Forum: Sport
Financial Fairplay: Spanischer Verband fordert Untersuchung gegen Manchester City
REUTERS

Gegen PSG läuft bereits ein Verfahren, nun rückt Manchester City in den Fokus: Der spanische Verband fordert von der Uefa eine Untersuchung des Transfergebarens des englischen Klubs.

PeterPan95 04.09.2017, 14:50
1. Fußball-Industrie

Na das sagt doch schon alles. Lustig auch wie sich jene beschweren, die lange Zeit das Rad selber gedreht und durch finanzielle Dominanz genauso "der Industrie" geschadet haben, auch national - neben Barca beklagte sich ja kürzlich auch KH Rummenigge. Das ist einfach lachhaft. Die Geister die wir riefen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thorsten_Barcelona 04.09.2017, 16:43
2. Im Grunde damit einverstanden ...

Die Ablösesummen sind Wahnsinn und sicherlich sollte man da einschreiten, aber das der spanische Fussballverband sich beschwert, ist schon merkwürdig, besonders im Fall von Manchester City. Bei PSG war ja noch wenigstens ein Klub, der in der spanischen Liga betroffen, aber im Fall von Manchester City frag ich mich schon, aber das nicht doch nicht eher mit dem Trainer zusammenhängt, dass gerade der spanische Verband sich beschwert.
Die Ironie ist, dass Spanien mit dem ganzen Irrsinn angefangen hat. Cristiano Ronaldo wurde mittels eines Kredits bei der Caja Madrid (Sparkasse) gekauft, in deren Vorstand und Aufsichtsrat Politiker der Regionalregierung von Madrid saßen. Diese Sparkasse ist kurz darauf Pleite gegangen und ist jetzt Teil von Bankia. Viele Kleinanleger haben ihre Ersparnisse verloren, aber für Cristiano war noch Geld da ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Referendumm 04.09.2017, 17:32
3. Cristiano Ronaldo unterm Rettungsschirm der EU

Das mit C.R., dem (lt. SPON) Steuerhinterzieher Cristiano Ronaldo, ist ja noch viel, viel lustiger:
Das Finanzhaus (die spanischen Sparkassengruppe) wollte in 2011 neues Geld von der Europäischen Zentralbank, doch die verlangt Sicherheiten. Und die Sparkasse bot lt "Süddeutsche Zeitung"/"El País": Ronaldo.
Man schrieb in 2011: "Der Sparkassenverbund Bankia will Forderungen an Spaniens Fußballrekordmeister Real Madrid aus millionenschweren Transferdeals als Bürgschaft hinterlegen, um sich bei der Europäischen Zentralbank (EZB) frisches Geld zu borgen. Es geht dabei um Ronaldo und den Brasilianer Kaká, die beide bei Real spielen."

Da Deutschland übrigens (mit etwa 40 %) die Hauptlast am ESM trägt, gehört Ronaldo & Co. quasi zu Deutschland. ;)

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/geld/als-sicherheit-fuer-die-europaeische-zentralbank-ronaldo-unterm-rettungsschirm-1.1124503

Das, was im Profifußball aktuell und schon gestern passierte, ist der größte Witz aller Zeiten. Vor allem ist es eine absolute Frechheit, dass nach wie vor Staaten, Städte und Kommunen mit Steuergeldern die Stadien, die Polizeieinsätze etc. finanzieren, nur damit Profivereine Wie Barca, Real oder wie bei uns Bayern München fett Kohle machen können. Und zum Dank betrügen sie noch den Staat - siehe Hoeness, siehe Ronaldo.
Nun ja, Brot und Spiele fürs Volk, damit die Herrscher ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
widower+2 04.09.2017, 18:04
4. Polizeieinsätze?

Zitat von Referendumm
Das, was im Profifußball aktuell und schon gestern passierte, ist der größte Witz aller Zeiten. Vor allem ist es eine absolute Frechheit, dass nach wie vor Staaten, Städte und Kommunen mit Steuergeldern die Stadien, die Polizeieinsätze etc. finanzieren, nur damit Profivereine Wie Barca, Real oder wie bei uns Bayern München fett Kohle machen können.
Nach der Logik finanzieren Staaten, Städte und Kommunen auch die Oktoberfestwirte. Von der deutschen Atomindustrie gar nicht erst zu reden. Oder haben sich die Energieriesen etwa an den Kosten für die Polizeieinsätze bei Protesten gegen die Castor-Transporte beteiligt? Die versichern sich ja nicht einmal und wie hoch wären wohl die Kosten bei einem Gau, für die der Steuerzahler aufkommen müsste?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ziehenimbein 04.09.2017, 20:17
5. Wo ist das Problem?

Da ja wohl die meisten Umsätze auch versteuert werden, verdient der Staat (das wir alle) doch kräftig an dem Irrsinn. Ich denke, dass diese Summen nur möglich sind, weil die Vereine wahnwitzig hohe Einnahmen aus den Übertragungsrechten erhalten. Dazu noch jede Menge Geld aus dem Merchandising und natürlich auch die Eintrittsgelder. Werden eigentlich Steuern auf die Tickets erhoben? Wer es dann noch doller treiben möchte, der sucht sich dann einen Sponsor, war schon immer so, nur wird es halt immer teurer. Da einheimische Milliardäre aber etwas knickriger sind, nimmt man dann gerne auch Herrschaften aus fernen Landen. Selbst 1860 "gehört" doch mittlerweile einem Herren aus dem Nahen Osten und die spielen in der 4. Liga. Nun denn, der Herr ist aber wohl auch kein Milliardär, da geht es denn schon etwas bescheidener ab. Mir ist das alles vollkommen egal, wenn jemand meint er müsse sich für über 100 Euro ein Shirt von seinem Verein kaufen und jeden Moat noch zig Euro für SKY und Co. abdrücken, dann muss das Geld wohl dringend raus. Unterm Strich profitieren alle die sich nicht für Fussball interessieren, fragen Sie mal Herrn Schäuble.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sylkeheimlich 04.09.2017, 21:41
6. Referendumm

........Vor allem ist es eine absolute Frechheit, dass nach wie vor Staaten, Städte und Kommunen mit Steuergeldern die Stadien, die Polizeieinsätze etc. finanzieren, nur damit Profivereine Wie Barca, Real oder wie bei uns Bayern München fett Kohle machen können.......

Nun ja, Sie wissen aber schon, dass Vereine auch Steuern zahlen und Arbeitsplätze schaffen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jnek 04.09.2017, 22:53
7. Populismus at its worst

Zitat von Referendumm
... Das, was im Profifußball aktuell und schon gestern passierte, ist der größte Witz aller Zeiten. Vor allem ist es eine absolute Frechheit, dass nach wie vor Staaten, Städte und Kommunen mit Steuergeldern die Stadien, die Polizeieinsätze etc. finanzieren, nur damit Profivereine Wie Barca, Real oder wie bei uns Bayern München fett Kohle machen können. Und zum Dank betrügen sie noch den Staat - siehe Hoeness, siehe Ronaldo. Nun ja, Brot und Spiele fürs Volk, damit die Herrscher ....
Selbst Milchmädchen würden sich für die kruden Rechnungen wohl in Grund und Boden schämen. Ein Tipp, nehmen sie sich, wenn sie das nächste Mal wieder solche Dinge behaupten, vorher kurz Zeit, z.b. zum googeln. Dann bekämen sie Gelegenheit z.b. folgende Fakten zu berücksichtigen.

Die Bundesliga in Zahlen:
- 110.000 Arbeitsplätze (Vollzeitkräfte mit entsprechenden Leistungen für Steuern und Sozialkassen)
- eine Wertschöpfung von ca. 7,9 Milliarden Euro (mehr als z.b. ziviler Luftverkehr oder die Mode- und Textilbranche)
- ca. 2,3 Milliarden Steuereinnahmen (Aufwendungen für Bau und Polizei sind da bereits abgezogen)

Ich kann diese populistischen Falschinformationen einfach nicht mehr hören. Die Vereine leisten mehr für das was sie in Anspruch nehmen als die meisten Otto Normalsteuerzahler. Oder glauben sie, das sie oder ich für all die Lehrer, Polizisten, Autobahnen, Feuerwehr und andere von uns in Anspruch genommene Infrastruktur einen dazu im Verhältnis stehenden Beitrag leisten? Nein, tun wir nicht. Nennt sich Solidarprinzip und ist vollkommen ok. Wenn man dann aber jemandem, der sogar mehr zahlt als er in Anspruch nimmt, noch falsche Vorhaltungen macht, dann ist für mich das Maß voll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fjodorgarrincha 05.09.2017, 00:01
8. Richtig, diese "Der arme Steuerzahler"-Polemik hat keine Begründung ..

Zitat von widower+2
Nach der Logik finanzieren Staaten, Städte und Kommunen auch die Oktoberfestwirte. Von der deutschen Atomindustrie gar nicht erst zu reden. Oder haben sich die Energieriesen etwa an den Kosten für die Polizeieinsätze bei Protesten gegen die Castor-Transporte beteiligt? Die versichern sich ja nicht einmal und wie hoch wären wohl die Kosten bei einem Gau, für die der Steuerzahler aufkommen müsste?
Genau.
Diese ewige Leier mit dem "Steuerzahler", nur noch getoppt durch den Schlager "Ich schau eh nur noch ab 4.Liga abwärts, da schmeckt auch das Bier & die Bratwurst besser...". Polemik!

Auch eine Foristin hier hat Recht, im Gegenzug gibt's Umsatz-, Körperschafts-, Lohn- und Gewerbesteuer. Bei BAYMUC kommt da sicherlich einiges zu Stande für Staat und Kommune. Und es gibt Arbeitsplätze, nicht nur für Fussballer und Trainerstab.

Auf der anderen Seite ist aber auch klar, dass ein Transfer, wie der von DEMBELE nach BARCA nur noch krank ist.
BODO hat da sich nichts vorzuwerfen, damit dies klar ist.
Sie mussten diesen Spieler verkaufen.
Alles Andere wäre bei einer solchen Summe widersinnig gewesen.

Aber wieso kommt ein Verein wie BARCA, der vor diesem Transfer mein absoluter Lieblingsverein auf der Welt war, dies nun aber nicht mehr sein kann, darauf für einen Jungspund, der selbst bei BODO letzte Saison nicht vollkommen überzeugte, ich meine damit, nicht konstant spielte, genialen Aktionen folgten Flüchtigkeitsfehler, sehr guten Spielen folgten transparente, wieso kommt mein Ex-Lieblingsclub darauf für den eine UNsumme zu bezahlen, und mehr noch, wenn es denn stimmt, diesem jungen Mann auch bis zu 20 MIOS Gehalt pro Jahr zu bezahlen ?

Es wird wohl in der Tat, das Rad momentan überdreht.
Der NEYMAR-Deal war ein GAU.
Siehe auch MBAPPE.

Ich denke, die Jüngeren unter uns werden es noch erleben, dass der Profi-Fussball wieder auf Leichtathletik- oder Volleyball-Niveau schrumpfen wird.
Und eventuell geht dies sogar schneller, als Vorstände bei ADIDAS, NIKE oder PUMA für möglich halten.

Nur dieses blöde Gerede von "Dorfverein unterstützen" sollten manche Forsiten in der Zeit bis dahin dennoch unterlassen.
Man ahnt als Leser solcher Beiträge die polemischen Hintergedanken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brucewillisdoesit 05.09.2017, 05:01
9. Wieso sind 222 mio Wahnsinn, 20 mio oder 2 mio oder 2 EUR aber nicht ?

Zitat von Thorsten_Barcelona
Die Ablösesummen sind Wahnsinn und sicherlich sollte man da einschreiten,
Der Preis eines Gutes ergibt sich auf dem Markt durch Angebot und Nachfrage, warum sollte da jemand einschreiten ?
ich verstehe nicht warum es immer noch zahllose Menschen gibt, die die diese Prinzip nicht verstehen, und glauben zentralistische Planwirtschaft oder intensive staatliche Eingriffe in den Markt währen etwas gutes und einem effizienten Markt vorzuziehen. Das Gegenteil ist der Fall, denn praktisch jeder regulierende Markteingriff hat i.a. verheerende, von Laien zumeist unberücksichtigte, Sekundäreffekte zur Folge. Venezula kann ein Lied davon singen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren