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Ausschreitung bei Relegation: DFB-Gericht verschiebt Urteil zu Düsseldorfer Chaosspie
DPA

Rund sieben Stunden lang wurde verhandelt, etliche Zeugen kamen zu Wort. Dennoch hat das DFB-Sportgericht kein Urteil über den Berliner Protest gegen das Skandalspiel von Düsseldorf gefällt. Ausgiebig schilderte Schiedsrichter Stark wie er von Hertha-Spielern attackiert wurde.

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CO1 19.05.2012, 00:04
70. ...

Zitat von stiip
Einfach nur abfeiern ...
Lorenz will, dass sich Kraft ein Foto in der heutigen B.Z. ansieht.
Kraft: „Ich musste mehrere Male anhalten, weil mich Leute gekreuzt haben. Auch in dieser Situation musste ich stehenbleiben. Der Mann, der mich umarmt, hat zu mir gesagt: 'Ich bin ein alter Bayern-Fan, dir passiert schon nichts.'
Live-Ticker: Live: DFB verhandelt über Hertha-Protest - B.Z. Berlin - Hertha BSC, DFB, Protest, Relegation, Fußball

Vielleicht sagen Bilder doch manchmal nicht mehr als 1000 Worte und ein paar (heute ausnahmsweise mal ehrliche) Worte zeigten heute dann ausnahmsweise mal das wirkliche Bild - bezeichnend doch übrigens, dass beinahe ausschließlich vor derm Hertha-Block alle Polizei versammelt war und die Düsseldorfer, die zu früh auf dem Spielfeld waren, nach weniger als 4 Minuten (man siehe diverse Videoportale und schaue mal neutral hin) wieder das Spielfeld verlassen hatten. Zu diesem Zeitpunkt stehen alle Hertha-Spieler übrigens im Aufgang und niemand sitzt leichenblass in der Kabine.
Aaaber... nach kurzem Aufenthalt in der Kabine, wo dann - wie von Hertha bestätigt - das erste Mal mit dem Anwalt telefoniert wurde, bot sich nun vielleicht doch ein unrühnlicher, aber möglicherweise erfolgreicher Weg in der Liga zu bleiben.

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clemensherb 19.05.2012, 00:05
71. Klare Regeln

Zitat von sysop
Rund sieben Stunden lang wurde verhandelt, etliche Zeugen kamen zu Wort. Dennoch hat das DFB-Sportgericht kein Urteil über den Berliner Protest gegen das Skandalspiel von Düsseldorf gefällt. Ausgiebig schilderte Schiedsrichter Stark wie er von Hertha-Spielern attackiert wurde.
Beim Spiel in Düsseldorf ist mir wieder einmal aufgefallen, wie unterschiedlich auf Vorfälle reagiert wird. Es wird nicht mit gleichen Maßstäben gemessen, die Verhältnismäßigkeit ist nicht gegeben. Es gibt offenbar vielfach auch keine klaren Regeln, sondern Ermessensentscheidungen, die mal so mal so ausfallen (DFB). Und da, wo es eigentlich klare Regeln gibt (Stadionordnungen), werden sie nicht durchgesetzt. Washrscheinlich sind auch die Kompetenzen nicht klar genug. Es gibt bisher kein effektives Krisenmanagement für solche Fälle mit klaren Vorgaben, wer welche Aufgabe und Kompetenz hat. Als bei St. Pauli gegen Schalke ein einzelner Zuschauer einen Bierbecher warf und wahrscheinlich unabsichtlich den Linienrichter traf, wurde das Spiel sofort abgebrochen und später für den Gegner gewertet. Es hieß damals, dass es eine klare Regelung gäbe, die keine andere Entscheidung erlaubt hätte. Wenn aber bei anderen Spielen Gegenstände geworfen werden und teilweise auch Spieler treffen und so stark verletzen, dass diese sogar ausgewechselt werden müssen (Torhüter Klaus Thomforde von St. Pauli durch Rauchbomben 1995 in Rostock), dann werden diese Spiele nicht abgebrochen. Im Rostocker Fall kam später noch hinzu, dass die "Strafe" für den Verein darin bestand, zwei Heimspiele im ausverkauften Olympiastadion austragen zu müssen. In Düsseldorf wurde jetzt gleich tonnenweise Pyrotechnik gezündet und geworfen und das halbe Stadion samt Spielfeld noch vor Abpfiff gestürmt und demoliert und das Spiel wird einfach fortgesetzt! Das ist für mich unbegreiflich! Dies mit "Deeskalation" zu begründen, klingt wie eine Aufforderung zur Wiederholung. Es müssen unbedingt klare Regeln und ein Krisenmanagement für solche Fälle her, die dann aber auch konsequent durchgesetzt werden müssen. Dabei muss die Sicherheit im Vordergrund stehen, also z. B. sofortiges Räumen eines Fanblocks aus dem Feuerwerk kommt. Verantwortlich hierfür muss in erster Linie der Veranstalter, also der Verein, sein und nicht der Schiedsrichter. Im Wiederholungsfall Spielabbruch und Wertung für den Gegner. Das würde zwar auch Unbeteilgte treffen und mag auch für die Vereine nicht immer gerecht sein, aber ich glaube, es geht nicht anders. Klare Ansagen, die durchgesetzt werden, dann ist der Spuk hoffentlich bald vorbei! Nach einiger Zeit würde der gesellschaftliche Druck auf die Verursacher einfach zu groß. Mit einer Ausweitung von Kontrollen, Sanktionen und anderen Maßnahmen, die mit den eigentlichen Ursachen nichts zu tun haben (Abschaffung von Stehplätzen, Alkoholverbot etc.) wird man dem Problem jedenfalls nicht Herr werden. Parallel dazu könnten Vereine mit einer vorbildlichen Fankultur auch finanziell belohnt werden.
(regelmäßiger Stadionbesucher seit 40 Jahren)

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Thaquanwyn 19.05.2012, 00:12
72. ... vielleicht sollten Sie einfach mal ihre Fortuna Fan-Maske ausziehen,

Zitat von spon-facebook-10000137792
Ich denke, dass diese Verhandlung ganz klar gezeigt hat, dass das Spiel regulär zu ende geführt wurde. Hier sprechen frustrierte Hertha-Fans. Die Geschichten der Berliner waren extrem konstruiert. Zudem versucht der Hertha-Anwalt den Täter zum Opfer zu machen. Fortuna hätte das gleiche Recht zu sagen, das Spiel wäre nicht regulär gewesen, weil eine Mannschaft nach einem eigen erzielten Treffer immer einen deutlichen Schwung mitnimmt. Dieser Schwung wurde durch die randalierenden Hertha-Fans den Spielern von Fortuna genommen. Hertha argumentiert auf gleicher Ebene, allerdings sehr primitiv. Es gibt für mich keinerlei Grund die Partie zu wiederholen. Und eine Wiederholung auf neutralem Platz wäre die größte Schande, denn Fortuna würde ganz klar (als heimstarke Mannschaft) der Heimbonus genommen, den Hertha schon hatte und eben verschenkt hat. Die Hertha-Spieler waren dermaßen in Angst, dass sie auf dem Feld, während die friedlichen, sich zu früh freuenden Fans auf das Feld gerannt sind, dass sie Fortuna-Spieler anspucken und anpöbeln konnten, anstatt das Feld zu verlassen. EIne absolute Farce der Hertha. Sollte es tatsächlich so kommen, dass Hertha doch erstklassig bleibt: Sie werden sich in keinem Stadion mehr sehen lassen dürfen.
denn abgesehen davon, dass das Ende des Spieles sicherlich alles andere als "regulär" war, dürfte selbst dem größten Fortuna-Fan klar sein, was in der Nachspielzeit noch alles möglich ist!

Oder haben Sie vielleicht den letzten Spieltag der englische Premier League vergessen, wo die Endscheidung über die Meisterschaft erst in den beiden letzten Minuten des Spieles zwischen Manchester City und den Queens Park Rangers gefallen ist.

Dort sind in 2 Minuten sogar 2 Tore gefallen - und wer sagt uns, dass Berlin nicht doch noch das eine Tor geschossen hätte, dass im Endeffekt zu einem Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse gereicht hätte.

Ergo müßte meiner Meinung nach das Spiel wiederholt werden - und da Düsseldorf scheinbar nicht in der Lage ist, einen reibungslosen Ablauf eines so emotionalen Fußballspiels zu gewährleisten, könnte sich der Vernein nicht einmal beschwehren, wenn das Nachholspiel auf einem neutralen Platz stattfinden müßte.

Ich kann Sie ja sogar verstehen, doch das ändert nichts an der Tatsache - und die unumstößliche Tatsache des Abends ist nun einmal der Sturm der Düsseldorfer Fans auf das Spielfeld, und zwar zu einer Zeit, als das Spiel noch nicht beendet war.

Selber Schuld sage ich da nur - und damit wir uns recht verstehen, ich bin seit 47 Jahren ein Fan von Borussia Dortmund und habe mit Berlin nicht das Geringste zu schaffen ...

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liquimoly 19.05.2012, 00:13
73. Solche Spieler und Fans gehören nicht in die Bundesliga, weder in die 1., 2. oder 3.

Die Hertha-Klage ist eine Farce, deren Anwalt eine Prostituierte!

Mit der Klage versucht Hertha, einer Zwangsabstufung um 2 bis 3 Ligen bzw. Komplettsperre für eine Saison zu entgehen.

Das Abbrennen der bengalischen Feuer ist nichts Anderes als Brandstiftung mit Mordabsicht!
In der vollbesetzten Esprit-Halle - wäre das Feuer außer Kontrolle geraten - wären die Opferzahlen vier- bis fünfstellig ausgefallen.

Der gesamte Fanblock hätte abgeriegelt werden müssen, alle Personen auf Schmauchspuren getestet und wegen Brandstifung und Mordversuch angeklagt werden müssen.

Zudem das Verhalten der Hertha-Spieler das denkbar schlechteste Vorbild für die Fans ist, die Täter dürften in keinem Europäischen Verein mehr spielen dürfen.

Wie schmuggelt man eigentlich bengalische Feuer und Waffen in ein Stadion?

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liquimoly 19.05.2012, 00:25
74. neee, is klar ...

Zitat von Achim83
Das kann wohl kaum Ihr Ernst sein?! Sollte das Spiel regulär gewertet werden, welches Signal ginge von dieser Entscheidung aus? Richtig: Wenn kurz vor Schluss ein fataler Gegentreffer zu befürchten ist, ist das Stürmen des Feldes eine gute Variante, um diesen zu verhindern. Dass die letzten Minuten unter regulären Bedinungen gespielt wurden, wird doch wohl keiner ernsthaft behaupten wollen.
Sicher, und wenn das Spiel verlorengeht, kann man mit bengalischem Feuer den Abbruch provozieren und eine Neuaustragung erreichen!

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liquimoly 19.05.2012, 00:27
75. und ich wäre als Düsseldorfer nicht mehr da rausgegangen

Zitat von copperfish
Nein, ich bin sicher kein Herta"Fan", aber "ihre" Sicht der Dinge kann man wohl nur durch die Fortuna-Brille sehen. Für den neutralen Beobachter, für den ich mich, und etliche andere Hamburger mit denen ich das Spiel sah, betrachte, war es ein Unding das Spiel wieder anzupfeifen. Wir hatten die gleichen Bedenken, die ja auch nachher von den Berlinern geschildert wurden. Von uns wäre da keiner mehr hinaus gegangen.
Die Gefährdung durch Signalraketen war erheblich höher als durch Düsseldorfer Familien.

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Bob Andrews 19.05.2012, 00:29
76.

Zitat von alexbln
und wenns normale angst war , reicht das auch schon um ein spiel nicht regulär zuende zu spielen.
Dann hätten die Attacken der Berliner Fans mit den Bengalos auch schon für einen Spielabbruch und eine Wertung für Düsseldorf führen müssen. Egal wie Sie's drehen und wenden: Die Berliner waren nicht mehr benachteiligt, als die Düsseldorfer.

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artorix 19.05.2012, 00:29
77.

Zitat von friesensportler
Sicher total übertrieben und Hertha hat sich damit keinen Gefallen getan, aber es ändert meiner Ansicht nach nichts daran, dass die Berliner durch das Stürmen des Platzes massiv benachteiligt wurden. Deswegen muss das Spiel wiederholt werden, am besten auf neutralem Platzt und unter Ausschluss der Zuschauer.
Was hierr an einseitigen Äußerungen mal von Hertha-Fröschen, dann wieder von Fortuna-Karnevalisten kommt, ist total einseitig und die Wahrheit wird dabei verdreht.

Egal ob die Behauptungen Herthas zu den Ängsten stichhaltig sind oder nicht. Dieses Spiel hätte vom Schiedsrichter abgebrochen werden müssen, schon bei den ersten massiven Bengalo-Würfen aufs Spielfeld. Aber der DFB und seine Schiedsrichter haben Angst, Angst vor bestimmten militanten Fan-Gruppen. Statt Zero-Tolerance zu praktizieren und Spiele bei solche gravierenden Übergriffen wie es das Reglement vorschreibt, abzubrechen, wird gekuschelt und eine falsche Toleranz gegenüber den Ausschreitungen gepflegt, indem man nach 'zig Unterbrechungen trotzdem weiter spielen lässt.

Das wiederum ermutigt bestimmte Chaoten beim nächsten Mal erst recht, die Gewatl im Stadion noch weiter zu treiben. So führt die laxe Art des DFB letztlich dazu, dass die Gewalt zunehmen wird, weil man nicht den Mut hat, Exempel zu statuieren und mit aller Energie vorgeht.

Das Spiel muss wiederholt werden, auf neutralem Platz und vor leeren Rängen und das möglichst schnell. Denn nicht nur Otto Rehhagel will schon seit Mittwoch in den Urlaub.

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DJAG 19.05.2012, 00:30
78. @spon-facebook-10000137792

Tatsache ist, dass schon vor Ende des Spieles bis auf wenige Meter "Fans" von FD am Spielfeld standen. Wie kamen die da hin? Ab dem Zeitpunkt war kein reguläres Spiel mehr möglich! Was wäre passiert, wenn Hertha das dritte Tor geschossen hätte. Allein das ist der Umstand, der zu beurteilen ist. Damit fand das Spiel am Ende unter irregulären Bedingungen statt. Auch wurde schon nach 1:30 abgepfiffen, und nicht die ganzen 2 Min. gespielt. Schon das ist ein Indiz dafür das die Schiedsrichter Angst vor einer Eskalation hatten, was ist daran noch Fussball?
Und muss wiederholt werden. Punkt. So etwas darf man einem Verein und den Verantwortlichen nicht durchgehen lassen. Passt mir ein Ergebnis nicht stürme ich den Platz?
Die vermeintlichen Angriffe auf den Schiedsrichter sind bedauerlich und müssen hart bestraft werden, so den sie stattgefunden haben. An den Tatsachen rund um die Zuschauerereignisse ändert dies nichts!

Mich wundert die Stimmungsmache gegen Hertha ein wenig, was ist mit der mangelnden Stadionaufsicht, die die Bedingungen am Ende erst möglich gemacht haben. Der Name Fortuna Düsseldorf wird hier wenig genannt. Auch der Spiegel beteiligt sich daran, immer wieder Schiedsrichter Stark, darum ging es haute nicht! Das Niveau von SPON nähert sich der Bild.de

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Bob Andrews 19.05.2012, 00:31
79.

Zitat von parachos
Beide Mannschaften sollen in die 2. Bundesliga. Dort können sie dann ihr Wiederholungsspiel zweifach nächste Saison durchführen, sowohl sportlich als auch organisatorisch. St. Pauli würden sich als Aufsteiger in die 1. Bundesliga sicher freuen.
Da wäre dann allerdings ein Relegationsspiel gegen Köln noch fällig.

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