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Football und Gewalt: Kaputte Helden
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Wenn es hart wird auf dem Platz, die Helme aufeinander krachen - das ist Football. Ein Spiel, das Gewalt belohnt. Doch viele Stars fallen auch privat durch Aggressionen auf. Gehirnverletzungen könnten ein Grund sein. Sie bedrohen Amerikas Nationalsport.

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Barças Superstar 02.08.2017, 16:08
60. kein Spiel

Verletzungen können im Sport immer passieren - Sport hat was mit körperlicher und gleichzeitig geistiger Betätigung zu tun (Spielintelligenz, Taktik), weswegen in meiner Definition Schach z.B. kein Sport ist ... wenn aber wie hier es eher mit Gewaltanweniung zu tn hat tue ich mich schwer Rugby überhaupt noch als Sport zu definieren / akzeptieren. Vielleicht wäre der Begriff körperliche Borderlinebetätigung zutreffender.

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chiefseattle 03.08.2017, 09:10
61. Monster

American football ist was für Muskelmonster ohne Hirn. Dass das Hirn durch diesen Kraftsport weiter geschädigt wird, macht daher wenig. Leider dürfen die Jungs in ihrer Freizeit frei draußen rumlaufen. Käfighaltung wäre besser.

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Senekah 03.08.2017, 15:11
62. Welcher Spast hat diesen Artikel geschrieben?

Die Frage meine ich ernst. Der und Diejenige hat sowas von gar keine Ahnung und der Artikel ist so dermaßen Reißerisch und faktisch falsch, dass ich das kaum glauben kann.
Bleiben wir mal nur bei dem Einleitungstext! "Wenn es hart wird auf dem Platz, die Helme aufeinander krachen - das ist Football.". Wenn Helme aufeinander krachen gibt es für das Team des Hauptschuldigen 15 Yards Strafe, durchaus auch einen Platzverweis bis hin zu Geldstrafen. ("Helmet to Helmet Collision") Helmkollisionen passieren natürlich in einer Kontaktsportart, werden aber, selbst bei kleinen Vorfällen, extrem, ja fast übertrieben, hart bestraft.
"Ein Spiel, das Gewalt belohnt." Wo bitte? Es gibt sogar massenhaft Strafen dafür! unnecessary roughness, unsportsmanlike conduct oder personal foul fallen mir da spontan ein. Die werden für alles mögliche gegeben, z.B. werden die schon gegeben wenn man jemanden auch nur 1 Sekunde noch umrempelt obwohl das nicht mehr nötig war, etwa weil abgepfiffen wurde oder der Spieler außerhalb vom Spielfeld ist, man im Nachhinein nochmal jemanden schubst oder sonstiges tut welches "nicht nett ist".

Im Spiegel wurde ja schon viel Stuss geschrieben, aber dieser Schwachsinn ist wirklich die Höhe!

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Jyn 04.08.2017, 20:28
63.

Da hat einer Spiegel nicht verstanden. Egal ob es Strafen gibt oder nicht, es ist und bleibt eine Gewaltsportart, die Risikoeinsätze in dem meisten Fällen belohnen. Ich kenne keinen einzigen Spieler der ohne Risiko einzugehen oder Regeln zu brechen es in die Herzen der Footballfans geschafft hat. In dem Spiel geht es darum, an taktischen Momenten Gewaltitätige/Risikoreiche Angriffe rauszuhauen. Mich dagegen überrascht es wie unbeherrscht dieser Senekah reagiert, man kann Kritik auch höflicher schreiben und nicht so aggressiv.

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murcon 05.08.2017, 18:05
64.

@Jan
Die meisten Stars beim Football sind die Quarterbacks und die sind von hause aus vorsichtig. Sie sind am wenigsten geschützt, da minimalste Panzerung. Und die Strafen sind schon recht schmerzhaft für die Mannschaft, denn 15 Yards Strafe bedeutet 25 Yards beim 2ten Versuch oder 3ten.

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deltavega 06.08.2017, 16:16
65.

Ich liebe American Football. War im Alter von 14 bis 19 Jugendspieler, danach noch ein halbes Jahr bei den Herren, ehe ich verletzungsbedingt (Schulter) ausscheiden musste. Als ich mit 14 anfing, war ich ein 1,80m großer, 110kg schwerer Sack ohne das geringste bisschen Selbstvertrauen. Meine Coaches haben mich aufgebaut, das Team war meine erste erfolgreiche Sozialisation (neben der Familie, klar, aber in der Schule kam ich nur mit Mühe über die Runden). Dort konnte ich mich abreagieren (erst am Trainingsequipment, danach - schon etwas erschöpft - mit meinen gleichgesinnten Teamkollegen. Wo gibt es das sonst?
Ich wurde Leistungsträger, später Team Captain, hatte Cheerleader zur Freundin, bekam Selbstvertrauen. Jahre später, ich musste im Ingenieurstudium eine Klausur im finalen Versuch schreiben, überfiel mich die Panik. Ich erinnerte mich aber an die Mental-Techniken vom Football, nutzte diese und bestand. Heute habe ich einen guten Job, eine wundervolle Frau und noch Ziele fürs Leben. Das alles verdanke ich dem auch dem Sport. Dennoch: meine Schulter schmerzt jetzt, 12 Jahre nach dem letzten Spiel, immer noch regelmäßig. Vor CTE, Parkinson und anderen neuronalen Erkrankungen habe ich verdammt viel Schiss. War es das dennoch wert? Ja! Ohne wäre ich nicht so weit gekommen. Wenn man mit den Coaches in den Vereinen spricht, kennt jeder mehrere Fälle wie meinen (natürlich unterschiedlichster Variation, doch mit der gleichen Quintessenz). Der Sport spielt also gewissermaßen auch hierzulande schon eine gesellschaftliche Rolle. Es ist falsch, ihn zu verschreien, zu dämonisieren. Aber es muss aufgeklärt und Prävention betrieben werden. Die Regeln müssen scharf sein, ihre Einhaltung kontrolliert werden. Und wer sich nicht dran hält, muss aussetzen. Eine Möglichkeit wäre, einen Gesundheitsbeauftragten zu benennen, der dann die ganz wesentlichen Aspekte des Gesundheitsmanagements umsetzt...

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kiks117 07.08.2017, 12:08
66. Dr. Bennet Omalu

Es wundert mich sehr, dass im Zusammenhang mit dem Thema CTE in diesem Artikel kein einziges mal der Name Dr. Bennet Omalu fällt. Schließlich war er es, der die Krankheit entdeckt und benannt hat.
Eine einfache Google Suche mit den Begriffen "Brian Hunt" und "CTE" ergibt hingegen keine relevanten Treffer.

Dies sollte DRINGEND geändert werden, liebes SPON Team.

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gandhiforever 08.08.2017, 18:19
67. Maennersport

Zitat von Vorlan
Es gibt fast jährlich neue Regeln um eben die Spieler zu schützen. Sei es das bestimmte Angriffe bestraft werden (z.B. absichtliches Helm an Helm). Das es nicht komplett geht - bei einem Kontaktsport - sollte jedem klar sein. Genau so gut könnte man fordern das beim Boxen Gehirnerschütterungen doch bitte abgestellt werden sollen. Realistisch ist sowas einfach nicht. Aber das die Regelungen auch helfen beweist das Gehirnerschütterungen während der Saison weiter zurückgehen. So sind lt. der NFL gut 25% weniger in der letzten Saison vorgekommen. Betroffene Spieler werden gleich aus dem Spiel genommen und Tests unterzogen ggf. auch ärztlich behandelt. Und wieviel Personen wirklich durch den Sport aggressiver wurden ist sowieso die Frage. Der Sport wird keinen Bücherwurm mit Überbiss und schwerem Asthma ansprechen sondern Männer die auf den Sport stehen und von Grund auf vielleicht auch aggressiver eingestellt sind. Typen die Frauen verprügeln oder sonstwie kriminell werden gibt es auch abseits des Football das ist nun wirklich keine Seltenheit. Oder hat der Bürofutzi der Abends seine Frau mit einem Gürtel schlägt auch paar Order zu viel auf den Kopf bekommen? Wohl eher nicht. Er ist einfach von Anfang an ein aggressives Arschloch gewesen. Es gibt Berufe die ziehen bestimmte Menschentypen (Egoisten, Machtgeile, Aggressive, Neugierige, Kreative usw.) einfach an und das wird mit ziemlicher Sicherheit auch einer sein. Oder die Person hat es nicht anders gelernt. So wurde Adrian Peterson als Kind selbst häufig versohlt und für ihn war es vollkommen normal sein Kind auch so zu "erziehen". Da wird der Football wohl die kleinste Rolle gespielt haben.
Also, wenn Maennersport sich dadurch auszeichnet, dass Hirntraumata in Kauf genommen werden, dann wuerde ich sagen, Hirnschaedigungen sind Voraussetzung fuer American Football.

Ich bestreite ja keineswegs, dass American Football eine gewisse Attraktivitaet in sich birgt, aber die Risiken sind so gross, zu gross. Deshalb haben etliche High Schools (Zahl steigend), die Aktivitaet aus dem Nachschulprogramm verbannt.

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