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BVB-Niederlage bei Tottenham: Zu lieb
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Borussia Dortmund spielte in London nicht schlecht, hatte der Wucht von Gegner Tottenham aber wenig entgegenzusetzen. Der Selbstfindungsprozess des neuen BVB und seines Trainers steckt noch in der Frühphase.

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uffta 14.09.2017, 10:03
1. Fehlendes Fingerspitzengefühl

Obwohl der BVB bei mir schon länger sämtliche Sympathien verspielt hat, möchte ich doch anmerken, dass die Formulierung "hübsche Schlussszene" im ersten Satz angesichts lockerer oder gar verlorener Zähne bei Götze sehr unangebracht ist. Dem Sportler gilt mein Mitgefühl. Die Mannschaft jedoch hat verdient verloren.

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geraldwinkeler 14.09.2017, 10:32
2.

Journalisten lieben es, Misshelligkeiten eine heitere Note abzugewinnen. Fraglich aber ist, ob sie das auch so sehen würden, wenn man Ihnen die Zähne einschlagen würde. Selbst wenn die Zähne noch zu retten sein sollten: Die Aktion gegen Götze war eine klare Tätlichkeit. Der Fußball auf Europäischer Ebene entwickelt sich immer mehr zum Catchen mit Ball. Mannschaften wie Borussia Dortmund sind die Leidtragenden, auch wenn das gestern nicht der einzige und vermutlich noch nicht einmal der maßgebliche Grund für die Niederlage war. Ich fand es zum Beispiel sehr verstörend, wie der ungemein beliebte Herr Klopp es so gar nicht einsehen wollte, dass jüngst einem Schiedsrichter der Versuch seines Stürmers, dem gegnerischen Torwart den Kopf abzutreten, eine rote Karte wert war. Die Engländer haben eine verstörende Toleranz für Knochenbrecheraktionen im Fußball, die sich jetzt auch auf Herrn Klopp zu übertragen scheint. Ich möchte jedoch beim Fußball nicht Knochen knacken, sondern spielerisch schöne Aktionen sehen. Der Videobeweis dürfte dabei eine wenn auch kleine Hilfe sein, denn manches Rauhbein hat ihn zu fürchten.

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inge-p.1 14.09.2017, 10:41
3. Ich bin zu tiefst erschüttert, ...

... meine Lieblingsmannschaft ist sang- und klanglos in London untergegangen.
Jetzt wird es schwieriger.
Gut, Real kann man, muss man schlagen und letztlich gibt es ja noch das Rückspiegel von gestrigen Spiel.
Ich will nicht jammern, von wegen der schwersten Gruppe und so, aber soll am Ende der Saison nur der Deutsche Meister und der DFB Pokal?
Also, Kopf hoch und den Frust gegen Köln abspielen!

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Abel Frühstück 14.09.2017, 11:08
4.

Dem BVB ist der CL-Auftakt missglückt, dem Autor der Einstieg in seinen Artikel. "Hübsche Schlussszene"? Warum nicht gleich ein Wortspiel mit "Schusszähne" oder so. Im Fußball und in Artikeln wird zu oft einfach mal rausgehauen, das muss ja nicht sein. Bosz hat sich gestern verzockt, auch sein Auftritt im ZDF-interview war ein wenig leblos. Zu lieb eben.

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argonaut-10 14.09.2017, 11:08
5. Keine Ahnung

wer da welches Spiel gesehen hat. Ich jedenfalls war schockiert. Ein Hühnerhaufen, Piszek spielte so, wie er aussah, irgendwir lädiert und in der Rückwärtsbewegung fast immer einen Tick zu langsam, Yarmolenko machte zwar ein gutes Tor, aber in der Rückwärtsbewegung kein Teamplayer und am Ende immer wieder eigensinnig. Toprak und Sokrates waren gestern Wackelkandidaten, Auba war nicht wirklich jemand, der die langen Bälle verarbeiten konnte (kaum ein Ball, den er bahupten konnte), Sahin (und darin stimme ich überein) verlangsamte das Spiel aber eben auch Toljan, der fast nie Zug zum Tor hatte, Shinji überfordert gegen die großen, harten Kerle, usw.
War die erste Halbzeit noch halbwegs auf Augenhöhe, mit dem Gefühl, die könnten das noch schaffen, so war die Mannschaft in der zweiten Hälfte nur noch ein Hühnerhaufen, Fehlpässe am Fließband, immer wieder Fehler in der Rückwärtsbewegung (wären die Jungs von Insel etwas präziser gewesen, dann hätte Dortmund noch 2-3 Treffer kassiert). Keine Abstimmung und Spielverständnis in der gesamten Mannschaft... ich habe selten so viele unpräzise Pässe gesehen. Ich habe mich regelrecht erschrocken... und wenn es stimmen sollte, dass Bosz nur 4-3-3 kann, dann sehe ich schwarz. Das, was da gestern gezeigt wurde, können sich andere Mannschaften ganz schnell abschauen und dann wirde es schwer für den BVB

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Mister Stone 14.09.2017, 11:15
6.

Vercoacht! Der BVB hat mit Pulisic/Auba und dahinter Sahin/Götze eine ideale Konterformation. Wenn sie aus der Tiefe kommen können. Aber sie spielen hohes Pressing und stauchen so die (für schnelle Spitzen notwendigen) Laufwege auf eine Minimum zusammen. Ballbesitz als oberste Priorität? Die Pointe ist, dass sie sich damit auswärts (!) auskontern lassen. Bosz wollte sich offensiv glänzend profilieren, jetzt hat er den Salat.

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Papazaca 14.09.2017, 11:16
7. Zutreffende Analyse, bis auf Götzes Zähne ...

Ich will jetzt nicht alles wiederholen, weil es eine zutreffende Analyse war. Außer der zu lockere Ton zur Attacke auf Götzes Zähne. Hat Daniel Theweleit keine Angst vor dem Zahnarzt oder - was ich nicht hoffe - keine Zähne mehr? War gestern selbst beim Zahnarzt ....Hmm

Es gibt aber - bei aller berechtigter Kritik - zweimal Hoffnung: Vielleicht ist Bosz ja lernfähig. Und: Der BVB hat durch seine neuen Spieler(Toljan, Zagadou etc.) gute Optionen, die Verteidigung endlich zu stabilisieren. Und Bürki ist zwar in der Regel ein guter Torwart, aber kein Toptorwart. Aber das ist hoffentlich ein Thema für später.
Also, es gibt Hoffnung!

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nn280 14.09.2017, 11:21
8. Das Kernproblem beim BVB

seit Tuchel hat sich nicht im Ansatz verbessert.
Fehlende Torschüsse, insbesondere aus der Distanz, stattdessen brotloses, kräftezehrendes TikiTaki auf dem Feld und im gegnerischen Strafraum (genannt Ballbesitz) und Anfälligkeit gegen geradlinige Konter des Gegners.
Das war vor einiger Zeit noch genau umgekehrt zu Gunsten unseres BVB. Hier müssen wir wieder hin!
Von begeisterndem Angriffsspiel (Peter Bosz) ist bisher noch Nichts zu sehen.
In Situationen, aus denen die Engländer Tore schossen, suchen unsere BVB-Spieler einen weiteren Anspielpartner. Das ist das gegenwärtige Problem!

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gnarze 14.09.2017, 11:29
9. Jammersusi

Natürlich war es kein Abseits, aber ansonsten hat der Schiri auf beiden Seiten Fehler gemacht.
Und vor dem 1-2 muss man kein Foul pfeifen, da haben sich Dahoud und Sahin wie F-Jugendliche von einem Größeren und Stärkeren abkochen lassen.

Die überalterte Abwehr wird noch das große Sorgenkind des BVB werden, nur immer Mittelfeld-und Offensivkräfte zu holen, bringt im besten Falle mehr Geld für den Ausbildungsverein ein, im Endeffekt kann eine starke Offensive aber nicht die Spiele gewinnen.
Gestern wurden ganz klar taktische und körperliche Unterschiede deutlich, die vermutlich nur zum Gang in die Euroleague führen werden.

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