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IOC-Präsident Thomas Bach: Das Märchen von den Gratisspielen
REUTERS

Fünf Jahre ist Thomas Bach nun Chef des Internationalen Olympischen Komitees. Die Zahlen stimmen, doch die Diskussionskultur ist schlecht, Kritiker dringen kaum durch. Ein großes Ziel hat der Deutsche noch.

claus7447 10.10.2018, 18:44
1. IOC, FIFA etc....

Eigentlich sind dies nur noch Vereinigungen zur kapitalanhäufung. Es macht keinen Spaß diese Kommerzialisierung anzusehen. Aber solange die Zuschauer kommen, die TV Anstalten bezahlen....

Vielleicht müsste mal Olympiade oder Fußball WM sein, und keiner geht hin oder schaut zu....

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yogtze 10.10.2018, 18:58
2.

Es gäbe eine so einfache Lösung: die Sommerspiele sollten für immer nach Athen und die Winterspiele meinetwegen nach St. Moritz oder sonstwohin in die neutrale Schweiz verlegt werden.

Es gäbe keine Probleme mehr mit irgendwelchen Boykotten oder Kosten, da die Anlagen alle vier Jahre wieder genutzt werden könnten.

Und dafür, die Olympischen Spiele als internationales Ereignis in der ganzen Welt zu promoten, hat man ja inzwischen die Jugendspiele, zur Zeit laufen ja die Sommerspiele in Buenos Aires.

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juba39 10.10.2018, 19:16
3. Nicht verwunderlich!

"Erstmals seit drei Jahren wurde auch nicht mehr erbittert über das russische Dopingsystem gestritten. Nicht einmal der Kanadier Richard Pound, dienstältestes IOC-Mitglied, konnte sich zu einem nachhaltigen Debattenbeitrag aufraffen."
Nach der Niederlage von C. Pechstein vor dem EuGHMR gegen das Cas werden ALLE, angefangen von Bach bis zu letzten Dopingjäger die Füße schön still halten.
Im Kern lautet das Urteil nämlich, das die Richter des CAS die nötige richterliche Unabhängigkeit und Neutralität besitzen, auch durch die Form der Berufung und Finanzierung nicht beeinträchtigt sind, um Sporrecht, VERBINDLICH für alle zu sprechen. Da kommen genau die russischen Sportler ins Gespräch, die wegen unzureichender Beweise durch das CAS freigesprochen, durch Medien trotzdem weiter beschuldigt und schließlich durch das IOC, auf persönliche Weisung Bachs, trotzdem zur Olympiade nicht zugelassen wurden.
Nach dem Urteil des EuGHMR demzufolge ein eindeutiger Rechtsbruch. Der jetzt natürlich Schadensersatzklagen gegen Personen und Verbände ermöglichen würde. Deshalb gar nicht verwunderlich, daß sich weder das IOC noch einzelne Journalisten dieser Causa näher annehmen!

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alexander72 10.10.2018, 20:06
4. European Championchips haben gezeigt wie es geht

In Glasgow und Berlin wurden dieses Jahr Meisterschaften in etwa der Hälfte aller olympischen Sommerdisziplinen durchgeführt und es kostete nur etwa 2% was sonst olympische Spiele kosten. Man nehme einfach mehrere Städte die die Anlagen schon haben und spare sich einfach den ganzen IOC Wasserkopf und unnötige Grosskotzerei und schon ist das alles problemlos zu finanzieren......

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oliver61 10.10.2018, 21:25
5. Kostenlose Events - kein Problem!

Fussball-WM, Olympische Spiele - natürlich kann man das alles für lau und sogar mit Gewinn durchführen. Und mit Gewinn meine ich, Gewinn nicht nur für die Verbände sondern für alle. Man muß sich nur auf das Wesentliche, sprich den Sport beschränken. Und die Events an Länder vergeben, die keine Infrastruktur mehr aufbauen müssen weil sie diese längst haben. z. B. Deutschland, USA. Da gibt es Stadien, sonstige Sportanlagen, Hotels, Autobahnen usw. in Hülle und Fülle. Und in der Tat muß z. B. die Olympiade ja nicht in einer Stadt stattfinden. Man kann sie auch an ein Land vergeben und in verschiedenen Städten austragen. Jetzt komme mir keiner mit Statuten und Gedöns. Kann man alles anpassen. Wenn´s nichts kostet, keine Wälder für den Bau für Sportanlagen gerodet werden müssen, die hinterher keiner mehr nutzt und durch Dezentralisierung auch die Belastungen für die einheimische Wohnbevölkerung verringert werden, gibt es auch mehr Akzeptanz. Im alten Griechenland hielt sich der Glamourfaktor auch in Grenzen. Ich glaube, Vorbild für viele ist heute Adolf Hitler mit seinen Spielen 1936. Der war der erste, der wirklich auf Prunk gesetzt und ein riesiges Olympia-Stadion hat bauen lassen. Ihm ging es allerdings nicht um den Sport sondern um Propaganda, um Ansehen und weiß der Henker was. Und so ist es heute auch. Eröffnungsfeier und Abschlußfeier werden immer pompöser und teurer. Immer mehr Funktionäre und Politiker drängen ins Bild um mit irgendeinem Sportler abgelichtet zu werden. Jeder will möglichst auch noch eine Rede halten. Jeder will sich wichtig machen. Der Sport - und natürlich auch die Kosten- geraten dabei in den Hintergrund. Wenn die Unterstellungen von Spon zutreffen - Bach & Co streben den Nobelpreis an und wollen deswegen in puncto Nord-/Südkorea etwas Weltpolitik machen- dann bestätigt dies nur meinen Eindruck. Ich meine: die Athleten sollen ackern und schwitzen, die Funktionäre sollen die Events ohne viel Gedöns organisieren und Politiker sollen sich von Kameras und Stadien fernhalten und Politik machen, z. B. Frieden stiften zwischen Nord-/Südkorea.

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cave68 10.10.2018, 21:37
6.

Zitat von yogtze
Es gäbe eine so einfache Lösung: die Sommerspiele sollten für immer nach Athen und die Winterspiele meinetwegen nach St. Moritz oder sonstwohin in die neutrale Schweiz verlegt werden. Es gäbe keine Probleme mehr mit irgendwelchen Boykotten oder Kosten, da die Anlagen alle vier Jahre wieder genutzt werden könnten. Und dafür, die Olympischen Spiele als internationales Ereignis in der ganzen Welt zu promoten, hat man ja inzwischen die Jugendspiele, zur Zeit laufen ja die Sommerspiele in Buenos Aires.
...oder man vergibt olympische Spiele erst gar nicht nach Ländern sondern nach Kontinenten.Voraussetzung könnte dann eben vorhandene Infrastruktur sein.Biathlon in Ruhpolding....Ski Alpin in Val D´Isere...Skispringen in Engelberg...usw.

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zensurgegner2017 11.10.2018, 08:29
7.

Zitat von cave68
...oder man vergibt olympische Spiele erst gar nicht nach Ländern sondern nach Kontinenten.Voraussetzung könnte dann eben vorhandene Infrastruktur sein.Biathlon in Ruhpolding....Ski Alpin in Val D´Isere...Skispringen in Engelberg...usw.
Solange es sogar eine der Grundbedingungen ist, dass Gewinne der Sportverbände in der Schweiz (nicht) versteuert werden dürfen, die microSteuern aus dem Gewinn also der Schweiz und nicht dem Olympia oder sonstigen Austragungsort zugute kommen, solange ist es egal , nach welchen Kriterien Sie Veranstaltungen vergeben

Laut Economie Suisse verdient die Schweiz alleine an der Fifa im Jahr etwa 1 Milliarde, auch wenn die die ganzen Aktivitäten gar nicht in der Schweiz veranstalten

Grund: Die über die Schweiz verbuchten Milliarden, die 4% Steuern einbringen (sollen), die ganzen Scheinfirmen, die im Sog dieses Steuerbeschises mit gegründet wurden, die astronomischen Gehälter der Ganzen Strohmänner äh Funktionäre, die üppigen Gehälter der ganzen Ehefreuen, Kinder Enkel...

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zensurgegner2017 11.10.2018, 08:34
8.

Und immer wieder ist die Triebfeder dieses gigantischen Beschisses eine Steueroase
Der Schweiz
Das weltweite Who is Who der internationalen Sportverbände sitzt in der Schweiz, weil die Schweiz all diesen Verbänden nahezu NULL Steuer gewährt
Zudem noch Buchhaltungsauflagen aus dem Hobbyvereinswesen
Zudem ist Korruption im Profisport in der Schweiz explizit nicht mehr strafbar

Mit den Vorgaben wäre man als Funktionär ja nahezu doof, wenn man nicht die halbe Familie und Freunde mit ins Boot holen würde

Zudem, und das sollte logisch sein: Wenn man Rechte, wenn man Waren , wenn man Dienstleistungen und Co auf dem Papier im Austragungsland mit Töchterfirmen abwickelt, werden bis zu 50% Steuern fällig, der Austragungsstaat verdient mit
Aus 3 Milliarden Gewinn werden 1,6 Milliarden nach Steuern
Die werden dann verteilt

Wenn man aber die Cola, das Schnitzel, die Fanartikel, die Rechte und Co auf dem Papier über die Schweiz verbucht, dann verschiebt man den Gewinn in die Steueroase Schweiz, dann bleiben von diesen 3 Milliarden 2,9 Milliarden übrig

Und genau deswegen sind die ganzen Profisportverbände so korrupt bis ins Mark, da man überall Freunde, Vertraute und verschwiegene Gestalten installieren muss, damit die ganzen Tricks geheim bleiben

Nichts ist lohnender als Steuerbeschiss
Nicht mal Drogenhandel

Danke, Steueroase, für nun beinahe 100 Jahre Aussaugen der Welt

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hps 11.10.2018, 11:23
9. Die Macher der Spiele könnten es auch besser

Ja, die Mär von der völkerverbindenden Großartigkeit der
Olympischen Spiele kann sich im Moment noch, wenn
auch sehr mühsam, halten.

Aber: gibt es denn im Unterhaltungssektor etwas, das
noch langweiliger, das die Ermüdungsgrenze noch
schneller erreicht als diese?

Gibt es wirklich noch Menschen die sich ohne
gesellschaftlichen Druck die "Spiele" im TV ansehen?
Nein.

Warum also sind die Macher in der Lage, sie wieder
und wieder zu perpetuieren?

Weil es uns gelingen muss die gewaltigen Ressourcen,
welche das Projekt zu aktivieren im Stande ist, in
erregende, in mitreißende, in berührende und
visionäre Erzählungen umzuleiten.

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