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Legendäre Tour-Anstiege: Und plötzlich ist da eine Wand
Delius Klasing Verlag

Die Tour de France entscheidet sich meist in den Bergen, vor den Radprofis liegen etliche Pässe in den Pyrenäen und Alpen. Der Brite Simon Warren hat die 100 legendärsten Anstiege dokumentiert - eine Auswahl.

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dont_think 04.07.2015, 09:20
1.

Kein empfehlenswertes Buch, was man so sieht.
Wenig aussagefähige Bilder, ein britischer Autor, der seine Etappen vermutlich im Auto zurückgelegt hat (bei 100 Anstiegen in 30 Tagen kommen mir Zweifel), der jammert, wenn der Steigungsgradient 10% statt 9% beträgt (erfahrene Toureros wissen: richtig weh tut es erst ab 15%) und eine grobe Grafik (wurde die mit dem C64 erstellt?) der einzelnen Anstiege lassen den Schluss zu, dieses Machwerk ist ein must-have für die Eisdielen-Campa-Fraktion.
Da gibt es weit besseres zum Ausdrucken im Netz, zumal sich wohl nur die angesprochene Gruppe BÜCHER in die Taschen Ihrer Merino-Vintage-Trikots steckt.

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Sibylle1969 04.07.2015, 09:38
2.

Ich bin selbst schon einige wenige Tour-de-France-Anstiege mit dem Fahrrad hochgefahren, worauf ich sehr stolz bin. In den Pyrenäen den Col du Tourmalet Westseite von Luz Saint-Sauveur, den Col du Portet d'Aspet Ostseite von Saint-Girons, in den Alpen den Col d'Allos Südseite von Colmars sowie mein ganzer Stolz, den Mont Ventoux Ostseite von Sault. Bei mir ist Ankommen das Ziel, nicht eine bestimmte Geschwindigkeit zu schaffen. Ist man endlich oben, dann ist es ein total tolles Gefühl, es geschafft zu haben.

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exekias 04.07.2015, 09:55
3. Puy de Dôme

Wird aus logistischen und ökologischen Gründen seit 1988 nicht mehr in der TdF gefahren, für mich als Kind und Jugendlicher einer der "mythischen" Berge der Tour, landschaftlich wie die Pyrenäenberge grandios gelegen...Legendär 1964 das Duell Poulidor-Anquetil am Puy de Dôme...

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suplesse 04.07.2015, 10:07
4. Alles relativ!

Auch wenn es eigentlich jeder wissen müsste. Es gibt so viele Faktoren, die eine Rolle spielen, wenn man Berge fährt. Voran die eigen körperliche Konstitution , dann die Geschwindigkeit, Wetterverhältnisse, Material. Ist natürlich leichter mit einem 6kg Rad, anstelle mit einem 30 kg Touringrad incl. Gepäck. Dann kommt es drauf an, was man schon in den Beinen hat. Nochmal extra erwähnt, obwohl es zu den körperlichen Faktoren zählt. Und nicht zuletzt die eigene Psyche. Mal abgesehen von allem hier geschriebenen. Es ist einfach nur geil diese Tourpässe zu fahren, sowohl hoch, als auch runter. Beim Downhill kann ich nur warnen, sich selbst und das Material zu überschätzen. Lieber etwas vorsichtiger, als vielleicht nötig erscheint.

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cafe_kehse 04.07.2015, 10:35
5. Les Alpes d´Huez ist die Krönung

Dieser Anstieg ist das Härteste im Radsport. Die Serpentinen holen alles raus aus einem Sportler, selbst wenn er nicht gedopt ist. Doping ist immer zu berücksichtigen. Der Mensch ist eben nicht dazu gemacht, stundenlang einen Berg hinauf zu fahren.
Lassen wir mal die Doping-Problematik außer acht.

Den legendärsten Sieg feierte Hennie Kuiper 1977 aus meiner Sicht. Ich habe mir damals als Schüler in Süddeutschland das Rennen live im TV angesehen. Damals hatte das deutsche TV kaum von der Tour de France berichtet, das Schweizer SRG, das wir empfangen konnten, übertrug die Tour de France stundenlang.

Es war ein Tag, als Lucien van Impe, der Vorjahressieger der Tour de France, seinen Angriff auf das Gelbe Trikot fuhr. Im Verfolgerfeld waren Thevenet, Zoetemelk, Johanssen und eben Kuiper.

van Impe hatte seine Kräfte überschätzt und stürzte in den Straßengraben, rappelte sich wieder auf und wurde von Kuiper, der sich aus der Verfolgergruppe absetzte, überholt, später auch noch von Thevenet.

Nach den Serpentinen zeigen sich dann endlich die exclusiven Häuser des Wintersportortes Les Alpes d´Huez mit unübersehbarer Menschenmassen, die am Straßenrand stehen.

Kuiper fuhr in einem Spalier von Zuschauern, die ihn anfeuerten. Ich weiß noch, wie er die Ziellinie als Sieger mit einem Kusshandgruß überschritt.

Dietrich Thurau im weißen Trikot des besten Neulings, damals blutjunge 22 Jahre alt, stürzte in der letzten Kurve und wurde dennoch in überragender Form damals ca. Zehnter.

Der Niederländer Hennie Kuiper war seit damals immer mein Lieblingsradfahrer. Das ist nun 38 Jahre her.

Ob damals gedopt wurde? Man kann nur vermuten.

Heute kann ich allerdings der Tour de France nichts mehr abgewinnen, es wird einfach zu viel gedopt.

Les Alpes d´Huez ist und bleibt aber die Königsetappe.

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Lankoron 04.07.2015, 10:36
6. Ihr habt einen

der wichtigsten Anstiege vergessen, wohl weil er nicht in den beiden Gebirgsketten liegt, sondern ganz allein im irgendwo. Der Mont Ventoux ist wohl einer der schlimmsten und gleichzeitig beeindruckendsten Anstiege.....zumal hier auch immer noch das Wetter in der Prvence eine Rolle spielt.

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pepeik890 04.07.2015, 11:04
8. Kein Artikel...

ohne irgendwelche Doping Anspielungen, habt ihr alle Langeweile?

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hansfrans79 04.07.2015, 11:36
9.

Zitat von dont_think
Kein empfehlenswertes Buch, was man so sieht. Wenig aussagefähige Bilder, ein britischer Autor, der seine Etappen vermutlich im Auto zurückgelegt hat (bei 100 Anstiegen in 30 Tagen kommen mir Zweifel), der jammert, wenn der Steigungsgradient 10% statt 9% beträgt (erfahrene Toureros wissen: richtig weh tut es erst ab 15%) und eine grobe Grafik (wurde die mit dem C64 erstellt?) der einzelnen Anstiege lassen den Schluss zu, dieses Machwerk ist ein must-have für die Eisdielen-Campa-Fraktion. Da gibt es weit besseres zum Ausdrucken im Netz, zumal sich wohl nur die angesprochene Gruppe BÜCHER in die Taschen Ihrer Merino-Vintage-Trikots steckt.
Na klar, direkt wieder etwas zu meckern und der "im-Netz-gibt's-alles-umsonst-Hinweis. Dazu noch Mutmaßungen ("vermutlich im Auto" - btw: und wenn schon?), angestauter Neid (Eisdielen-Campa-Fraktion) und ein wenig Größenwahn ("richtig weh tut es erst ab 15%").
Jeden, den ich kenne, der solche Anstiege schafft, hat eine gewisse Coolness, die Ihnen offenbar völlig abgeht.
Daher glaube ich Ihnen kein Wort.

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