frage zu sein, um welche Sportart handelt es sich, wenn über fair Play diskutiert wird.
Im Fußball herrschen seltsame Bräuche. Zum Beispiel: Geht ein Ball ins Seitenaus, heben Spieler beider Mannschaft die Hand. Was wollen Sie Anzeigen?
Beim Volleyball hebt man die Hand, wenn man den Fehler macht, einen ins Aus fliegenden Ball zu berühren, wenn der Schiri nicht pfeift.
Ich habe noch nie Schlägerein unter Zuschauern beim Schwimmen oder Tennis gesehen.

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gammoncrack 08.11.2018, 19:04
5. Nach Außen in wird er immer der Held sein.

Zitat von MarkusW77
das sehe ich nicht so. Für mich wäre auch bei einer anschließenden Niederlage der faire Spieler immer der "Held". Ausnahme höchstens im Finale gegen Bayern, da haben wir noch mindestens 3 Szenen gut ;-)
Wenn man wegen dieser Fairness aus der CL ausscheidet, was sich auswirkungstechnisch im hohen zweistelligen MIllionenbereich abspielen würde, sieht das intern wohl etwas anders aus.

Ich bin natürlich bei Ihnen, dass, nehmen wir die Weltbevölkerung als Bezugspunkt, wären diejenigen, die ein sofortiges Eingeständnis schlecht fänden, prozentual mit etlichen Stellen hinter dem Komma vertreten.

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menton 08.11.2018, 19:12
6. Lösung vieler Probleme

Meines Erachtens wäre eine solche Verpflichtung, wenn sie strafbewehrt wäre, die Lösung vieler Probleme.

Heutzutage werden alle Fußballspiele, schon ab der Regionalliga, vom Fernsehen augezeichnet. Wenn Spieler befürchten müssten, für Unsportlichkeiten bestraft zu werden, wenn sie in Fernsehbildern nachgewiesen werden können, käme es auf Schiedsrichterleistungen oder gar Videobeweise und dergleichen nicht mehr an. Warum geschieht dies nicht? Stattdessen: Schiedsrichter, Linienrichter, Torrichter, Oberschiedsrichter, Videoschiedsrichter.... Einfach 5 Spiele Sperre für eine Schwalbe oder eine andere Unsportlichkeit. Das Risiko würde kein Spieler mehr eingehen. Außerdem würde das augenzwinkernde Akzeptieren von Unsportlichkeit als vermeintliche „Cleverness“ aufhören.

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Witzlos2018 08.11.2018, 19:22
7. Fair play?

Gibt‘s sowas noch?ja, aber nicht jeder hat soviel Persönlichkeit. Sterling gehört definitiv nicht zu den Fair Play Spielern. An Stelle des Torwarts, hätte ich mich neben das Tor gestellt. Wo waren eigentlich der Linienschiedsrichter und der Torschiedsrichter?

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widower+2 08.11.2018, 19:31
8. Kommt darauf an

Zitat von gammoncrack
Wenn man wegen dieser Fairness aus der CL ausscheidet, was sich auswirkungstechnisch im hohen zweistelligen MIllionenbereich abspielen würde, sieht das intern wohl etwas anders aus.
Vor allem auf den jeweiligen Verein und dessen Anhängerschaft. Bei Werder hätte Hunt selbst dann die überwältigende Mehrheit der Anhänger und der Vereinsführung hinter sich gehabt, wenn Werder damals wegen seiner Entscheidung abgestiegen wäre.

Und die Folgen wären wesentlich gravierender gewesen als eine zweistellige Millionensumme für einen Champions League-Teilnehmer der gehobenen Kategorie wie ManCity oder Bayern München.

Ein Abstieg kostet auch eine zweistellige Millionensumme und zudem im Fall von Werder Bremen dutzende Arbeitsplätze.

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at.engel 08.11.2018, 20:07
9.

Grundsätzlich sollte die Entscheidung beim Schiedsrichter liegen - alles andere ist im Profisport einfach nicht realistisch. Das kann aber nur funktionieren, wenn diese ewige Diskutierei aufhört. Bei jedem Aus, bei jedem Stolpern gehen spontan 22 Arme in die Höhe - es ist einfach so etwas von ermüdend, so etwas von absurd, ...einfach nur unerträglich!
Sobald die Spieler einfach mal ihren Mund halten - und nicht permanent pro forma die Entscheidung des Schiedsrichters kritisieren, kann man auch akzeptieren, dass sich ein Schiedsrichter einfach mal täuscht, und der Spieler dann auch nicht spontan die Wahrheit gesagt.
Aber dieses schon fast reflexhafte "Arm heben", ich kann es einfach nicht mehr ab...

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