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DFL-Mitgliederversammlung: 50+1-Regel in Profifußball bleibt bestehen
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Keine Macht den Investoren: Die Mitgliederversammlung der DFL hat sich überraschend für den Verbleib der Sperrregel 50+1 bei Fußballklubs entschieden.

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KlausMeucht 22.03.2018, 17:11
10. Opernpublikum

Zitat von post.scriptum
Schon jetzt geht alles, was einigermaßen gegen den Ball treten kann, auf die Insel nach England. Früher waren es wenigsten nur die absoluten Topspieler, die gingen, und selbst die kamen oft nach zwei, drei Jahren in den Schoß der Bundesliga zurück.
Die Spieler ziehen nach England. Die britischen Zuschauer fliegen mit dem Billigflieger nach Dortmund, weil sie die Opernpreise im Stadion nicht leisten können.

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kaischek 22.03.2018, 17:13
11. Überraschender Beschluss

Gut für die Fankultur der Vereine, schwierig für den Verbleib der BuLi-Mannschaften auf international hohem Niveau. Am Ende des Tages komme ich zu dem Entschluss, dass mir eine Bundesliga ohne Operette attraktiver erscheint, als ein möglicher Gewinn der Champions League durch eine in Deutschland ansässige Vereinsmannschaft. Die Vereine wird es zwingen, ihre Talente weiter professionell zu fördern und ihnen frühzeitig Spielpraxis zu ermöglichen, um einige von ihnen irgendwann in der Ligamannschaft einsetzen zu können. Gut so.

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jeby 22.03.2018, 17:14
12.

Zitat von post.scriptum
... international nicht wettbewerbsfähig bleiben. Schon jetzt geht alles, was einigermaßen gegen den Ball treten kann, auf die Insel nach England. Früher waren es wenigsten nur die absoluten Topspieler, die gingen, und selbst die kamen oft nach zwei, drei Jahren in den Schoß der Bundesliga zurück. In spätestens fünf Jahren wird die 50 + 1-Regel sowieso fallen (müssen). Besser wäre es bereits jetzt, aber im strukturkonservativen Deutschland dauert eben alles ein paar Jahre länger als woanders.
Mit England wird Deutschland sowieso nicht finanziell konkurrieren können. Da fehlt einfach das TV Geld und daran werden reiche Investoren auch nichts ändern. Die hat England nämlich auch und dann zusätzlich noch das ganze TV Geld.

Hinzu kommt noch, dass die Fußballer gerne jede Woche weltweit im Rampenlicht stehen wollen. Die PL ist da auch weiter als die Bundesliga, da sie weltweit mehr geguckt wird. Das kann die Bundesliga allein schon wegen den Sprachnachtteilen (Englisch verkauft sich besser als Deutsch) nie mehr einholen.

Man muss sich einfach damit abfinden, dass es im Fußball heutzutage nur noch ums Geld geht und Deutschland da nicht ganz an der Spitze mithalten kann. Was sollen erst Fans in Holland, Belgien, Österreich, Polen, etc. sagen. Deren Clubs sind schon seit langem total abgehängt. Auch auf lokaler Ebene bestimmt Geld alles, weshalb ja Bayern die Bundesliga extrem dominiert.

Entweder man wird Fan von einem stinkreichen Club, findet sich mit dem Verlieren ab oder stoppt einfach mit dem Fußballgucken und unterstützt nicht mehr diese ganze Geldmacherei.

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Crom 22.03.2018, 17:20
13.

Zitat von wolke:sieben
...wie die DFL unsere Bundesligisten gegenüber den großen europäischen Ligen weiterhin schwächt, aber wenn es uns so geht wie den Österreichern, dass niemand aus der Bundesliga mehr europäisch unterwegs ist, werden diese Leute das große Jammern veranstalten. Ich verstehe gar nicht, dass sich große Vereine wie der FC BAYERN sich das gefallen lassen, aber das ist ja klar, der Fc St. Pauli ist ja für diese 50+1 Regelung, zum totlachen!!!
Der FC Bayern kann die DFL ja verlassen, wenn's ihm nicht passt und nach Österreich gehen, wo man sogar den Namen verkaufen kann.

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HH-Hamburger-HH 22.03.2018, 17:25
14. Kein Problem

Für Macht und Einfluss braucht kein Investor eine Anteilsmehrheit. Die Mitglieder können dann zwar weiter entscheiden, aber oftmals eben nur zwischen Mitsprache des Investors oder Konkurs und Zwangsabstieg

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tobih 22.03.2018, 17:26
15.

Zitat von RalfWenzel
Das mag ja sein, aber die Fans kommen zunehmend von der Insel nach Deutschland. Dortmund und St. Pauli werden gerade richtige Kultvereine in GB, weil die Fans dort den Kommerz sowas von satt haben, davon machen Sie sich meine Vorstellungen.
St Pauli, der Retter des kommerzlosen Fussballs...Ich lach mich gleich Tod: es gibt keinen Verein in Deutschland, der sein (vermeintliches) Image massiver vermarktet, als dieser Merchandising-Verein, aber ich verstehe: wenn St Pauli mit seinem linken Underdog-Image kokettiert (dabei aber mehr Geld durch die Vermarktung des Totenkopfs auf Pullis einnimmt, als manch anderer Konkurrent Gesamtbudget hat), ist das vollkommen in Ordnung...
Die wahren Anti-Kommerzclubs findet man in Aue, Regensburg,Sandhausen, Fürth oder Kiel, aber die interessiert niemand, weil eben nicht so bunt, laut, glamourös oder "anders" wie die Platzhirsche der beiden oberen Profiligen...
Vielleicht wäre ein Fallen der 50+1 Regel auch mal eine Chance gewesen für gut wirtschaftende, innovative Vereine ohne Ultra- oder Traditionslobby: die o.g. Vereine leisten Jahr für Jahr gute Arbeit, bekommen es aber nicht genügend honoriert, weil: 1. die Verteilung der Fernsehgelder komplett ungerecht ist und 2. die Lobby in Gremien des DfB und der DfL fehlen. Argumentationen a la "die Vereine haben eh keine Fans, die braucht niemand", sind dabei so überflüssig wie dämlich: seit wann bestimmt die Anzahl der Fans den sportlichen Erfolg? Fussball ist immer noch ein Sport, in dem die Leistung auf dem Platz zählt. Fussball ist aber auch ein Sport, in den massiv Geld investiert und auch generiert wird, daran werden weder das Klammern an 50+1, noch Kopfstände der Ultras was ändern: öffnet man sich nicht den finanziellen Möglichkeiten, wird man im internationalen Vergleich weiter zurückfallen und auf Dauer verliert auch die heimische Liga und als guter Letzt der deutsche Fussball als Gesamtes ihre Attraktivität.

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andromeda793624 22.03.2018, 17:28
16.

Zitat von kaischek
Gut für die Fankultur der Vereine, schwierig für den Verbleib der BuLi-Mannschaften auf international hohem Niveau. Am Ende des Tages komme ich zu dem Entschluss, dass mir eine Bundesliga ohne Operette attraktiver erscheint, als ein möglicher Gewinn der Champions League durch eine in Deutschland ansässige Vereinsmannschaft. Die Vereine wird es zwingen, ihre Talente weiter professionell zu fördern und ihnen frühzeitig Spielpraxis zu ermöglichen, um einige von ihnen irgendwann in der Ligamannschaft einsetzen zu können. Gut so.
Ach so? Nur die Top-Talente bleiben nicht lange. Die werden dann schnell von Klubs aus finanziell potenteren Ligen oder FC Bayern weggeholt. Somit verkommt die Bundesliga zur Ausbildungsliga!
Gut so?

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rational_bleiben 22.03.2018, 17:30
17.

"20-Jahres-Regeln" oder anderer "Traditions"-Schwachsinn sind in Branchen, in denen Geld wichtiger ist als alles andere, juristisch nicht haltbar. Dann muss es halt per Klage geschehen.

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Luka0105 22.03.2018, 17:31
18. Ein weiterer Schritt in die Bedeutungslosigkeit

Bei allem sinnieren über die Kommerzialisierung des Fußballs wird vergessen, dass die Bundesliga ebenso wie die Premier League schlicht ein Produkt der Unterhaltungsindustrie ist. Um das Produkt konkurrenzfähig zu halten bedarf es Investitionen. Die "tolle" Tradition macht einen1. FC Köln nicht groß und international nicht attraktiv für Spieler, die auch außerhalb unserer Landesgrenzen Interesse finden. Ergebnis des Ganzen ist, dass der FC Bayern weiter die Bundesliga nach Belieben dominiert, da nur er das nötige Kleingeld hat um international konkurrenzfähige Spieler zu kaufen und der Rest der Liga verödet. Das Beispiel Premier League zeigt doch, dass es die Sache in der Spitze auch spannend machen kann und ein ManCity Fan seinen Verein endlich gegen Juventus Turin spielen sehen kann.

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wolke:sieben 22.03.2018, 17:34
19. @13 Crom

...der FC BAYERN ist ja die einzige deutsche Mannschaft, die europäisch noch sehr gut agiert, ohne diese BAYERN würde es im deutschen Fußball schon lange Jahre düster sein, wie in Österreich.

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