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Deutschland nach der Eishockey-WM: Zurück in der Nische
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Aus in der Vorrunde, Platz elf bei der WM: Knapp drei Monate nach Olympia-Silber ist die Eishockey-Euphorie verpufft. Aber das Turnier in Dänemark lieferte auch positive Erkenntnisse für die Zukunft.

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HansChristianKommenter 16.05.2018, 10:26
1. Und...

es ist einfach so wie in allen anderen Sportarten, in denen großes geleistet WURDE. Man hängt sich daran auf, dass "Deutschland" Silbermedaillengewinner ist. Das "Deutschland" aber, das dort gewonnen hat, sthet nicht auf dem Eis. Sondern eine verjüngte, veränderte Mannschaft. Ein NEUES "Deutschland", das dieses Jahr eben nicht mithalten konnte. Was aber nicht den Erfolg des "Deutschland" von damals schmälert. Es ist halt so. Ein Deutscher Meister im Fußball kann auch nur in den seltensten Fällen den Erfolg wiederholen, wenn er die halbe Mannschaft austauscht (von Bayern vielleicht mal abgesehen, da ist der Rest auch noch gut genug, aber für VfB, BvB usw. darf das gesagt werden). Das lehrt uns die Geschichte. Und das ist eim Eishokey nicht anders.

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kurturg 16.05.2018, 11:17
2. auch die anderen Teams sind nicht die gleichen

ziemlich einfältig!
wenn sämtlich grossen Nationen mit ihrer 3 oder 4. Garnitur antreten mussten, weil die Versicherungsfrage bei Olympia nicht geklärt war....
(wer lässt schon seine Spieler mit Millionen-Gagen spielen, ohne dass sie dort versichert sind.....)
Und Grossdeutschland mit seiner gesamte Elite antrat.....

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svha 16.05.2018, 11:44
3. Einschaltquoten

Weiß jemand, ob Zuschauer, die die Eishockey-WM (oder Sportveranstaltungen im Allgemeinen) über Onlineangebote wie DAZN verfolgen in die Einschaltquotenerhebung auf irgendeine Art und Weise mit einfließen? Oder bleiben diese mangels Werberelevanz unerhoben?

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wi_hartmann@t-online.de 16.05.2018, 12:32
4. Deutsches Eishockey

Solange in den deutschen Eishockeyligen ausländische Altstars
den Ton angeben, wird auf längere Sicht keine Qualitätssteigerung
eintreten.
Die Talfahrt wird sich ungebremst fortsetzen. Zu lange haben die
Verantwortlichen vor der Realität die Augen verschlossen und
sich von Scheinerfolgen blenden lassen.

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peterw 16.05.2018, 12:41
5. Nicht schlimm!

Bei Olympia hat einfach alles gepasst! Gratulation an die Jungs für die schönen Eishockeystunden! Doch daraus jetzt abzuleiten, wir hätten ein Topteam, ist einfach verfehlt. Passt schon.

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andromeda793624 16.05.2018, 13:03
6. Talente!

Mit Sicherheit ist Dominik Bokk ein großes Talent. Er wird wohl in der ersten oder zweiten Runde gezogen und wird sich erst einmal in der schwedischen SHL bewähren müssen.
Die anderen Talente wie Tiffels,Eisenschmied und co werden wohl den Sprung in die NHL nicht schaffen.Die statistischen Werten in AHl,ECHL etc. sind da bisher jedenfalls nicht ausreichend.
Wenn man mal das Alter von Tiffels und Co anschaut und das vergleicht mit Top-Talenten aus den großen Nationen,dann kann viel feststellen. Beispiel der beste Scorer der NHL Connor Mc David ist 21 jh.,Sebatian Aho ist 20 und in Carolina schon der beste Spieler. Oder einen Aron Ekblad mit 22 ein Top-Verteidiger bei den Panthers. Es gibt überhaupt in der NHL mindestens 100 Spieler im Alter zwischen 18 und 22 Jahrn,die schon richtiges Top-Niveau haben. Bis hin zur absoluten Weltklasse. Wo sind da Tiffels,Eisenschmied und co? Die sind in dem Alter immer noch in den Minor-Leagues.
Man muss diesen Maßstab wählen um zuerkennen wo Deutschland wirklich steht(Von U-Teams will möchte ich gar nicht sprechen).

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Steffens. 16.05.2018, 13:41
7. Größtes Problem: Kein sportlichen Aufstieg in die DEL möglich

Egal bei welcher Sportart, ob Fußball, Basketball oder Handball überall ist ein sportlicher Aufstieg in die höchste Spielklasse möglich, nur beim Eishockey meint man das man so etwas nicht braucht, aber es zeigt sich doch immer wieder dass genau dieser sportliche Aufstieg/Abstieg das Salz in der Suppe ist.

Die Folgen des Nicht-Aufstieg von der DEL2 in die DEL sind:

- in der DEL2 geht es nur noch um die "goldene Ananas", nicht mal der Meister kann in die DEL aufsteigen,
ein sportliche Aufstieg ist nur von der untersten Liga bis in die DEL2 möglich.

- DEL-Mannschaften im hinteren Drittel der Tabelle, welche ja nicht in die DEL2 absteigen können, lassen sich am Saisonende oft hängen, es spielt ja keine Rolle ob man Letzter., Vorletzter oder Drittletzter ist, das verzerrt die komplette Spielrunde, vorallem für die Mannschaften welche noch in die Playoffs wollen.
- kommt eine DEL-Mannschaft in finanzielle Probleme entlässt es den kompletten Kader und spielt mit einer nichtklassentauglichen Mannschaft eine Saison, man kann ja nicht absteigen und "schrumpft" sich gesund,
sportlich gesehen ein Desaster für die Fans und für die DEL.

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johnson 16.05.2018, 13:45
8. Welche Talfahrt?

Zitat von wi_hartmann@t-online.de
Die Talfahrt wird sich ungebremst fortsetzen.
Wenn man die Weltmeisterschaften der letzten Jahre mal nüchtern betrachtet, geht es eher bergauf. Seit Uwe Krupp steigt das Niveau des deutschen Eishockeys kontinuierlich an. Und wenn man alle Spiele dieser WM in Dänemark gesehen hat, stellt man fest, dass das "Scheitern" der deutschen Nationalmannschaft aber schon gar nichts mit einer Talfahrt zu tun hat, sondern sehr viel mit mangelnder Chancenverwertung, Tagesform und Pech im Abschluss. Gegen die USA: ein engagiertes und ausgeglichenes Spiel;
gegen Lettland sehr viel Pech, aber sonst gleichauf
und die Finnen geschlagen.

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carinanavis 16.05.2018, 14:28
9. umbruchsphase

Zitat von johnson
Wenn man die Weltmeisterschaften der letzten Jahre mal nüchtern betrachtet, geht es eher bergauf. Seit Uwe Krupp steigt das Niveau des deutschen Eishockeys kontinuierlich an. Und wenn man alle Spiele dieser WM in Dänemark gesehen hat, stellt man fest, dass das "Scheitern" der deutschen Nationalmannschaft aber schon gar nichts mit einer Talfahrt zu tun hat, sondern sehr viel mit mangelnder Chancenverwertung, Tagesform und Pech im Abschluss. Gegen die USA: ein engagiertes und ausgeglichenes Spiel; gegen Lettland sehr viel Pech, aber sonst gleichauf und die Finnen geschlagen.
Insgesamt gent es tatsächlich eher bergauf als talabwärts. Marco Sturm konnte seit 2015 seine Mannschaft eher kontinuierlich aufbauen. Dem eingespielten Team gelang dann mit Silber nei Olympia 2018 dann ein herausragender Erfolg.

Danach kam leider ein erheblicher Bruch, weil eben so viele erfahrene Spieler nach Olympia aufgehört haben oder absagten. Dennoch hat das junge Team zum Teil wirklich gute Leistungen gezeigt. Die ersten Spiele gingen auch nur knapp verloren und im Lauf des Turniers wurden die Leistungen auch besser. Immerhin wurde dann Finnland geschlangen, nun Erster der Gruppe B. Selbst das 0:3 gegen Kanada war angesichts des Spielverlaufs kein Debakel. Falls Sturm so weiter arbeiten kann, dürfte es auch bei den großen Turnieren öfters in die KO-Spiele gehen.

Olympia war kein echter Boom, nur ein kurzer Flash. Ein Boom kann es erst werden, wenn mehr Jugendliche in den Deutsche Eishockeyvereinen spielen, damit eine breitere Nachwuchsbasis entsteht. Zum Vergleich: in Finnland, Schweden und Tschechien spielen jeweils um die 100 000 in Clubs. In Deutschland ist es derzeit nur ein Viertel davon.

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