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Ines Geipel verlässt DOH: Konflikte mit der Chefin
DPA

Doping in der DDR hat Leben zerstört. Wer gehört zu den Opfern - und wer nicht? Über diese Frage hat sich der Hilfe-Verein DOH so zerstritten, dass seine Chefin Ines Geipel sich nun verbittert zurückzieht - und von einer "Sauerei" spricht. Ihre Erfolge im Kampf für die Opfer des DDR-Dopings sind eindeutig. Zuletzt jedoch war Ines Geipel als Chefin des Dopingopfer-Hilfevereins umstritten, Teil einer Schlammschlacht. Ihr Nachfolger bemüht sich um Beruhigung.

juba39 06.12.2018, 22:12
1. Das sind die Folgen!

Es gab doch nie den Versuch, die Geschichte der DDR ohne Schaum vor dem Mund aufzuarbeiten. Gleichzeitig hatte die eine Seite ein Vehikel dafür , die EIGENE Vergangenheit nicht aufarbeiten zu müssen. Ein paar Schmäckerchen:
Da wird ein Historiker Direktor einer Gedenkstätte für Stasiopfer, der noch 1999 Hermann Göhring offen als größten Gegner des Faschismus titulierte. Oder hier das Thema Doping. Je lauter das DDR-Doping, umso weniger muß über BRD-Doping gesprochen werden. Das, so der eigentlich unverdächtige damalige DOSB-Präsident Frh. von Richthofen den GLEICHEN Umfang in Ost und West hatte. Verständlich deshalb auch die Wut und Enttäuschung der Westdeutschen Dopingopfer, die weder einen Opferverein hatten, noch in den der Frau Geipel aufgenommen wurden. Von Entschädigung ganz zu schweigen, müßte man doch zugeben, daß es Doping gab. Der gegenteilige Fall wieder bei Soldaten. Während die der BuWe als Radaropfer entschädigt wurden, müssen die der NVA bis heute prozessieren. Mehr noch, während Angehörige von Wehrmacht und Waffen.SS als Deutsche Soldaten galten, demzufolge auch diese Dienstzeit anerkannt wurde, mußten die der NVA den Zusatz tragen "Gedient in fremden Armeen". Im Klartext, Deutsche in der DDR waren ja eigentlich gar keine richtigen Deutsche. Wer da von "Einheit" spricht, weiß nicht, was Einheit bedeutet.

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kirfatal 07.12.2018, 07:50
2. @juba39

Halleluja - Was für ein kruder Rundumschlag!? Von Geipel über Knabe zu westdeutschen Dopingofern, die aufgenommenen werden wollen (Zahlenangaben wären hier interessant!), bis zur NVA. Schaum vor dem Mund? Hier ist er! Selbstredend gab es Doping in der BRD. Aber eben nicht klassisch vom Staat verordnet wie in der DDR, sondern in Trainingsgruppen und auch durchaus geduldet (=nicht geahndet) und dadurch indirekt gefördert. Kleiner Unterschied.

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Udo_1234 07.12.2018, 08:20
3. @kirfatal

Doping ist also besser, wenn es nicht vom Staat kommt sondern von der Wirtschaft. Außerdem gibt es eine sehr schöne Rede des damaligen Innenministers Schäuble. Der hat im Bundestag in den 70igern Doping gefordert. Es wurde dann eben privatisiert. Persönlich bin ich der Meinung, das Doping gar nicht aufgeklärt werden soll, außer für die ehemalige DDR. Gedopt wurde schon immer und wird auch weiterhin. Übergreifen überall da, wo es um Geld geht. Zu Frau Geibel, Ihr Schicksal tut mir leid, allerdings verstehe bei ihr nicht ganz, wie man als versuchter Republik Flüchtling einen Studienplatz bekommen konnte.

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