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Football und Gewalt: Kaputte Helden
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Wenn es hart wird auf dem Platz, die Helme aufeinander krachen - das ist Football. Ein Spiel, das Gewalt belohnt. Doch viele Stars fallen auch privat durch Aggressionen auf. Gehirnverletzungen könnten ein Grund sein. Sie bedrohen Amerikas Nationalsport.

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Max Super-Powers 30.01.2015, 13:08
0.

Sehr ausführlicher und kompetent geschriebener Artikel. Allerdings sollte man vielleicht noch ergänzen (so ich es denn nicht überlesen habe) dass im Football auch der Gebrauch von anabolen Steroiden sowie Testosteronpräparaten fast schon Usus ist. Dass diese die Aggressivität steigern, ist schon seit langem empirisch bewiesen.

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hanluni 30.01.2015, 13:28
1.

schade,dass die Fotos nur schwarze Spieler zeigen,denn dieses Phänomen wird ja auch weisse Spieler betreffen.

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jimmy cliff 30.01.2015, 13:32
2. Ursache und Wirkung

Dieser Sport führt nicht nur zu Hirnverletzungen, sie sind vielmehr Grundvorraussetzung für Ausübung und Interesse dafür. Diese Pussy-Version des Rugby...

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Vorlan 30.01.2015, 13:41
3.

Es gibt fast jährlich neue Regeln um eben die Spieler zu schützen. Sei es das bestimmte Angriffe bestraft werden (z.B. absichtliches Helm an Helm). Das es nicht komplett geht - bei einem Kontaktsport - sollte jedem klar sein. Genau so gut könnte man fordern das beim Boxen Gehirnerschütterungen doch bitte abgestellt werden sollen. Realistisch ist sowas einfach nicht.

Aber das die Regelungen auch helfen beweist das Gehirnerschütterungen während der Saison weiter zurückgehen. So sind lt. der NFL gut 25% weniger in der letzten Saison vorgekommen. Betroffene Spieler werden gleich aus dem Spiel genommen und Tests unterzogen ggf. auch ärztlich behandelt.

Und wieviel Personen wirklich durch den Sport aggressiver wurden ist sowieso die Frage.
Der Sport wird keinen Bücherwurm mit Überbiss und schwerem Asthma ansprechen sondern Männer die auf den Sport stehen und von Grund auf vielleicht auch aggressiver eingestellt sind. Typen die Frauen verprügeln oder sonstwie kriminell werden gibt es auch abseits des Football das ist nun wirklich keine Seltenheit. Oder hat der Bürofutzi der Abends seine Frau mit einem Gürtel schlägt auch paar Order zu viel auf den Kopf bekommen? Wohl eher nicht. Er ist einfach von Anfang an ein aggressives Arschloch gewesen.

Es gibt Berufe die ziehen bestimmte Menschentypen (Egoisten, Machtgeile, Aggressive, Neugierige, Kreative usw.) einfach an und das wird mit ziemlicher Sicherheit auch einer sein.

Oder die Person hat es nicht anders gelernt. So wurde Adrian Peterson als Kind selbst häufig versohlt und für ihn war es vollkommen normal sein Kind auch so zu "erziehen". Da wird der Football wohl die kleinste Rolle gespielt haben.

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olewahr 30.01.2015, 13:43
4. Ein Spiel, das Gewalt belohnt.

Wenn es nach der aktuellen, progressiven Politik gehen würde, wäre Football wohl schon längst verboten worden. Zu männlich, zu brutal..Wo kämen wir auch hin, wenn Männer einfach machen, was ihnen Spaß macht!?

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HerrH. 30.01.2015, 13:51
5. Resultat diverser Umstände.

1. viele Sportler kommen aus sozial schwächeren Kreisen. in diesen kommen sie leider schon früh mit Gewalt in Kontakt.
2. man braucht ein gewissen gewaltgrundpotenzial um diesen sport auszuüben.
3. ruhm und reichtum sowie eine "vorbildfunktion" damit kommen viele nicht klar.
4. roid rage wie man es bei den amis nennt. die meisten der footbal spieler dürften eine oder mehrere verbotene substanzen nehmen um diese leistungen zu erzielen. Ansonsten sind derartige Beschleunigungen etc bei so viel masse kaum möglich.

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monotrom 30.01.2015, 13:52
6.

Es kann nicht Sinn und Zweck der Übung sein, eine Art Para-NHL für ehemals "nicht-neuronal" Geschädigte anzubieten. Die Zuschauerzahl dürfte irgendwann deutlich sacken, weil wer mag sich auf Dauer kraftstrotzende Todgeweihte und baldige Frühpflegefälle anschauen? Der Boxsport hat schon sein Geschmäckle, Football sollte dem folgen. Unbegreiflich warum man nicht schon früher besseren Helme entwickelt hat....

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cpt.z 30.01.2015, 13:57
7. Klar ist das CTE ein Problem

Aber es als Ursache der häuslichen Gewalt festzumachen ist sehr weit hergeholt. Diese Häufung müsste es sonst noch viel mehr beim Eishockey, Boxen oder gerade Rugby geben. Gibt es aber nicht - obwohl CTE da ja durchaus nachgewiesen wurde.
Häusliche Gewalt und der Hang zu Gewalt ans sich ist ein Problem von prekären sozialen Verhältnissen und der Sozialisation die man beim Aufwachsen erfahren hat. Die oben abgebildeten Spieler sind allesamt Afroamerikaner und haben sich teils aus der absoluten Unterschicht zum "Footballtraum" nach oben gekämpft. Dennoch sind sie zum Großteil von alleinerziehenden Müttern mit drei Jobs großgezogen worden und haben in ihrem täglichen Lebensumfeld Gewalt und Kriminalität erfahren. Das hat sie geprägt und das ist auch gleichzeitig das Problem der amerikanischen Gesellschaft - vor allem in der afroamerikanischen Bevölkerung. CTE ist ein Problem für die Gesundheit - aber nicht dafür.

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themistokles 30.01.2015, 13:57
8.

Zuerst einmal: Endlich mal wieder ein sehr gut geschriebener und sachlich fundierter Artikel auf SPON. Leider findet man so etwas bei euch immer seltener.

Aber zum Inhalt selbst. Mich würde einmal (wenn es ihn den gibt) der Querverweis zu anderen, körperlich sehr harten Sportarten interessieren. Als Beispiel fällt mir Eishockey oder auch das Rugby ein. Zumindest mir ist nicht bekannt, dass es eine scheinbar derartige Häufung von Gewalttaten im privaten Umfeld auch in diesen Sportarten gibt. Kann es deshalb nicht sein, dass auch andere Faktoren hierfür in Frage kommen? Z.Bsp. Dopingmittel? Oder auch Drogenmissbrauch? Bei auffällig viele Spielern und ehemaligen Spielern taucht Drogen- und Alkhoholmißbrauch auf.

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